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Obmannwechsel: Markus Comploj (l.) folgt auf Wolfgang Beck (Foto: Sams)

Markus Comploj ist neuer Obmann der Vorarlberger Seilbahnen

20. April 2017 | 16:41 Autor: WK Vorarlberg Österreich, Vorarlberg

Dornbirn (A) Ing. Markus Comploj, neuer Fachgruppenobmann der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), präsentierte in Dornbirn die Zukunftspläne der Seilbahnen. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Destinationen, der Ausbau des Ganzjahrestourismus sowie die weitere Förderung des Skinachwuchses stehen im Fokus. Der scheidende Obmann Mag. Wolfgang Beck, der das Amt zwölf Jahre innehatte, übergibt am 20. April offiziell seine Agenden.

Markus Comploj (39), Geschäftsführer der Bergbahnen Brandnertal, tritt offiziell die Funktion des Fachgruppenobmanns der Seilbahnen Vorarlberg an. Er übernimmt damit die Agenden von Wolfgang Beck, der in zwölf Jahren als Obmann und 22 Jahren in der Fachgruppe eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit initiierte und für zahlreiche Projekte wie dem Ausbau der kostenlosen Schulskitage oder verstärkte Zusammenarbeit mit dem Tourismus verantwortlich zeichnete. Der neue Obmann Markus Comploj will noch intensiver an die Tourismusstrategie 2020 anknüpfen und gezielt auf die verstärkte Zusammenarbeit der Destinationen und Seilbahnen setzen. Auch zum Thema Skisport-Nachwuchsförderung plant Markus Comploj weitere Maßnahmen. Über das Engagement seines Nachfolgers zeigt sich Wolfgang Beck erfreut: „Mit Markus Comploj ist es uns gelungen, einen motivierten Branchenkenner mit authentischem Enthusiasmus und viel Biss zu gewinnen. Ihm gelingt es stets, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen.“

Kooperationen von Destinationen und Seilbahnen vertiefen
„Um langfristig Erfolge zu sichern, ist die Zusammenarbeit von Destinationen und Seilbahnen unverzichtbar. Die sehr erfreuliche Zunahme der Nächtigungs- und Besucherzahlen im Sommer zeigt, wie wichtig eine gemeinsame Linie ist, um die Attraktivität der einzelnen Regionen weiter zu steigern. Die Angebotserweiterungen der Seilbahnen bescheren auch den Destinationen mehr Gäste“, erläuterte Comploj und beschrieb eine der ersten Maßnahmen: „Mit dem neuen Projekt ‘Gastgeben auf Vorarlberger Art‘ wollen wir diese Symbiose der Destinationen und Seilbahnen weiter vertiefen.“ Auch im Bereich der Wintersport-Nachwuchsförderung führt der 39-Jährige die Arbeit seines Vorgängers weiter: „Mitte Mai planen wir einen Workshop, der sich mit diesem Thema beschäftigt.“ Als Geschäftsführer der Bergbahnen Brandnertal hat Comploj bereits mehrfach unter Beweis gestellt, dass er seine Pläne auch in die Tat umsetzt. Dank seines Engagements und der Kooperationen mit den Destinationen und Gemeinden verzeichnete das Brandnertal in den vergangenen Jahren Gästezuwachszahlen im zweistelligen Prozentbereich: „Die Errichtung des Bikeparks und der Ausbau der Themenwanderwege hat sich bestens bewährt – genauso wie die Erweiterung der Sommerbetriebszeiten unserer Bahnen“, bestätigt Comploj. „Immer mehr Seilbahnunternehmen erkennen das Potenzial im Sommer- bzw. Ganzjahrestourismus. Regionen, die den gemeinsamen Weg mit den Seilbahnen beschreiten, haben die Nase vorn. Denn von steigenden Nächtigungszahlen profitiert die gesamte Region – es kommt zu einer erhöhten Wertschöpfung durch Mehrausgaben der Gäste.“

Wintersport-Nachwuchsförderung und erzielte Erfolge
Mit den Resultaten seiner eigenen Tätigkeit als Fachgruppenobmann darf Wolfgang Beck zufrieden sein. In seine Verantwortung fällt unter anderem der Ausbau der Wintersportnachwuchsförderung. „Von ursprünglich 100 Klassen haben wir bei den kostenlosen Schulskitagen einen Anstieg um mehr als das Doppelte geschafft. Heuer nahmen 250 Klassen und rund 5.000 Kinder an der Aktion teil. Für viele Kinder ermöglichen wir damit einen unkomplizierten Einstieg in den Wintersport und in jedem Fall ein unvergessliches Erlebnis“, fasste Wolfgang Beck den Erfolg der Kampagne zusammen. Während seiner Zeit als Obmann hat Beck auch wesentlich an der digitalen Erfassung aller Pisten und Lifte in Vorarlberg mitgewirkt, die auf der Plattform von Vorarlberg Tourismus verfügbar sind und von namhaften Serviceanbietern wie der ADAC Skiguide-App oder Google Maps genutzt werden.

Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg
Die Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg vertritt die Interessen von 71 Mitgliedern und 45 Skigebieten. Vorarlbergweit sind 319 Bahnen und Lifte in Betrieb, die insgesamt 1.000 Pistenkilometer bedienen. Durchschnittlich sind rund 1.000 Mitarbeiter/innen und 15 Lehrlinge bei den Vorarlberger Seilbahnbetrieben beschäftigt. In der Wintersaison 2015/16 erwirtschafteten die Vorarlberger Seilbahnen einen Nettoumsatz von rund 142 Millionen Euro aus Personenbeförderung. In den nächsten fünf Jahren werden die Betriebe 320 Millionen Euro für bereits geplante Projekte investieren.

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