Markus Spiegel: Mehr als nur Freude am Fahren

Markus Spiegel: Mehr als nur Freude am Fahren
Betriebsleiter Markus Spiegel

Seit Mai präsentiert sich Unterberger Dornbirn – Vorarlbergs Hauptstandort von Unterberger Automobile – als das modernste BMW- und MINI-Autohaus Österreichs. Die in Kufstein beheimatete Unternehmensgruppe umfasst insgesamt 16 Standorte und zählt mit jährlich mehr als 7.300 verkauften Neu- und Gebrauchtwagen zu den größten Autohändlern Österreichs und Südbayern.
Im Interview erklärt Markus Spiegel, der 1979 seine Karriere als Kfz-Lehrling noch im Autohaus Schifferer begann und seit mittlerweile sieben Jahren die Betriebsleitung der drei Vorarlberger Unterberger-Niederlassungen innehat, warum sich der Fahrzeughandel verändern wird, was sich Kunden vom modernisierten Autohaus erwarten können und warum seine langjährige Betriebszugehörigkeit nicht nur mit der Freude am Fahren zu tun hat.


Herr Spiegel, wie geht es der Automobilbranche? Einerseits ist sie durch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise ins Wanken gekommen. Andererseits hieß es letzthin, dass der globale Autoabsatz 2014 und 2015 im Schnitt um rund zehn Prozent auf 77,2 Millionen PKWs wachsen wird.
Ich denke, dass die heimische Branche derzeit auf einem hohen Niveau stagniert. Allerdings ist es heuer sicherlich schwierig, die Entwicklung abzuschätzen, denn die Anhebungen der NoVA und der Kfz-Steuer werden den Absatz wohl etwas verfälschen (Anm.: Seit 1. März 2014 gilt – vereinfacht gesagt: je mehr PS, desto teurer! Viele Österreicher haben daher noch in den ersten beiden Monaten des Jahres ein neues Auto gekauft; insbesondere bei Kompaktwagen und SUV wurde eine größere Nachfrage verzeichnet). Bislang bzw. in den ersten beiden Quartal des heurigen Jahrs sind wir jedoch gut gefahren und ich gehe davon aus, dass die von uns anvisierten Ziele bis Ende des Jahres realistisch sind.
Abgesehen davon bin ich aber der Meinung, dass es im Fahrzeughandel generell Veränderungen geben wird: Beispielsweise werden sogenannte Drive-Now-Konzepte bzw. Carshing, also Fahrzeuge auf Abruf, zunehmen – insbesondere in städtischen Regionen. Im Segment „Privatfahrzeuge“ sind die Verkäufe etwas rückläufig, während der Unternehmensbereich und das Flottengeschäft ausgezeichnet laufen. Der Wirtschaft geht es also durchaus gut.

Und welche Rolle werden ökologische Antriebe spielen? Fahren wir bald alle ein Elektroauto oder ein Hybrid-Modell?
Na ja, nicht jeder wird elektrisch fahren, aber der Anteil der reinen Elektroautos wird definitiv höher werden. Und im Zuge der Verbrauchsoptimierungen werden außerdem mehr Hybridmodelle kommen. Das ist in der heutigen Zeit auch notwendig, nicht nur wegen der NoVA-Erhöhung. Die Hersteller haben bereits in den letzten Jahren intensiv daran gearbeitet, die Schadstoffwerte zu drücken. Nachdem die Steuern nun angepasst wurden, werden sie wieder versuchen, die Werte zu drücken. Trotzdem wird sich der rein elektrische Antrieb vorerst wohl nur im städtischen Bereich durchsetzen. Aber man weiß natürlich nie, was noch alles kommen wird.

Es braucht also Steuern, damit Schadstoffe verringert werden?
Nun, jeder will mobil sein und das Auto ist nach wie vor ein Synonym für Mobilität – daran wird sich nichts ändern. Dass gleichzeitig die Umweltverschmutzung ein Thema ist, ist gar keine Frage, wobei wir hierzulande sicherlich noch weniger damit zu kämpfen haben, als in großen Weltstädten, wie Shanghai, New York usw. Und was die Steuern angeht: Wären die Hersteller schon vor zehn, 20 Jahren durch die Politik in diese Richtung geschoben worden, wären wir heute zweifellos deutlich weiter.

