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Bernhard Bereuter, Landesgeschäftsführer des AMS Vorarlberg, und Stellvertreterin, Mag. Katharina Neuhofer. (Foto: AMS)

AMS Vorarlberg präsentiert arbeitsmarktpolitisches Programm und Ziele für 2020

28. Jänner 2020 | 11:45 Autor: AMS Vorarlberg

Bregenz (A) In einer Pressekonferenz des AMS Vorarlberg zum arbeitsmarktpolitischen Programm 2020 informierten Bernhard Bereuter, Landesgeschäftsführer des AMS Vorarlberg, sowie seine Stellvertreterin, Mag. Katharina Neuhofer über die Schwerpunkte, Zielsetzungen und Budgetverteilung.

Dem AMS Vorarlberg stehen für das Jahr 2020 insgesamt 37,4 Millionen Euro für die aktive Arbeitsmarktpolitik in den Bereichen „Beschäftigung“, „Qualifizierung“ und „Unterstützung“ zur Verfügung. „Mit den finanziellen Mitteln werden voraussichtlich etwa 16.500 Personen in arbeitsmarktpolitische Aktivitäten einbezogen“, erklärt Bereuter. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Budget für die aktive Arbeitsmarktpolitik um 2,1 Millionen reduziert. Die Reduktion ist auf das Ende der Aktion 20.000 mit 30. Juni 2019 zurückzuführen.

Mit März 2020 wird das neue Arbeitsmarktchancen-Assistenz-System (AMAS) zum Einsatz kommen. Es berechnet die Arbeitsmarktchancen von Kundinnen und Kunden des AMS anhand von persönlichen Arbeitsmarktdaten. „Mit dem neuen System werden Arbeitsuchende künftig effektiver beraten, vermittelt und gefördert. Dadurch sollen die arbeitsmarktpolitischen Ziele besser erreicht und die Arbeitslosenquote, trotz der schwächeren Wirtschaftskonjunktur, auf ähnlich konstantem Niveau gehalten werden“, so Bereuter.  

Bei Arbeitsuchenden mit hohen Arbeitsmarktchancen stehen die Aktivierung des Selbsthilfepotenzials sowie die Eigeninitiative im Vordergrund. Bei Arbeitsuchenden mit mittleren Arbeitsmarktchancen liegt das Augenmerk auf der Vermittlung von passenden Stellenangeboten sowie Aktivitäten im Rahmen einer Early-Intervention-Strategie. Hier werden frühzeitig arbeitsmarktpolitische Unterstützungsmöglichkeiten geklärt und Vorgehensweisen vereinbart, die eine rasche Vermittlung in den Arbeitsmarkt ermöglichen.

Für Arbeitsuchenden mit geringen Arbeitsmarktchancen wurde ein Modell zur stufenweisen Integration entwickelt. Eine Betreuungs- und Beratungseinrichtung dient dabei als Drehscheibe für diese Personengruppe und bietet unterschiedliche Fördermöglichkeiten. „Zu Beginn werden stabilisierende Maßnahmen eingesetzt, Problemlösungen erarbeitet und realistische Einschätzungen bezüglich Arbeitsmarkt getroffen“, erklärt Katharina Neuhofer. In Form von Arbeitstrainings werden die Arbeitsuchenden auf die Aufnahme eines Transitarbeitsplatzes in einem sozialökonomischen Betrieb vorbereitet. Anschließend erfolgt die Vermittlung in ein gefördertes oder nicht gefördertes reguläres Dienstverhältnis. Für dieses Angebot sind für 2020 rund 650.000 Euro für 490 Teilnehmende reserviert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beratung und Vermittlung von Jugendlichen. Das AMS Vorarlberg verfolgt für diese Personengruppe auch 2020 die Strategie „Ausbildung vor Vermittlung“. Dadurch wird die Erreichung mehrerer arbeitsmarktpolitischer Ziele unterstützt wie die Verhinderung von Langzeitarbeitslosigkeit, Aufnahme einer betrieblichen Lehrstelle oder die Eingliederung in den Arbeitsmarkt nach Ausbildung. Neben der Vermittlung in ein reguläres Lehrverhältnis sind wesentliche Unterstützungsangebote die überbetriebliche Lehrausbildung im Rahmen des Ausbildungszentrums Vorarlberg sowie die überbetrieblichen Lehrgänge nach dem Berufsausbildungsgesetz. Für Jugendliche steht ein Budget von rund 9,6 Millionen Euro zur Verfügung.

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