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Anton Strini und Bernhard Bereuter, AMS Vorarlberg

AMS Vorarlberg: Weiterhin leichte Erholung auf dem Arbeitsmarkt

01. April 2016 | 12:55 Autor: AMS Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Bregenz (A) Der erkennbare Trend zur Stabilisierung auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt hält weiter an. In erster Linie saisonbedingt (Arbeitsaufnahmen im Baugewerbe und damit zusammenhängenden Berufen) verringerte sich die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen gegenüber dem letzten Monat um 694 oder 6,7% auf insgesamt 9.637 (5.293 Männer und 4.344 Frauen).

Aber auch im weitgehend saisonunabhängigen Vorjahresvergleich ergab sich ein Minus von 110 oder 1,1%. Da die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen (insgesamt 2.613) annähernd gleich (-9) war wie im März 2015, verringerte sich auch die Zahl der Jobsuchenden in diesem Ausmaß. Ende März waren in Vorarlberg somit insgesamt 12.250 Personen auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz.

Österreichweit stellte sich die Situation am Monatsende etwas ungünstiger dar. Hier nahm die Zahl der Jobsuchenden (arbeitslos Vorgemerkte und Schulungsteilnehmer/innen zusammengenommen) gegenüber dem Vorjahr um 10.135 oder 2,4% auf insgesamt 438.654 zu. Dabei machte sich ein deutliches „West-Ost-Gefälle“ bemerkbar. Tirol (-7,4%) und Salzburg (-6,2%) verzeichneten nämlich noch höhere Rückgänge als wir. Ein leichtes Minus wies zudem noch Kärnten (-0,7%) auf, danach folgten – jeweils mit Anstiegen – die Steiermark (+1,0%), Oberösterreich (+1,6%), Burgenland (+2,0%), Niederösterreich (+2,1%) und – mit spürbarem Abstand – Wien (+6,9%).
Die – vorläufige - Arbeitslosenquote (Schulungsteilnehmer/innen werden in dieser Quote nicht gezählt) lag am Monatsende bundesweit bei 9,4% und in Vorarlberg bei 5,6%.

Mit den größten Problemen auf dem Arbeitsmarkt haben nach wie vor die ungelernten und gering qualifizierten Kräfte zu kämpfen. Ziemlich genau die Hälfte aller Jobsuchenden in Vorarlberg konnte keinen bzw. nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss vorweisen.

Während die Arbeitslosigkeit bei Personen im Haupterwerbsalter zum Teil deutlich zurückging, zeichneten sich an den Altersrändern nach wie vor ungünstige Entwicklungen ab. So erhöhte sich die Zahl der Jobsuchenden bei den unter 20-Jährigen gegenüber dem Vorjahr um 44 oder 6,1%. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen verringerte sich in dieser Altersgruppe um 16, allerdings nahmen hier die Schulungsteilnahmen in diesem Zeitraum auch um 60 zu. Das von AMS und Land Vorarlberg diesbezüglich geschnürte Maßnahmenpaket soll zur die Arbeitsmarktchancen der Jugendlichen verbessern und einen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit leisten. Deutliche Zunahmen verzeichnete zudem noch die Altersgruppe der über 55-Jährigen (+135 oder +9,2%).

Ein unterschiedliches Bild zeichnet auch die Betrachtung nach Berufsgruppen. Während sich die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen im Jahresvergleich in den Büro- (-100), Bau- (-87) und Metallberufen (-50) merklich verringerte, wiesen die Friseur- (+46), Handels- (+34), Reinigungs- (+33) und Bekleidungsberufe (+31) Zunahmen auf. Diese Verschiebungen führten auch dazu, dass sich die Zahl der Jobsuchenden innert Jahresfrist bei den Männern um 3,4% (-227) verringerte, während sie bei den Frauen um 1,9% (+108) zunahm.

Ende März waren bei den Dienststellen des AMS Vorarlberg insgesamt 1.623 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet; um 109 weniger als vor einem Jahr. Dieser Rückgang hängt u.a. damit zusammen, dass zuletzt deutlich mehr Stellen besetzt werden konnten.

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden war mit insgesamt 261 um 23 (+9,7%) höher als im März 2015, während die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellen in diesem Zeitraum um 52 auf 136 abnahm.

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