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Beim Impulsforum ibet am 1. Juni im Festspielhaus debattieren Experten das Spannungsfeld der Interessen rund um Raum und Boden (Foto: Dietmar Mathis)

ibet 2017: Lösungsansätze im Umgang mit knappen Raum und Boden

19. Mai 2017 | 10:12 Autor: wikopreventk GmbH Österreich, Vorarlberg

Bregenz (A) Ein Drittel aller bereits vor Jahrzehnten gewidmeten Grundstücke in Vorarlberg wurde bis heute nicht bebaut. Und das, obwohl frei verfügbare Flächen immer knapper werden. Die positive Wirtschaftsentwicklung und das anhaltende Bevölkerungswachstum verstärken den Druck auf Raum und Boden. Gerald Mathis vom ISK Institut für Standort-, Regional- und Kommunalentwicklung und Vortragender auf der ibet 2017 ist davon überzeugt, dass ein professionelles Flächenmanagement das Gebot der Stunde ist: „Gemeinden und Regionen müssen sich aktiv am Bodenmarkt beteiligen, um den Rohstoff für ihre eigene langfristige Entwicklung sicherzustellen. Hier liegt auch ein Maß an politischer Verantwortung."
 
Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen: Es ist höchste Zeit, ein gemeinsames Verständnis von Raumplanung und Raumnutzung zu entwickeln, bei dem alle Nutzer – Wirtschaft, Landwirtschaft, Naturschutz und die Bevölkerung – ihre teils stark divergierenden Ansprüche verwirklicht sehen. Wie genau man mit dem zur Verfügung stehenden Bauland umgehen soll und wie die einzelnen Interessen berücksichtigt werden können, diskutieren ausgewählte Experten beim diesjährigen Impulsforum ibet im Festspielhaus Bregenz.
 
Akzeptanz durch Beteiligung
Eine wichtige Voraussetzung für mehr Legitimität der Entscheidungen und Vorhaben von Politik und Wirtschaft beispielsweise bei Quartiersentwicklungen, Betriebsansiedlungen und Flächenwidmungen für Industriebetriebe ist die Beteiligung der Zivilgesellschaft. Davon ist auch Manfred Hellrigl, Leiter des Büros für Zukunftsfragen überzeugt: „Eine moderne, pluralistische Gesellschaft verlässt sich besser nicht allein auf staatliche Einrichtungen oder private Unternehmen, wenn es um die nachhaltige Sicherung von Lebensqualität und Gemeinwohl geht, sondern erkennt die wachsende Bedeutung der Zivilgesellschaft und macht diese zur Teilhaberin.“ Hellrigl ist einer der Teilnehmer an der Diskussionsrunde „Partizipation – Allheilmittel oder Irrweg“ auf der ibet 2017. In dieselbe Kerbe schlägt Prof. Dr. Frank Brettschneider, vom Institut für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Auch er hat insbesondere bei „Stuttgart 21“, eines der umstrittensten Infrastrukturprojekte in Deutschland, lehrreiche Erfahrungen gesammelt. Seine Ansicht: „Die systematische Planung der Kommunikation muss ein fester Bestandteil des Projektmanagements sein - von Anfang an!"

Veranstalter des alljährlich stattfindenden Impulsforums ibet ist die österreichische Kommunikationsberatung wikopreventk. Mitveranstalter und Partner der ibet 2017 sind das Land Vorarlberg, die Industriellenvereinigung Vorarlberg und die Wirtschaftskammer Vorarlberg.

  • Keynote-Speaker Prof. Dr. Frank Brettschneider, Leiter des Instituts für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim und Buchautor von „Stuttgart 21: Ein Großprojekt zwischen Protest und Akzeptanz“
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