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Vergangene Woche stellte die APG gemeinsame mit der Kanadischen Botschaft in Wien und dem ÖOC das Projekt Östereich-Haus vor. (im Bild von links: die kanadische Botschafterin Marie Gervais-Vidricaire, ÖOC-Präsident Leo Wallner und der Sprecher der APG, Reinhard Weiss.) Copyright: APG Austrian Passive House Group.

Vorarlberger und Tiroler Unternehmen bauen Passivhaus für Olympia 2010 in Kanada: Startschuss der Austrian Passive House Group für den nordamerikanischen Markt

07. Mai 2009 | 15:01 Autor: Pzwei. Vorarlberg
Das Österreich-Haus bei den Olympischen Spielen 2010 in Kanada wird ein Passivhaus. Gebaut wird es von zwei Vorarlberger Unternehmen, dem Passivhaus-Haustechnikspezialisten Drexel und Weiss, Sohm-Holzbautechnik, sowie dem Tiroler Fensterbauer Optiwin.

Projektinitiator Reinhard Weiss von Drexel und Weiss sieht das Projekt als Botschaft an Nordamerika, wie das Raumwärmeproblem gelöst werden kann. Für die Austrian Passive House Group (APG), zu der sich die drei Unternehmen zusammengeschlossen haben, soll das Österreich-Haus außerdem der Startschuss für den Eintritt in den nordamerikanischen Markt sein. 

Auf dem Gebiet des energieeffizienten Bauens ist Europa dem amerikanischen Kontinent haushoch überlegen. Während es in Europa bisher rund 17.000 Passivhäuser, davon allein 4.150 in Österreich gibt, bringt es Nordamerika höchstens auf 50 Häuser in Passivhausqualität. Das Österreich-Haus bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver und Whistler soll deshalb der Startschuss für eine umfangreiche Marketingaktion für das Passivhaus in Nordamerika sein.

Unterstützt wird die APG dabei maßgeblich von der Kanadischen Regierung und der Kanadischen Botschaft in Wien. „Im Moment exportieren wir unsere Technologie dorthin", sagt der Sprecher der APG und Initiator des Projekts, Reinhard Weiss von Drexel und Weiss in Wolfurt. „Langfristig wollen wir dort aber produzieren und werden deshalb auch Joint Ventures eingehen."

Österreich-Haus bleibt in Whistler
Das Vorzeigeprojekt für die Olympischen Spiele, das Österreich-Haus, wird von den Unternehmen der APG in Österreich produziert und in Containern im Juli 2009 nach Kanada transportiert. Aufgestellt wird das zweigeschossige Gebäude in ökologischer Holzbauweise in Zusammenarbeit mit der kanadischen Baufirma Dürfeld Log Construction im Zentrum von Whistler Village, nur knapp drei Gehminuten vom Medaillen-Zeremonienplatz entfernt. Die offizielle Eröffnung findet am 10. Februar 2010 statt.

Während der Olympischen Winterspiele und den anschließenden Paralympic Games werden das Österreichische Olympische Comité (ÖOC), der Österreichische Rundfunk (ORF) und die APG das Österreich-Haus gemeinsam nutzen. Erstmals wird das Österreich-Haus nach der Beendigung der Spiele nicht abgebaut, sondern bleibt am Schauplatz.

Passivhausforum im März 2010 in Whistler
Im März 2010 veranstaltet die APG im Österreich-Haus gemeinsam mit der Außenwirtschaft-Österreich (AWO) und dem Canada-Green-Building-Council aus Vancouver ein österreichisch-kanadisches Wirtschaftsforum mit Kontaktbörse und Passivhaus-Fachtagung. Anschließend übernimmt die Stadt Whistler das Gebäude und wird es als eine Art Destination von SOS-Kinderdörfern für Kinder zur Verfügung stellen.

Das Österreich-Haus kostet rund eine Million Euro. Finanziert wird es durch Sponsoren, die Gemeinde Whistler und dem ÖOC als Mieter.

  • Die kanadische Stadt Whistler ist gemeinsam mit Vancouver Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2010. Copyright: Tourism Whistler/Leanna Rathkelly.
    uploads/pics/Whistler_Village_1_.jpg
  • In der Nähe des Lost Lake am Rande von Whistler wird das Österreich-Haus gebaut. Copyright: Tourism Whistler/ Steve Rogers.
    uploads/pics/C0_Lost_Lake-0047_27708_1_.jpg

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