Unterberger Automobile hat gerade drei Millionen in den Vorarlberger Hauptstandort Dornbirn investiert und diesen zum modernsten BMW- und MINI-Autohaus Österreichs ausgebaut. Entschuldigen Sie die Frage, aber warum gerade der Vorarlberger Standort? Ich meine, warum nicht Kufstein, also der Hauptsitz der Unterberger Gruppe?
Wir sind lediglich der erste Standort, denn derzeit werden alle Unterberger-Filialen an die Konzernvorgaben im Hinblick auf die Corporate Identity angepasst. Warum wir die ersten sind, hatte einen ganz simplen Grund: Wir waren von den Kapazitäten her schlichtweg am Ende und eine Erweiterung des Bestandswerkstätte war dringend notwendig. Mit zusätzlich 1.300 Quadratmetern Nutzfläche sind wir nun bestens aufgestellt.

Und was hat es mit diesen neusten Corporate Identity Vorgaben von BMW auf sich?
Im Hinblick auf die Standorte geht es um ein einheitliches Erscheinungsbild nach außen. Das heißt: Durch bestimmte Böden, Farben, Möbel und ähnlichem soll das Image von BMW durchgängig nach außen getragen werden. Die Kunden sollen immer dasselbe Kauferlebnis haben – egal, an welchem Standort sie sich gerade befinden. Neben dem neuen MINI-Salon mit 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche, wurde auch der bestehende Schauraum komplett neu und kundenfreundlich gestaltet.

Stichwort kundenfreundlich: Was kann sich der Kunde erwarten?
Der Kundenbereich bietet nun noch mehr Lounge-Atmosphäre, als dieser ohnehin schon hatte. Vor allem im Hinblick auf die technischen Features wurde selbstverständlich alles in Richtung Zukunft ausgerichtet. So kann der Verkaufsberater nun gemeinsam mit dem Kunden das Fahrzeug auf dem iPad konfigurieren, während das Ergebnis, also das Fahrzeug innen und außen sowie bei Tag und bei Nacht, auf einem 47-Zoll großen Flachbildschirm dreidimensional visualisiert wird – um nur ein Beispiel der Modernisierungsmaßnahmen zu nennen, die von neuen Böden und Möbeln bis eben hin zu neuen Werks- und Schauräumen reichen.

Sie selbst haben ja auch schon einige Erneuerungen und Änderungen erlebt: Schließlich haben Sie Ihre Karriere meines Wissen als Kfz-Lehrling begonnen...
(Lacht) Stimmt: Ich habe 1979 eine Mechaniker- und Spengler-Lehre im Autohaus Armin Schifferer begonnen und Mitte der 1990er-Jahre ebendort meine Meisterprüfung abgelegt. Ich war danach viele Jahre als Meister und Serviceleiter tätig, bevor ich 2007 die Betriebsleitung übernommen habe (Anm.: Die Tiroler BMW-Gruppe Unterberger beteiligte sich 2003 am Dornbirner Autohaus Armin Schifferer).

Ein Leben für BMW sozusagen?
In gewisser Weise ja. Immerhin ist BMW ganz klar ein absolutes Top-Produkt und ich fahre mit voller Überzeugung seit Jahren selbst nur BMW. Abgesehen davon macht es sicherlich mehr Spaß mit den Marken aus dem Hause BMW zu arbeiten als mit anderen.
Unterm Strich muss ich aber auch sagen, dass es nicht nur die Marke allein ist, sondern dass das große Ganze den Ausschlag gegeben hat und nach wie vor gibt, warum ich mich bei meiner Arbeit derart wohl fühle. Das hat schon unter der Familie Schifferer angefangen und daran hat sich bis heute nichts geändert. Dass ich diesem Betrieb seit gut 35 Jahren die Treue halte, hat mit den Inhabern zu tun, mit den Vorgesetzten, genauso wie mit meinen Mitarbeitern. Es kommt auf die Menschen an, mit denen man tagtäglich zusammenarbeitet, und auf das Klima. Diese Dinge sind ausschlaggebend – die Marke selbst ist sozusagen mehr das Tüpfelchen auf dem i.

Factbox
Markus Spiegel (Jahrgang 1964)

  • Betriebsleiter von Unterberger Dornbirn sowie der Salespoints in Bregenz und Feldkirch (www.unterberger.cc)  
  • Gelernter Kfz-Mechaniker
  • Hobbys: Motorradfahren, Wandern und seine Familie
  • Verheiratet, zwei Kinder
  • Lebt in Dornbirn

 

BMW Unterberger Automobile GmbH & Co KG | Dornbirn

  Stiglingen 75, 6850 Dornbirn
  Österreich
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  [email protected]
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