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Weniger Männer aber mehr Frauen auf Jobsuche (Foto: Petra Spiola)

AMS Vorarlberg: Weniger Männer jedoch mehr Frauen auf Jobsuche in Vorarlberg

02. Mai 2016 | 10:13 Autor: AMS Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Bregenz (A) Aktuell sind bei den Geschäftsstellen des Vorarlberger Arbeitsmarktservice 10.990 Personen arbeitslos vorgemerkt, weitere 2.660 nehmen an diversen Schulungsprogrammen teil. Die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten hat um 85 (-0,8%) abgenommen, die Zahl der Schulungsteilnehmer um 78 (+3,0%) zugenommen. Insgesamt sind damit 13.650 Menschen auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, um 7 (-0,1%) weniger als im April des Vorjahres. 

Von den günstigeren Arbeitsmarktbedingungen profitieren die Männer, von denen im Jahresvergleich 96 weniger auf Jobsuche sind. Bei den Frauen sind es um 89 mehr.

In insgesamt fünf Bundesländern konnte im Vorjahresvergleich ein Rückgang an Jobsuchenden verzeichnet werden, am stärksten in Tirol (-6,2%) und Salzburg (-3,6%) und Kärnten (-1,9%). Steiermark (-0,4%) und Vorarlberg (-0,1%) verzeichnen ebenfalls einen- wenn auch nur leichten Rückgang. In Oberösterreich sind aktuell 1,3% Menschen mehr auf Jobsuche als im Vorjahr, Niederösterreich weist ein Plus von 1,5% aus, das Burgenland von +2,7% und Wien ein Plus von +4,5%.

Bundesweit hat die Zahl der Jobsuchenden (arbeitslos Vorgemerkte und Schulungsteilnehmer/innen zusammengenommen) um 4.822 (+1,1%) auf 424.697 zugenommen. Die Arbeitslosenquote (Schulungsteilnehmer/innen sind in dieser Quote nicht berücksichtigt) liegt bundesweit aktuell bei 9,1%, für Vorarlberg lediglich bei 6,6%.

Während die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg bei Personen im Haupterwerbsalter sogar deutlich zurück-geht, haben wir aber nach wie vor eine ungünstige Entwicklung an den Altersrändern. Bei den unter 20-Jährigen sind 77 Jugendliche (+10,7%) mehr auf Jobsuche als im Vorjahr (12 arbeitslos Vorgemerkte weniger aber 89 Schulungsteilnehmer/innen mehr). Bei den über 55-Jährigen sind 234 Menschen (+14,2%) mehr auf Arbeitsuche als im Vorjahr (234 arbeitslos Vorgemerkte mehr und 10 Schulungsteilnehmer/innen weniger).
Wie AMS-Landesgeschäftsführer Anton Strini dazu mitteilte, hat das AMS wieder stärker Schulungsmaßnahmen für Jugendliche eingesetzt, um bestehende Ausbildungsdefizite in dieser Altersgruppe zu reduzieren. Bei den über 55-Jährigen gehe es bei fast der Hälfte der Vorgemerkten  um gesundheitliche Einschränkungen, die eine Reintegration am Arbeitsmarkt schwierig gestalten. Das AMS setze deshalb für diese Altersgruppe weiter mehr auf die Gewährung von temporären Lohnkostenzuschüssen an Unternehmen, die Arbeitslose im fortgeschrittenen Alter einstellen.

In den Hilfsberufen sind 106 (+4,8%) mehr Menschen arbeitslos vorgemerkt als im Vorjahr. Mehr Arbeitslose meldet das AMS auch bei den Maschinisten (+29 bzw. +20,4%), in den Technikerberufen (+25 bzw. +7,9%) oder in den Tourismusberufen (+17 bzw. +0,8%). Deutlich weniger arbeitslos Vorgemerkte als im Vorjahr finden sich in den Büroberufen (-130 bzw. -9,7%), in den Bauberufen (-90 bzw. -19,1%), in den Verkehrsberufen (-31 bzw. -9,3%) und in den Nahrungsmittelberufen (-22 bzw. -19,3%).

Mit 4.708 Neuzugängen in die Arbeitslosigkeit im April 2016 war der Zustrom in die Arbeitslosigkeit ein wenig stärker (+51 bzw. +1,1%) als im April des Vorjahres. Mit 3.597 Abgängen aus der Arbeitslosigkeit im April 2016 sind aber auch diese um 22 oder 0,6% stärker als im Vorjahresmonat. Die durchschnittliche Vormerkdauer ist mit jetzt 122 Kalendertagen um 14 Tage länger als im Vorjahr.

Das Service für Unternehmen im AMS Vorarlberg konnte im April 2016 insgesamt 1.693 neue Stellenangebote akquirieren. Ende April standen mit 1.936 sofort verfügbaren Stellenangeboten um 107 (+5,9%) mehr Jobangebote zur Verfügung als im Vorjahr. Dieses Plus ergab sich im Wesentlichen in den Bauberufen (+45 bzw. +20,7%), in den Holzberufen (+24 bzw. +42,1%), in den Handelsberufen (+20 bzw. +10,3%) und in den Gesundheitsberufen (+22 bzw. +30,6%). In den Technikerberufen hat das Jobangebot gegenüber dem Vorjahr wieder abgenommen (-29 bzw. -17,8%).

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist mit 236 um 5 (+2,2%) höher als im April des Vorjahres. Nur rund ein Viertel dieser 236 Lehrstellensuchenden sucht direkt nach der Schule einen Ausbildungsplatz. Der überwiegende Teil der aktuell vorgemerkten Lehrstellensuchenden hat entweder schon gescheiterte Ausbildungsversuche hinter sich oder versucht, im zweiten Bildungsweg in eine Ausbildung einzutreten. Immerhin 80 der vorgemerkten Lehrstellensuchenden sind bereits älter als 19 Jahre alt. Für die 236 Lehrstellensuchenden stehen aktuell 92 sofort verfügbare Ausbildungsplätze zur Verfügung, um 74 bzw. 44,6% weniger als im Vorjahr.

    AMS Arbeitsmarktservice Vorarlberg, Bregenz

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