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Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender Raiffeisenlandesbank Vorarlberg

Allmeinde Vorarlberg auf der Herbstmesse

30. August 2012 | 11:09 Autor: Raiffeisen Vorarlberg Vorarlberg

Bregenz (A) Praktisch, innovativ und alles andere als angestaubt: Auf Initiative der Vorarlberger Raiffeisenbanken wurde das Projekt „Allmeinde Vorarlberg“ (Buch und Filmdokumentation) realisiert, das die Geschichte und Zukunft von Genossenschaften beleuchtet. Zudem stellen sich in Halle 3 auch der Raiffeisen Revisionsverband und verschiedenste Genossenschaftsvertreter vor.

Als Allmeinde wurde und wird eine gemeinsame Weidefläche bezeichnet und bedeutet, dass sie allen Gemeindemitgliedern (All-Gemeinde) zur Nutzung nach bestimmten Regeln offen stand. Das Projekt ist angesichts des internationalen UN-Jahres der Genossenschaften aber weit mehr. „Allmeinde Vorarlberg“ hat als Ziel, das genossenschaftliche Image zurückzuholen. Es geht darum, dass Bewusstsein einer breiten Masse, die darunter lange Jahre etwas Überkommenes, mitunter sogar Verstaubtes verband zu stärken. Denn in wirtschaftlich angespannten Zeiten gewinnt das Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen noch mehr an Bedeutung: „Was dem einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“

Das Prinzip lebt nicht nur, es blüht. Das Projekt von Rita Bertolini (Autorin) und Frank Mätzler (Regisseur) soll – auch als Denkanstoß – mehrerlei bewirken: Die Vergangenheit respektvoll würdigen, aber auch davon berichten, wie sehr sich die genossenschaftliche Wirklichkeit in den letzten Dekaden, speziell Jahren modernisiert hat. Auf rund 400 Seiten werden im Buch über 30 heimische Genossenschaften inkl. dazugehörigen Wanderwegen und –tipps in beeindruckenden Bildern vorgestellt – vom Alphornmacher, der Dirndlnäherin bis zum Schuh- und Schindelmacher. Eine besondere Form der heute genutzten Allmenden sind die Wanderwege. Die alpine Wegefreiheit hat sich aus der Allmendfreiheit des Mittelalters entwickelt.

Sie sicherte vor allem die verkehrsmäßige Verknüpfung des Dorfes mit entlegenen Vorsäßen und Alpen und basiert vielfach auf genossenschaftlichem Miteinander. Wie in einem Quergang beim Bergsteigen nicht senkrecht nach oben geklettert, sondern von links nach rechts traversiert wird, so führen auf diesen Wanderungen im Buch Querverbindungen zurück zu den einzelnen Themen: etwa zur Bringungs-Genossenschaft Ippachwald im Hofsteiggebiet, zur Alpe Sera, wo die Bio-Alp-Schweine der Bio Vorarlberg Genossenschaft gesömmert werden, oder ins Montafon zu den Jagdgenossen.

Weiters wird auch auf die historischen Allmeinden, Gemeinsinn, Ressourcen wie Wassergenossenschaften, Allmeingut wie Essen, Wissen usw. eingegangen.
„Allmeinde Vorarlberg“ wird als Buch mit beigelegter DVD Ende Oktober im Buchhandel erscheinen.

Factbox Allmeinde Vorarlberg – das Buch
- 416 Seiten
- 450 eigens dafür aufgenommene, noch nie veröffentliche Fotografien
- Vorstellung von über 30 Genossenschaften inkl. Wandertipps
- Fachkundige Beiträge der Ko-Autoren Silke Helfrich, Simone Drechsel, Iain Macdonald, Michael Hausenblas, Meinrad Pichler, Hildegard Breiner, Bernhard Tschofen und Rudolf Berchtel

Zitat
„Mit ,Allmeinde Vorarlberg‘ entsteht zum ersten Mal ein Werk, dass die wunderbare Vielfalt und die Bedeutung unserer Genossenschaften beleuchtet. Es zeigt, welch große Bedeutung die Kraft des gemeinsamen Tuns für fast jeden von uns in Vorarlberg hat.“
Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender Raiffeisenlandesbank Vorarlberg

5. bis 9. September 2012
Halle 3, Stand 37

  • „witus“-Genossenschafts-Mitglied Pius Feurstein in dem Genossenschafts Vorsäß Schönnenbach.
    uploads/pics/witus.jpg
  • Bio-Alp-Schweine der Bio-Genossenschaft auf der Alpe Sera.
    uploads/pics/BIO_Alpschwein_3727.jpg

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