< Zurück zur Übersicht

AMS Vorarlberg: Wirtschaftliche Erholung soll sich verfestigen (Foto: S. Hofschläger/pixelio)

AMS Vorarlberg: Wirtschaftliche Erholung soll sich verfestigen

03. April 2017 | 12:13 Autor: AMS Vorarlberg Vorarlberg

Bregenz (A) Die wirtschaftliche Belebung der letzten Monate hat dazu geführt, dass die Wirtschaftsforscher ihre Prognosen zuletzt zum Teil deutlich nach oben revidiert haben. Österreichweit wird jetzt mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 1,7% bis 2,0% (zuvor 1,2% bis 1,5%) gerechnet. Entgegen der zuvor prognostizierten Entwicklung wird nun im Jahresdurchschnitt von einer Abnahme der Arbeitslosigkeit ausgegangen.

Dem schließt sich auch das Institut „Synthesis Forschung“ an, das im Auftrag des AMS Österreich jährlich auch eine regionale Arbeitsmarktvorschau erstellt. Demzufolge soll sich die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt bundesweit um 0,3% (statt +5,6%) verringern. Für Vorarlberg wird statt einer Zunahme von 2,0% (+200) ein Minus von 1,0% (-100) prognostiziert.

Die aktuellen Daten unterstreichen diesen Trend. Ende März waren bei den Geschäftsstellen des Vorarlberger Arbeitsmarktservice insgesamt 9.523 (5.286 Männer und 4.237 Frauen) vorgemerkt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies einen Rückgang um 114 oder 1,2%, wobei das Minus zu einem überwiegenden Teil bei den Frauen (-107 = -2,5%) erfolgte. Die heuer späteren Osterfeiertage in Verbindung mit dem milden Frühlingswetter verhinderten ein noch besseres Ergebnis. Im letzten Jahr fiel Ostern auf Ende März und zu diesem Zeitpunkt herrschte in den meisten Wintersportdestinationen noch Vollbetrieb. Heuer wurde der Schibetrieb in etlichen Regionen bereits eingestellt bzw. stark reduziert. Die Betrachtung nach Berufsgruppen bestätigt dies und im Vorjahresvergleich wiesen eigentlich nur die Gaststättenberufe (+65) ein merkliches Plus auf. Ansonsten überwogen die Rückgänge und diese fielen in den Bauberufen (-53) sowie bei den TechnikerInnen (-39) am stärksten aus.

Gegenüber den vorangegangenen Monaten hat sich wenig verändert und vom Arbeitsmarktaufschwung konnten weiterhin nicht alle gleichermaßen profitieren. Bei Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen nahm die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 6,6% (+170) auf insgesamt 2.737 zu und bei den über 50-Jährigen um 6,3% (+171) auf insgesamt 2.899 zu.

Fast die Hälfte aller vorgemerkten Arbeitslosen konnte zudem nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss vorweisen. Darunter befanden sich überproportional viele AusländerInnen. Hier nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 4,1% (+119) auf insgesamt 3.029 zu, während sie sich bei den InländerInnen im selben Zeitraum um 3,5% (-233) verringerte.

Österreichweit reduzierte sich die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr sogar um 3,7% (-13.504) auf insgesamt 354.072. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich die bereits erwähnte Saisonverschiebung im Fremdenverkehr vor allem in den westlichen Bundesländern negativ auswirkte. Etwas höher als vor einem Jahr war die Arbeitslosigkeit am Monatsende nur in Salzburg (+0,4%). Geringer als bei uns war die Rückgangsrate zudem noch im Tirol (-0,5%). Danach folgten Niederösterreich (-1,8%), Wien (-2,1%), Oberösterreich (-4,2%), Kärnten (-5,9%) und die Steiermark (-10,1%). Die vorläufige Arbeitslosenquote (SchulungsteilnehmerInnen werden in dieser Quote nicht mit ge-zählt) lag am Monatsende in Vorarlberg mit 5,5% allerdings noch immer deutlich unter dem österreichischen Schnitt von 8,9%.

Zudem nahmen am Monatsende noch insgesamt 2.662 Personen (49 bzw. 1,9% mehr als vor einem Jahr) die unterschiedlichsten Schulungsangebote des AMS Vorarlberg in Anspruch.

    AMS Arbeitsmarktservice Vorarlberg, Bregenz

    Rheinstr. 33, 6901 Bregenz
    Österreich
    +43 5574 691-0
    [email protected]ams.at
    www.ams.at

    Details


    < Zurück zur Übersicht