< Zurück zur Übersicht

Anton Strini, Landes-geschäftsführer AMS Vorarlberg (Foto: AMS Vorarlberg)

AMS Vorarlberg präsentiert arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für 2016

26. Jänner 2016 | 12:03 Autor: AMS Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Bregenz (A) Im Rückblick auf 2015 hat die Zahl der unselbständig Beschäftigten im Jahresdurchschnitt um 1,7% zugenommen, die Zahl der Jobsuchenden (arbeitslos Vorgemerkte und Schulungsteilnehmer/innen zusammengenommen) um 1,8%. 34.153 Personen waren 2015 in Vorarlberg zumindest einmal von Arbeitslosigkeit betroffen. 2.439 meist Jugendliche haben sich beim AMS Lehrstellen suchend vormerken lassen. Das Service für Unternehmen konnte 2015 insgesamt 22.310 Stellenangebote und weitere 2.949 Ausbildungsplätze akquirieren.

Während die Zahl der Jobsuchenden im Bundesdurchschnitt 6,3% betragen hat, musste Vorarlberg lediglich ein Plus von 1,8% hinnehmen. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,1% im Jahresdurchschnitt stellte sich die Arbeitsmarktsituation insgesamt in Vorarlberg wieder deutlich günstiger dar als im Bundesdurchschnitt mit 9,1%.

Ausblick auf 2016
Alle vorliegenden Prognosen für das 2016 gehen davon aus, dass die Zahl der Jobsuchenden auch in Vorarlberg noch einmal ansteigen wird. Trotz weiter steigender Beschäftigungsverhältnisse um etwa 1,7% wird aufgrund des 2016 noch einmal stark zunehmenden Arbeitskräfteangebots ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit um bis zu 500 Personen erwartet. Es sind gerade Menschen im fortgeschrittenen Alter, die Barrieren gegenüberstehen, die ihnen den Wiedereintritt ins Berufsleben oft ausgesprochen schwer machen. Die Altersgruppe der über 55-Jährigen spürt diese Probleme ganz besonders. Aber auch die ganz Jungen, die direkt nach dem Schulabschluss noch über keine berufliche Praxis verfügen, brauchen Unterstützung, um einen guten Einstieg am Arbeitsmarkt und damit ins Leben zu finden. Der Trend, dass der Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften weiter steigt, während Geringqualifizierte immer weniger nachgefragt werden, wird auch 2016 anhalten und damit Qualifizierungsaktivitäten einfordern, und mit der aktuellen Flüchtlingssituation entsteht eine nicht einfache zusätzliche Aufgabe für das Arbeitsmarktservice.

Mehr als € 50,5 Mio. für die aktive Arbeitsmarktpolitik
Das Arbeitsmarktservice Vorarlberg verfügt im Jahr 2016 über insgesamt EUR 42,529 Mio. für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Damit stehen rund € 2,000 Mio. mehr zur Verfügung als im Jahr 2015 in diesem Bereich zur Auszahlung gekommen sind. Zusätzlich dürfte auch das Land Vorarlberg wieder rund 8,000 Mio. € für gemeinsame arbeitsmarktpolitische Projekte zur Verfügung stellen. Die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Strategische Schwerpunkte

  • Kund/innen- und Serviceorientierung
  • Vermittlung als gemeinsamer Prozess von Service für Arbeitsuchende und Service für Unternehmen
  • Passgenauer und arbeitsmarktwirksamer Einsatz arbeitsmarktpolitischer Angebote

Arbeitsmarktpolitische Ziele

  • Angebote setzen, um der Verfestigung von Arbeitslosigkeit und dem dauerhaften Ausschluss aus dem Erwerbsleben entgegenwirken
  • Effektivität von AMS-Schulungsmaßnahmen sicherstellen
  • Verbesserung der Arbeitsmarktchancen für Frauen und für Personen mit Migrationshintergrund durch adäquate Förderangebote
  • Sicherung der Einschaltung des AMS am Stellenmarkt

Über 21.500 Förderfälle
Bei steigender Arbeitslosigkeit insbesondere bei Personen mit niedriger beruflicher Qualifikation und gleichzeitigem Mangel an Fachkräften forciert das AMS die Qualifizierungsförderung von arbeitslos vorgemerkten Personen und von Beschäftigten. Berufliche Weiterbildungsangebote insbesondere für Frauen, Jugendliche, Ältere und Personen mit Migrationshintergrund bilden einen Schwerpunkt der Planungen für 2016. Mit unseren Beschäftigungsmaßnahmen in -projekten und im Rahmen der befristeten Übernahme von Lohnkosten bei Unternehmen verbessern wir die Einstellchancen für Personen, die seit längerer Zeit erfolglos auf Arbeitsuche sind. Unsere Planungen sehen vor, rund EUR 13,2 Mio. für Beschäftigungs-, rund EUR 22,6 Mio. in Qualifizierungs- und rund EUR 6,0 Mio. in Unterstützungsmaßnahmen zu investieren. Mit mehr als 21.500 Förderfällen werden wir im Jahr 2016 rund 13.000 Personen in arbeitsmarktpolitische Interventionen einbeziehen.

    AMS Arbeitsmarktservice Vorarlberg, Bregenz

    Rheinstr. 33, 6901 Bregenz
    Österreich
    +43 5574 691-0
    [email protected]ams.at
    www.ams.at

    Details


    < Zurück zur Übersicht