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200 Faceshields wurden von einer privaten Initiative ans städtische Krankenhaus übergeben. (Foto: Stadt Dornbirn)

Schmidt's Haustechnik und die Køje produzieren 200 Schutzvisiere für das Dornbirner Krankenhaus

11. Mai 2020 | 11:55 Autor: Amt der Stadt Dornbirn Startseite, Vorarlberg

Dornbirn (A) Die Idee stammt aus den USA, die Konstruktion wurde von zwei Vorarlberger Betrieben weiterentwickelt und umgesetzt, das Ergebnis finden das Ärzte- sowie Pflegepersonal sehr gut: Ein additiv gefertigtes Gesichtsschild, ein sogenanntes Faceshield, desinfizierbar und somit wiederverwendbar. 200 dieser Faceshields wurden von einer privaten Initiative ans städtische Krankenhaus übergeben. „Ich möchte mich für die unbürokratische Unterstützung zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedanken. Hier wurden Ressourcen und Kreativität eingesetzt, um anderen zu helfen“, freut sich Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.

Faceshields sind ein Maker-Produkt. Die sogenannten Maker sind eine Art Do-it-yourself-Bewegung des 21. Jahrhunderts: Eine Gruppe von Menschen, die 3-D-Drucker oder Lasercutter besitzen und ihr technisches Wissen gerne teilen. Das Prinzip: Open Source. Das heißt, jede Person kann die Pläne einsehen, Druckvorlagen optimieren und wieder hochladen. Der Entwurf für die Vorarlberger Variante stammt aus dieser Makerszene, genau genommen von Prof. Adam Maltese von der University von Indiana, USA. Initiiert hat die Umsetzung Yungjin Oh, der Ehemann einer Anästhesistin im städtischen Krankenhaus. Innerhalb eines Tages konnte er zwei starke Partner gewinnen: Schmidt's Haustechnik KG in Bürs und die Køje in Bludenz. Gemeinsam setzen sie unentgeltlich die Faceshields um.

Lasercutter und Manpower
Michael Spalt, geschäftsführender Gesellschafter Schmidt's Haustechnik, übernahm die Organisation und die Kosten des Materials. Christian Leidinger, der Geschäftsführer der Køje stellte unentgeltlich den Lasercutter und Manpower seiner Zirbenbetten-Manufaktur zur Verfügung. In der Freizeit und mit viel Engagement von Planer Julian Rojas wurde geplant, optimiert und ein Prototyp produziert. Nach einem ersten Probelauf und den positiven Rückmeldungen vom medizinischen Personal wurden 200 Faceshields hergestellt. Die Gesichtsschilder sind nach Reinigung und Desinfektion wieder-verwendbar. Das Produkt ist gänzlich aus Kunststoff, somit ist auch ein umweltfreundliches Recycling möglich. Das Visier besteht aus einem Stirnband, einem Riemen und dem eigentlichen Schild. Das Zusammensetzen erforderte Fingerfertigkeit und mehrere Stunden. Dabei hat haben die beiden Töchter von Anästhesistin Dr. Agnes Balogh und ihrem Mann und Initiator Yungjin Oh, Anna und Clara, tatkräftig mitgeholfen. Jetzt sind die Visiere für das Personal im städtischen Krankenhaus im Einsatz. „Eine großartige Idee, die mit viel Engagement umgesetzt wurde. Einen herzlichen Dank für die 200 Visiere, sie sind für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wertvoller zusätzlicher Schutz“, betont Krankenhausreferent und Vizebürgermeister Mag. Martin Ruepp.

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