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AMS Vorarlberg: Deutlich weniger Jobsuchende und fast ein Drittel mehr Stellenangebote

01. September 2016 | 16:44 Autor: AMS Vorarlberg Vorarlberg

Bregenz (A) Deutlich weniger Jobsuchende und fast ein Drittel mehr Stellenangebote in Vorarlberg als im Vorjahr. Diese Entwicklung deutet doch eine Trendwende am Arbeitsmarkt an. Ende August waren bei den Geschäftsstellen des Vorarlberger Arbeitsmarktservice 9.615 Personen arbeitslos vorgemerkt, weitere 1.802 nehmen an diversen Schulungsprogrammen teil.

Die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten hat um 296 (-3,0%), die Zahl der Schulungsteilnehmer um 57 (-3,1%) abgenommen. Insgesamt sind damit 11.417 Menschen auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, um 353 (-3,0%) weniger als im August des Vorjahres. 951 von ihnen haben aber bereits eine fixe Einstellzusage in der Tasche.

Mit einem Rückgang der Zahl der Jobsuchenden um 3,0% liegt Vorarlberg nach Tirol (-6,1%) und Salzburg (-3,5%) wieder günstig im Bundesländervergleich. Aber auch Kärnten (-2,6%),  die Steiermark (-1,7%) und Oberösterreich (-0,1%) konnten einen Rückgang an Arbeitsuchenden verbuchen. Im Burgenland (+2,1%), in Niederösterreich (+3,1%) und in Wien (+3,8%) ist die Arbeitslosigkeit dagegen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal angestiegen. Bundesweit hat die Zahl der Jobsuchenden (arbeitslos Vorgemerkte und Schulungsteilnehmer/innen zusammengenommen) um 4.039 (+1,0%) auf 384.585 zugenommen. Die Arbeitslosenquote (Schulungsteilnehmer/innen sind in dieser Quote nicht berücksichtigt) liegt bundesweit aktuell bei 8,3%, für Vorarlberg lediglich bei 5,7%.

In den Altersgruppen der 20-55-Jährigen ist die Zahl der Stellensuchenden gegenüber dem Vorjahr mit durchschnittlich -5,5% stark zurückgegangen. Trotz der jetzt günstigeren Voraussetzungen am Vorarlberger Arbeitsmarkt tun sich aber die ganz Jungen und die Arbeitsuchenden über 55 immer noch schwer, adäquate Jobs zu finden. Bei den unter 20-Jährigen sind aktuell 43 mehr (+6,8%) auf Jobsuche als im Vorjahr, und bei den über 55-Jährigen sind jetzt 140 Menschen mehr auf Jobsuche als im August 2015. Die insgesamt günstige Entwicklung des Vorarlberger Arbeitsmarktes hat auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der über 55-Jährigen positiv beeinflusst. Trotzdem musste das AMS auch im August bei den 55-60-Jährigen noch einmal einen Anstieg der Jobsuchenden um 8,6% verzeichnen und in der Altersgruppe der über 60-Jährigen sogar um 13,7%. Die zur Erleichterung der Einstellung älterer Arbeitsloser und von Jobsuchenden mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen vom AMS eingesetzten Eingliederungsbeihilfen haben mitgeholfen, die Arbeitsmarktchancen von Personen gerade im fortgeschrittenen Alter zu verbessern. AMS-Landesgeschäftsführer Anton Strini setzt deshalb weiter auf dieses bewährte Förderinstrument. Im-merhin jeder vierte Arbeitsuchende in Vorarlberg kämpft mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen.

Mit 2.875 Neuzugängen in die Arbeitslosigkeit im August 2016 war der Zustrom in die Arbeitslosigkeit nicht mehr so stark (-151 bzw. -5,0%) wie im August des Vorjahres, und mit 2.690 hielten sich die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit genau auf dem Niveau des August 2015. Die durchschnittliche Vormerkdauer ist mit jetzt 137 Kalendertagen um 9 Tage länger als im Vorjahr.

In den Bauberufen (-40 bzw. -11,3%), in den Verkehrs- (-32 bzw. -10,4%) und Fremdenverkehrsberufen (-94 bzw. -10,9%), in den Technikerberufen (-35 bzw. -9,4%), in den Büroberufen (-69 bzw. -4,8%) und in den Lehr- und Kulturberufen (-31 bzw. -7,1%) hat die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich stark abgenommen. Geringfügig zugenommen hat die Arbeitslosigkeit dagegen in den Handelsberufen und bei den Friseuren und wieder in den Hilfsberufen.

Das Service für Unternehmen im AMS Vorarlberg konnte im August 2016 insgesamt 2.728 neue Stellenangebote akquirieren und 1.962 Vermittlungsaufträge abschließen. Ende August standen mit 2.276 sofort verfügbaren Stellenangeboten um 513 (+29,1%) mehr Jobangebote zur Verfügung als im Vorjahr. Dieses Plus ergab sich im Wesentlichen in den Metall- und Elektroberufen (+92 bzw. +27,4%), in den Bauberufen (+47 bzw. +21,6%), in den Fremdenverkehrsberufen (+61 bzw. +30,2%) und in den Gesundheitsberufen (+34zw. +58,6%). Auch Stellenangebote in Hilfsberufen wurden wieder deutlich stärker als im Vorjahr angeboten.

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist mit 308 (177 Burschen, 131 Mädchen) um 41 bzw. 29,1% höher als im August des Vorjahres, aber auch das Angebot an sofort verfügbaren Ausbildungsplätzen ist mit aktuell 142 um 24 bzw. 20,3% höher als im Vorjahr. Nicht wenige der vorgemerkten Lehrstellensuchenden haben bereits Ausbildungsversuche hinter sich und versuchen hier einen Neustart. Schulschwächen und zum Teil auch Sprachbarrieren – etwa jeder zehnte Lehrstellensuchende in Vorarlberg ist ein Konventionsflüchtling - schmälern oft die Chancen auf einen Ausbildungsplatz.
Das AMS hat deshalb die einschlägigen Schulungsangebote ausgebaut und gemeinsam mit dem Land Vorarlberg auch die Zahl der Ausbildungsplätze im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum Vorarlberg noch einmal aufgestockt.

    AMS Arbeitsmarktservice Vorarlberg, Bregenz

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