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Gemüsekiste vom Vetterhof aus Lustenau gewinnt Österreichischen Klimaschutzpreis 2017 in der Kategorie Landwirtschaft

14. November 2017 | 11:16 Autor: klimaaktiv Österreich, Vorarlberg

Lustenau/Wien (A) Umweltminister Andrä Rupprechter und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zeichneten die besten Klimaschutzprojekte des Landes aus. Gefeiert wurden zehn Jahre Österreichischer Klimaschutzpreis, der auch heuer wieder in fünf Kategorien vergeben wurde. Über die Auszeichnung freuen sich:

Vetterhof KG aus Lustenau (V) mit dem Projekt „Vetterhof-Gemüsekiste“ in der Kategorie Landwirtschaft
Beatrix Altendorfer und Andrea Breithuber aus Graz (ST) mit der „Info-Website Nachhaltig in Graz“ in der Kategorie Tägliches Leben
Marktgemeinde Krummnußbaum (NÖ) mit dem Projekt „Klimafreundliche Siedlungsentwicklung“ in der Kategorie Gemeinden & Regionen
Waldviertler Werkstätten GmbH aus Schrems (NÖ) mit dem Projekt „Die Zukunft beginnt jetzt! – 15 Jahre Sonnen-Gut-Scheine“ in der Kategorie Betriebe
Kreisel Electric GmbH aus Rainbach im Mühlkreis (OÖ) mit dem Projekt „Bessere Akkus für saubere Mobilität“ in der Kategorie Unternehmen Energiewende.

„Der Österreichische Klimaschutzpreis zeigt eindrucksvoll, dass viele Menschen bereits wichtige Beiträge für eine klimafreundlichere Zukunft leisten – sei es im privaten Umfeld oder auf lokaler Ebene, in der Landwirtschaft genauso wie bei einem Gewerbebetrieb oder in einem Großunternehmen. Ich gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern sowie den Nominierten herzlich. Mit ihren innovativen Ideen und ihrem unermüdlichen Engagement sind sie wichtige Vorbilder und motivieren viele Menschen, ihrem Beispiel zu folgen. Der Klimaschutzpreis ist eine Erfolgsstory der Bewusstseinsbildung. Das Umweltministerium bringt sein umfangreiches Fachwissen und das große klimaaktiv Netzwerk ein und sorgt seit einem Jahrzehnt für die hohe Qualität. Projekte, die in den ersten Jahren noch gute Chancen hatten, gehören heute schon zum Standard. Das gibt Hoffnung, dass die Energiewende gelingen wird“, erklärte Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich der Verleihung des Österreichischen Klimaschutzpreises 2017.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz betonte: „Der Österreichische Klimaschutzpreis feiert sein 10-Jahres-Jubiläum. 2008 hat ihn der ORF gemeinsam mit dem Umweltministerium ins Leben gerufen – heute ist er die wichtigste Auszeichnung für herausragendes Engagement im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Einen großen Beitrag dazu lieferte der ORF als mediale Plattform: 560 TV-Beiträge, davon 420 TV-Beiträge im ORF-Servicemagazin ‚konkret‘, 720 Beiträge in den bundesweiten ORF-Radios sowie ORF-Regionalradios und eine umfangreiche Berichterstattung im ORF.at-Netzwerk. Alleine durch die ORF-TV-Berichterstattung konnten so jedes Jahr bis zu drei Millionen Zuseherinnen und Zuseher erreicht werden. Diese Zahlen zeigen das Potenzial des ORF, als reichweitenstarker Rundfunk der Gesellschaft relevante Zukunftsthemen auf die Agenda zu setzen. Das ist eine Leistung, die kein Privatsender, sondern nur der öffentlich-rechtliche Rundfunk erbringen kann und muss. Ich gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern und bedanke mich bei allen, die durch ihre Vorbildwirkung noch mehr Menschen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen oder ganze Regionen zur Nachahmung motivieren.“

Das Bio-Gemüse kommt CO2-neutral

Für regionales Bio-Gemüse müssen in Dornbirn und Bregenz die Menschen nicht große Strecken zurücklegen, es kommt zu ihnen – durch die Gemüsekisten-Zustellung der Vetterhof KG. Wöchentlich werden rund 600 Haushalte mit einem Gemüsekisten-Abo beliefert – und das zu 80 Prozent CO2-neutral. In einem ersten Schritt wurde 2014 über Crowdfunding unter den Gemüsekisten-KundInnen ein E-Lieferauto gekauft, in einem weiteren Schritt eine Kooperation mit den Pedal Piraten, dem ersten Lastenradkurierdienst Vorarlbergs, aufgebaut. Klimafreundlich wird wöchentlich eine Gesamtstrecke von 250 Kilometern mit dem Lastenrad und 125 Kilometer mit dem E-Auto zurückgelegt. Geliefert wird, was gerade Saison hat. Kompost und eine vielseitige Fruchtfolge mit Zwischenfrüchten und Gründüngungspflanzen halten die Felder des Vetterhofs fruchtbar.

    vetterhof KG

    Alberried 14, 6890 Lustenau, Österreich
    +43 5577 63395

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