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AMS Vorarlberg: Rückgang des Wirtschaftswachstums mit negativen Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg

01. September 2014 | 11:42 Autor: AMS Vorarlberg

Bregenz (A) Zuletzt hat die Österreichische Nationalbank ihre Prognose zum Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr kräftig nach unten revidiert. Auch Vorarlberg ist von dieser Entwicklung nicht ausgenommen. Die Arbeitslosigkeit ist im Vorjahresvergleich um 654 auf insgesamt 9.483 (4.720 Männer und 4.763 Frauen) angestiegen.

Das entspricht einem Zuwachs von 7,4 Prozent. 1.809 Personen haben diverse Schulungsangebote des AMS genutzt, um 17 oder 0,9% mehr als im Vorjahr.

Österreichweit nahm die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen aber mit einem Plus von 11,1% allerdings noch deutlicher zu. Nur im Burgenland (+5,7%)  ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr weniger stark gestiegen als in Vorarlberg. In Kärnten (+7,9%), in der Steiermark (+8,3%), im Tirol (+8,7%), in Niederösterreich (+9,8%) sowie in Salzburg (+10,7%) hat die Arbeitslosigkeit unterdurchschnittlich stark zugenommen, in Oberösterreich (+12,5%) und in Wien (+14,4%) überdurchschnittlich stark.

Am Monatsende wies Vorarlberg eine (vorläufige) Arbeitslosenquote von 5,8% auf gegenüber 7,6% im Bundesdurchschnitt.

Von Arbeitslosigkeit sind - wie auch schon in den Vormonaten - vor allem gering qualifizierte Personen überproportional stark betroffen. Fast die Hälfte aller Vorgemerkten (46,5%) hat keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss. Darunter befinden sich verstärkt Ausländer/innen. Dem entsprechend hat die Arbeitslosigkeit bei Ausländer/innen auch überdurchschnittlich stark (+15,4%) zugenommen. Der Anstieg bei Inländer/innen dagegen war im Jahresabstand mit 4,8% wesentlich geringer.

Nach Berufsgruppen betrachtet erfolgten im Vergleich zum Vorjahr die stärksten Anstiege in den Hilfs- (+285 bzw. +16,2%) und Reinigungsberufen (+76 bzw. +18,8%) sowie in den Technikerberufen (+57 bzw. +17,3%). Dies führte auch dazu, dass der Anstieg bei den Männern (+419 bzw. +9,7%) deutlich höher ist als bei den Frauen (+235 bzw. +5,2%).

Nach Altersgruppen schnitten die unter 20-Jährigen (+4 bzw. +1,3%) mit Abstand am besten ab. Knapp unterdurchschnittlich stellte sich die Zunahme bei den 20- bis unter 25-Jährigen (+72 = +6,2%) und den 25- bis unter 45-Jährigen (+238 bzw. +5,6%) dar. Ein überdurchschnittlich starkes Plus musste hingegen wieder bei den über 45-Jährigen (+340 bzw. + 11,0%) hingenommen werden.

Mit 2.784 Neuzugängen in die Arbeitslosigkeit im August 2014 liegen diese um 5 oder 0,2% niedriger als im Vorjahr. Mit 2.687 Personen konnten aber um 259 (-8,9%) weniger aus der Arbeitslosenvormerkung genommen werden als im August des Vorjahres. Die durchschnittliche Vormerkdauer lag Ende August 2014 mit 107 Kalendertagen um 13 Tage ungünstiger als im Vorjahr.

Der Stellenmarkt ist im Vergleich zum Vorjahr wieder günstiger. Mit 1,903 sofort verfügbaren Stellenangeboten stehen aktuell um 272 (+16,7%) mehr Jobangebote zur Verfügung als im August des Vorjahres. Zunahmen verzeichneten dabei vor allem die Gaststättenberufe (+110) aber auch im Handel (+33) in den Büroberufen (+24) und in den Verkehrsberufen (+22).

Auf dem Lehrstellenmarkt stellt sich die Situation im Vorjahresvergleich etwas widersprüchlich dar. Einerseits nahm die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden um 66 auf insgesamt 255 (142 Burschen und 113 Mädchen) zu. Andererseits erhöhte sich auch die Zahl der sofort verfügbaren offen Lehrstellen um 63 auf insgesamt 223. Offenbar ist im Vergleich zum Vorjahr in doch einigen Fällen die konkrete Entscheidung darüber noch nicht gefallen, ob es zu einem Lehrvertrag kommt.

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