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AMS Vorarlberg Ausblick 2017 - positive wirtschaftliche Entwicklung

23. Jänner 2017 | 12:10 Autor: AMS Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Bregenz (A) Laut Synthesis steigen die Beschäftigungsverhältnisse 2017 in Vorarlberg zum Vorjahr um 2.200 (+1,4 Prozent). Trotz der positiven Entwicklung gehen die Prognosen davon aus, dass das Angebot an Arbeitskräften 2017 stärker wachsen wird als die Nachfrage. Synthesis rechnet mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit um rund 2 Prozent (+200 Personen).

Auch dieses Jahr wird es die Altersgruppe der über 55-Jährigen sein, für die sich der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt besonders schwierig gestalten wird. Aber auch junge Menschen, die direkt nach dem Schulabschluss noch über keine berufliche Praxis verfügen, brauchen nicht selten Unterstützung, um einen guten Einstieg in ihr Berufsleben zu finden. Der Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften wird weiter steigt, während Geringqualifizierte immer weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben werden. Zudem werden mehr anerkannte Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt eintreten, die erst nach längerer Aus- und Weiterbildung als Fachkräfte eingesetzt werden können.

Arbeitsmarktpolitische Ziele und Strategien
Die arbeitsmarktpolitischen Zielen 2017 konzentrieren sich wie im Vorjahr auf die Arbeitsaufnahme von Personen über 45 Jahre, die Verhinderung von Langzeitarbeitslosigkeit bei Jugendlichen unter 25 Jahre sowie die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Personen mit Migrationshintergrund. Die Strategien zur Zielerreichung beinhalten Angebote, welche der Verfestigung von Arbeitslosigkeit entgegenwirken, Aktivitäten zur Steigerung der Schulungseffektivität, ausgewogene Förderangebote für Frauen und Personen mit Migrationshintergrund sowie die Sicherstellung der Stellenmeldungen beim AMS.

Schwerpunkt „Qualifizierung vor Vermittlung“ bei Jugendlichen bis 25 Jahre
Mit der Ausbildungspflicht bis 18 und der Ausbildungsgarantie bis 25 Jahre startet 2017 die größte Ausbildungsinitiative des AMS. Für Jugendliche mit maximal Pflichtschulabschluss gilt „Qualifizierung vor Vermittlung“. Mit dieser strategischen Neuausrichtung verbessern wir langfristig die Arbeitsmarktperspektiven der Jugendlichen. Eine gute Ausbildung bringt nachhaltig  bessere Perspektiven für das gesamte Berufsleben.

Über unterschiedliche Förderangebote wie Lehrstellenförderung, arbeitsplatznahe Qualifizierung, Implacement-Stiftungen oder Förderung der Kurskosten für Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung kann die Lehrausbildung in Betrieben oder in überbetrieblichen Ausbildungsstätten nachgeholt werden.
„Wie wichtig eine formale Ausbildung ist, zeigt sich am unterschiedlichen Risiko, arbeitslos zu werden“, betont Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter, „Arbeitskräfte mit maximal Pflichtschulabschluss haben ein dreifach höheres Arbeitslosigkeitsrisiko.“ Die Arbeitslosenquote im Dezember 2016 lag bei Personen mit maximal Pflichtschulabschluss bei 15,2 Prozent und bei Personen mit Lehrausbildung bei 5,2 Prozent.

42 Millionen Euro für aktive Arbeitsmarktpolitik
Dem AMS Vorarlberg stehen für das Jahr 2017 insgesamt 42,757 Millionen Euro für die aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung. Somit werden voraussichtlich rund 18.600 Personen (arbeitslose Menschen und Beschäftigte) in arbeitsmarktpolitische Aktivitäten einbezogen. Seitens des Landes Vorarlberg gibt es eine Zusage für zusätzliche Fördergelder in Höhe von 5,9 Millionen Euro für gemeinsame arbeitsmarktpolitische Projekte, plus 2,7 Millionen Euro für Projekte, die ausschließlich das Land unterstützt. Die Förderschwerpunkte richten sich nach den arbeitsmarktpolitischen Zielen (Personen über 45 Jahre, Jugendliche unter 25 Jahre, Personen mit Migrationshintergrund) und beinhalten vor allem Qualifizierungsmodelle. Rund 50 Prozent des gesamten Budgets wird für Qualifizierungen verwendet.

9,7 Millionen für die Förderung von Jugendlichen
Für Jugendliche stehen im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik rund 9,7 Millionen Euro zur Verfügung. Das sind 23 Prozent des Gesamtbudgets, das für Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote für mehr als 3500 Jugendliche zur Verfügung steht.

    AMS Arbeitsmarktservice Vorarlberg, Bregenz

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