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(Foto: AMS / Petra Spiola)

AMS Vorarlberg verzeichnet leicht günstigere Arbeitsmarktdaten zum Jahresbeginn

01. Feber 2016 | 16:00 Autor: AMS Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Bregenz (A) Schon in den letzten drei Monaten verharrten die Arbeitslosenzahlen in Vorarlberg ziemlich genau auf Vorjahresniveau, minus 46 im Oktober, minus 53 im November und plus 44 im Dezember. Im neuen Jahr setzt sich diese Entwicklung offenbar fort. Aktuell sind bei den Geschäftsstellen des Vorarlberger Arbeitsmarktservice 10.748 Personen arbeitslos vorgemerkt, weitere 2.525 nehmen an diversen Schulungsprogrammen teil.

Die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten hat damit um 89 (-0,8%) abgenommen, die Zahl der Schulungsteilnehmer um 42 (+1,7%) zugenommen. Insgesamt sind damit  13.273 Menschen auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, um 47 (-0,4%) weniger als im Jänner des Vorjahres. Im Jahresvergleich sind 102 Frauen mehr und 149 Männer weniger auf Jobsuche.

Mit einer leichten Abnahme an Jobsuchenden von 0,4% liegt Vorarlberg im Bundesländervergleich wieder nach Tirol am günstigsten. Tirol meldet 2,1% weniger Arbeitsuchende, in Salzburg beträgt der Rückgang 0,3% und in Kärnten 0,1%.  In allen anderen Bundesländern ist die Zahl der Jobsuchenden weiter angestiegen, im Burgenland  um 1,7%, in der Steiermark um 2,0%, in Niederösterreich um 2,2%, in Oberösterreich um 3,0% und am stärksten wieder in Wien um 8,7%.  Bundesweit hat die Zahl der Jobsuchenden (arbeitslos Vorgemerkte und Schulungsteilnehmer/innen zusammengenommen) um 17.707 (+3,7%) auf nun 490.246 zugenommen.

Die Arbeitslosenquote (Schulungsteilnehmer/innen sind in dieser Quote nicht berücksichtigt) liegt bundesweit aktuell bei 10,9%, für Vorarlberg bei 6,3%.

Nach Altersgruppen betrachtet ist die Situation in Vorarlberg bei unter 20-Jährigen mit plus 46 (22 arbeitslos Vorgemerkte weniger und 68 Schulungsteilnehmer/innen mehr) leicht ungünstiger als im Vorjahr. In der Altersgruppe der 20- bis 25-Jährigen sind aber gegenüber dem Vorjahr um 89 weniger (117 arbeitslos Vorgemerkte weniger und 28 Schulungsteilnehmer/innen mehr) auf Jobsuche und bei den 25-50-Jährigen sind es um 153 weniger (111 arbeitslos Vorgemerkte und 42 Schulungsteilnehmer/innen weniger). In der Altersgruppe der über 50-Jährigen sind aktuell aber 149 mehr auf Arbeitsuche als im Vorjahr (161 arbeitslos Vorgemerkte mehr und 12 Schulungs-teilnehmer/innen weniger).

Während sich die Situation der Jobsuchenden im Alter von 50 bis 55 Jahren in den letzten Monaten stabilisiert hat, ist bei den über 55-Jährigen keine Entspannung der Problematik in Sicht. In dieser Altersgruppe ist die Zahl der Jobsuchenden im Jahresabstand um 10,2% angestiegen. Die erschwerten Einstiegsbedingungen ins Pensionssystem verbunden mit fehlenden Einstiegsmöglichkeiten am Arbeitsmarkt für gesundheitlich beeinträchtigte Personen sind Gründe dafür. Das ist auch daran abzulesen, dass der Anteil der arbeitslos vorgemerkten Personen mit gesundheitlichen Vermittlungshandicaps in dieser Altersgruppe bereits bei fast 44% liegt. Im Jänner 2010 lag dieser Anteil noch bei rund 26%.

Nach Berufsbereichen hat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich stark in den Reinigungsberufen (+76 bzw. +16,1%), in den Gesundheitsberufen (+28 bzw. +10,6%) und in den Lehr- und Kulturberufen (+44 bzw. +1,9%) angelegt. Abgenommen hat die Arbeitslosigkeit in den Bauberufen (-59 bzw. -5,5%), in den Metall- und Elektroberufen (-57 bzw. -5,7%), in den Technikerberufen (-37 bzw. – 9,2%) und auffallend stark auch in den Büroberufen (-97 bzw. -6,9%).

Im Jänner 2016 konnte das Service für Unternehmen im AMS Vorarlberg insgesamt 2.004 neue Stellenangebote akquirieren. Ende Jänner standen mit 1.613 sofort verfügbaren Stellenangeboten um 160 (+11,0%) mehr Jobangebote zur Verfügung als vor einem Jahr. Dieses Plus ergab sich im Wesentlichen in den Büro- (+39 bzw. +40,6%) und in den Handelsberufen (+34 bzw. +17,0%), in den Gesundheitsberufen (+28 bzw. +41,2%), in den Verkehrsberufen (+14 bzw. +46,7%) und in den Technikerberufen (+14 bzw. +13,0%). In den Bauberufen (-16 bzw. -16,5%) und in den Metall- und Elektroberufen (-17 bzw. -6,0%) haben die Jobangebote abgenommen.

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist mit 265 um 13 (+5,2%) höher als im Jänner des Vorjahres. Während aber gegenüber dem Vorjahr um 30 Burschen weniger vorgemerkt sind, sind es bei den Mädchen um 43 mehr. Für diese 265 Lehrstellensuchenden stehen aktuell 137 sofort verfügbare Ausbildungsplätze zur Verfügung, um 5 weniger (-3,5%) als im Vorjahr.

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