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(Foto: AMS / Petra Spiola)

AMS Vorarlberg verzeichnet weitere Stabilisierung am Arbeitsmarkt

01. März 2016 | 13:40 Autor: AMS Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Bregenz (A) Seit Oktober 2015 ist die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg im Jahresvergleich nicht mehr weiter gestiegen, und auch im Jänner 2016 waren entgegen den Prognosen im Ländle 47 Menschen weniger auf Jobsuche als im Vorjahr. Im Februar hat sich dieser Trend weiter verfestigt.

Aktuell sind bei den Geschäftsstellen des Vorarlberger Arbeitsmarktservice 10.331 Personen arbeitslos vorgemerkt, weitere 2.603 nehmen an diversen Schulungsprogrammen teil. Die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten hat um 371 (-3,5%) abgenommen, die Zahl der Schulungsteilnehmer um 158 (+6,5%) zugenommen. Insgesamt sind damit 12.934 Menschen auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, um 213 (-1,6%) weniger als im Februar des Vorjahres. Von den günstigeren Arbeitsmarktbedingungen profitieren die Männer, von denen im Jahresvergleich 291 weniger auf Jobsuche sind. Bei den Frauen sind es um 78 mehr.

Mit einem Rückgang an Jobsuchenden um 1,6% liegt Vorarlberg nach Tirol und Salzburg wieder recht gut im Bundesländervergleich. Tirol meldet 5,6% weniger Arbeitsuchende, Salzburg ein Minus von 4,0%. Auch in den Bundesländern Kärnten (-0,7%), Burgenland (-0,2%) und Oberösterreich (-0,1%) hat die Zahl der Jobsuchenden abgenommen, in der Steiermark ist sie gleich hoch wie im Vorjahr und in Niederösterreich (+0,4%) und in Wien (+8,0%) sind wieder mehr Menschen auf Arbeitsuche als im Vorjahr.

Bundesweit hat die Zahl der Jobsuchenden (arbeitslos Vorgemerkte und Schulungsteilnehmer/innen zusammengenommen) um 9.705 (+2,1%) auf 466.226 zugenommen. Die Arbeitslosenquote (Schulungsteilnehmer/innen sind in dieser Quote nicht berücksichtigt) liegt bundesweit aktuell bei 10,4%, für Vorarlberg bei 6,1%.

Während die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg bei Personen im Haupterwerbsalter zum Teil sogar deutlich zurückgeht, haben wir aber nach wie vor eine ungünstige Entwicklung an den Altersrändern. Bei den unter 20-Jährigen sind 71 Jugendliche (+9,9%) mehr auf Jobsuche als im Vorjahr (20 arbeitslos Vorgemerkte weniger aber 91 Schulungsteilnehmer/innen mehr). Bei den über 55-Jährigen sind 168 Menschen (+11,3%) mehr auf Arbeitsuche als im Vorjahr (153 arbeitslos Vorgemerkte und 15 Schulungsteilnehmer/innen).

Bei den Jugendlichen sind es vielfach schulische Defizite, mangelnde berufliche Praxis und zum Teil auch ungünstige soziale Hintergründe, die eine Integration am Arbeitsmarkt schwer machen. Wie AMS-Landesgeschäftsführer Anton Strini dazu ausführt, wurde gerade deshalb im kürzlich von AMS und Land Vorarlberg für 2016 geschnürten Maßnahmenpaket ein Förderschwerpunkt für solche Jugendliche vorgesehen.

Bei den über 55-Jährigen sind es meist gesundheitliche Einschränkungen, die eine Reintegration am Arbeitsmarkt schwierig gestalten. Fast 43 Prozent aller bei den Vorarlberger Geschäftsstellen registrierten Arbeitsuchenden in dieser Altersgruppe haben erhebliche gesundheitliche Einschränkungen. Das AMS versucht weiter, Unternehmen mit der Gewährung von temporären Lohnkostenzuschüssen für eine Einstellung von Arbeitslosen im fortgeschrittenen Alter zu gewinnen.

Nach Berufsbereichen betrachtet, sind aktuell in den Reinigungsberufen (+37 bzw. +7,5%) und bei den Friseuren (+30 bzw. +40,5%) wieder mehr Arbeitslose registriert. In fast allen anderen Berufsbereichen hat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr aber abgenommen. In den Bauberufen (-191 bzw. -18,7%), in den Metall- und Elektroberufen (-47 bzw. -5,0%), in den Holzberufen (-33 bzw. -21,4%), in den Verkehrsberufen (-39 bzw. -11,4%), in den Technikerberufen (-35 bzw. -9,2%) und vor allem auch in den Büroberufen (-102 bzw. -7,6%) sind Ende Februar 2016 deutlich weniger Arbeitslose vorgemerkt als im Vorjahr.

Mit 2.562 Neuzugängen in die Arbeitslosigkeit im Februar 2016 ist der Zustrom in die Arbeitslosigkeit fast gleich hoch (-19 bzw. -0,7%) wie im Februar des Vorjahres. Mit 3.271 Abgängen aus der Arbeitslosigkeit im Februar 2016 sind diese aber um 196 oder 6,4% deutlich stärker als im Vorjahresmonat. Die durcschnittliche Vormerkdauer ist mit jetzt 135 Kalendertagen um 20 Tage länger als im Vorjahr.

Das Service für Unternehmen im AMS Vorarlberg konnte im Februar 2016 insgesamt 1.920 neue Stellenangebote akquirieren. Ende Februar standen mit 1.915 sofort verfügbaren Stellenangeboten um 207 (+12,1%) mehr Jobangebote zur Verfügung als im Vorjahr. Dieses Plus ergab sich im Wesentlichen in den Bauberufen (+32 bzw. +19,9%), in den Metall- und Elektroberufen (+20 bzw. +6,0%), in den Holzberufen (+31 bzw. +72,1%), in den Handelsberufen (+65 bzw. +39,6%) und auch in den Hilfsberufen (+43 bzw. +58,1%).

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist mit 272 um 35 (+14,8%) höher als im Februar des Vorjahres. Es sind dies aber nur zum Teil solche Jugendliche, die direkt aus der Schule in eine Ausbildung eintreten wollen. Der überwiegende Teil der aktuell vorgemerkten Lehrstellensuchenden hat bereits Ausbildungsversuche unternommen, die aber aus irgendwelchen Gründen gescheitert sind. Immerhin 41 der vorgemerkten Lehrstellensuchenden sind bereits älter als 20 Jahre und versuchen in einem zweiten Anlauf, eine Ausbildung abzuschließen. Für die 272 Lehrstellensuchenden stehen aktuell 120 sofort verfügbare Ausbildungsplätze zur Verfügung, um 52 weniger (-27,7%) als im Vorjahr.

    AMS Arbeitsmarktservice Vorarlberg, Bregenz

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