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2. Energieeffizienz-Netzwerk Vorarlberg - Zusammenschluss von elf Unternehmen

27. Mai 2014 | 13:07 Autor: illwerke vkw Vorarlberg

Bregenz (A) Basierend auf in Deutschland und der Schweiz gemachten Erfahrungen haben sich bereits 2012 zwölf Vorarlberger Unternehmen zum damals ersten Energieeffizienz-Netzwerk Österreichs zusammengetan, mit dem Ziel, die Energieeffizienz deutlich zu steigern, dadurch den Energieverbrauch zu senken und die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern.

Nach einer intensiven Monitorings- und Analysephase wurden nach dem ersten von drei Projektjahren verbindliche Ziele für das Netzwerk vereinbart. Gemeinsam will man – bezogen auf das Bezugsjahr für die Analyse 2011 – bis Ende 2014 insgesamt sechs Prozent Energie einsparen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 12. Juni 2013 von allen Netzwerkpartnern unterzeichnet. Im Mai 2014 startet nun das bereits zweite energieeffiziente Netzwerk Österreichs – wiederum in Vorarlberg.
 
Professionelle Begleitung durch VKW
„Im Vergleich zu den anderen Bundesländern bewegen sich die Vorarlberger Unternehmen im Bereich Energieeffizienz bereits auf einem sehr hohen Niveau. Umso mehr macht es uns stolz, dass wir unsere Spitzenposition durch solche Initiativen sogar noch weiter ausbauen können“, so illwerke vkw Vorstandsmitglied DI Helmut Mennel. „Um ein möglichst hohes Einsparungspotenzial zu identifizieren, erhalten alle Unternehmen des Netzwerks eine professionelle und individuell zugeschnittene Initialberatung und profitieren vom praxisorientierten Erfahrungsaustausch und fundierten Expertenvorträgen. Auch die umfangreichen Er-kenntnisse des ersten Netzwerks fließen in das Angebot ein. Mittels des begleitenden wissenschaftlichen Monitorings sollen die erzielten Erfolge erfasst und eine neutrale Bewertung der erreichten Kosteneinsparungen und vermiedenen Treibhausgas-Emissionen gewährleistet werden“, so Mennel.  
 
Grundlage für die angestrebten Energieeinsparungen ist laut Mennel ein in den letzten Jahren entwickeltes und erprobtes Managementsystem für Lernende Energieeffizienz-Netzwerke (LEEN®), das bereits in etlichen Netzwerken in Deutschland sowie im ersten Netzwerk in Vorarlberg erfolgreich eingesetzt wurde.  
 
„Direktive Maßnahmen der falsche Weg“  
„Im Rahmen des 1. Netzwerks haben die teilnehmenden Betriebe bereits aufgezeigt, dass Effi-zienzverbesserungen durch Eigeninitiativen möglich sind. Das 2. Netzwerk bestätigt, dass seitens der Unternehmen ein Bedarf gerade für diese Art der Zusammenarbeit besteht. Und so beweisen Top-Unternehmen des Landes einmal mehr auf eindrucksvolle Art, wie die Herausforderungen im Bereich Energie auch ohne Zuruf der Politik in Angriff genommen werden können.
 
Direktive Maßnahmen und ein zu enges ordnungsrechtliches Korsett sind der falsche Weg, um energieeffizientes Wirtschaften zu gewährleisten. Vielmehr wird klar, dass eine Reihe freiwillig gesetzter Maßnahmen der Unternehmen ausschlaggebend für die Steigerung der Energieeffizienz in unserem Land ist.  
 
Das belegen auch aktuelle Zahlen. Die Produktivität ist in den letzten Jahren stärker gestiegen als der Energieverbrauch. Die Erkenntnis: Ein verantwortungsvoller und betriebswirtschaftlich sinnvoller Umgang mit Energie kann auf ungezwungener Basis bestens funktionieren und Effizienzsteigerungen lassen sich auch ohne unnötige bürokratische Auflagen erreichen“, so Dr. Helmut Steurer, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg.  
 
Wissenschaftliche Unterstützung
„Die Idee des „Voneinander Lernens“ wird in unseren Netzwerken in Deutschland bereits aktiv gelebt und führt letztlich dazu, dass konkret innerhalb kurzer Zeit mehr Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden. Zu Beginn werden Maßnahmen identifiziert, energetisch und wirtschaftlich bewertet und anschließend priorisiert. Darüber hinaus begleiten wir die Unternehmen bei der Realisierung. Das „Voneinander Lernen“ über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren ist eine der besten Möglichkeiten der Fortbildung im Bereich der Energieeinsparung sowie der Energieeffizienzsteigerung“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch, Geschäftsführer der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. in München. Erfahrungen in Deutschland zeigen, dass dadurch die jährliche Energieeffizienzsteigerung verdoppelt bis verdreifacht wird.  
 
„Wir danken den Initiatoren, dass wir auch das zweite Energieeffizienz-Netzwerk Vorarlberg als energietechnische Berater unterstützen dürfen. Im 1. Energieeffizienz-Netzwerk Vorarlberg, das 2012 gestartet ist, standen wir anfangs vor keiner leichten Aufgabe, da die Unternehmen bereits sehr energiebewusst gewirtschaftet haben. Trotzdem haben es die Energieverantwortlichen der teilnehmenden Unternehmen geschafft, bereits im ersten Jahr eine Energieeffizienzsteigerung von gut zwei Prozent zu erreichen. Dies ist mehr als doppelt soviel, wie die österreichische Industrie im Mittel erreicht. Wir werden unser Bestes dazu beitragen, dass auch dieses zweite Vorarlberger Energieeffizienz-Netzwerk so erfolgreich wird“, so Mauch abschließend. Weitere Informationen: www.energieeffizienznetzwerk.at   
 
Folgende Unternehmen nehmen am 2. Energieeffizienz-Netzwerk Vorarlberg teil:
1. ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG
2. Julius Blum GmbH
3. Collini GmbH
4. Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus GmbH
5. HAWE Hydraulik SE (Deutschland)
6. PAWAG Verpackungen GmbH
7. RATT GmbH
8. Sapa Extrusion Nenzing GmbH  
9. Vorarlberg Milch eGen  
10. Wolford AG
11. Zumtobel Lighting GmbH

    vkw illwerke | Vorarlberger Kraftwerke AG

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