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Anhaltend stabile Lage am Vorarlberger Arbeitsmarkt

01. Juni 2011 | 11:30 Autor: AMS Vorarlberg Vorarlberg

Ende Mai 2011 waren 8.956 Personen beim AMS Vorarlberg arbeitslos vorgemerkt, um 2.024 oder 18,4% weniger als im Mai des Vorjahres, obwohl die Arbeitslosenzahlen auch schon im Mai 2010 im damaligen Vorjahresvergleich merklich günstiger lagen.

Bei den Männern, die von den Folgen der Wirtschaftskrise stärker betroffen waren als Frauen, ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Mai 2010 mit -21,7% deutlich stärker zurückgegangen als bei den Frauen (-15,0%).

Bundesweit hat die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Mai 2010 um 5.720 oder 2,5% auf jetzt 221.369 abgenommen. Den stärksten Rückgang verzeichnet wieder Vorarlberg (-18,4%), gefolgt von Oberösterreich (-13,3%), der Steiermark (-11,3%), Niederösterreich (-4,8%), dem Burgenland (-2,9%) und Salzburg (-0,8%). In Kärnten sind die Arbeitslosenzahlen dagegen um 1,4%, in Tirol um 2,1% und in Wien um 6,1% gestiegen.

Die Arbeitslosenquote liegt in Vorarlberg mit aktuell 5,8% deutlich unter der Quote für das gesamte Bundesgebiet mit vorläufig 6,1%.

Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen ist in allen Altergruppen niedriger als im Vorjahr. Bei den unter 25-Jährigen sind in Vorarlberg aktuell um 317 Jugendliche (-17,3%) weniger vorgemerkt, bei den Personen im Alter von 25 bis 50 Jahren sind es um 1.431 (-20,9%) weniger, und in der Altersgruppe der über 50-Jährigen hat die Arbeitslosigkeit um 276 (-12,0%) abgenommen. Während der unterdurchschnittliche Rückgang bei den unter 25-Jährigen vor allem auf die zum Vorjahr unterschiedlichen Saisonzeiten im Tourismus zurückzuführen ist, ist nach wie vor festzustellen, dass arbeitslose Frauen im fortgeschrittenen Alter vom günstigeren Arbeitsmarkt vergleichsweise weniger stark profitieren. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Frauen über 50 liegt gerade einmal bei 8,6%. Die Unternehmen setzen offenbar stärker auf jüngere Kräfte, obwohl das AMS mit einem eigens für die Einstellung von arbeitslosen Frauen ab 45 zugeschnittenen Förderprogramm interessante Alternativen möglich machen würde.

Die durchschnittliche Vormerkdauer liegt aktuell bei 86 Kalendertagen um 35 Tage bzw. 28,9% unter der Vormerkdauer vom Mai 2010. Die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten, die länger als 12 Monate ununterbrochen erfolglos auf Jobsuche sind, konnte auf jetzt 108 gesenkt werden. Damit hat die Langzeitarbeitslosigkeit in Vorarlberg gegenüber dem Vorjahr um 82,0% abgenommen.

In Bezug auf die berufliche Struktur der Arbeitslosigkeit hat sich am Bild der letzten Monate kaum etwas geändert. Nach wie vor kräftige Abnahmen der Vorgemerktenzahlen in den Metall- und Elektroberufen (-305 bzw. -30,8%), in den Bauberufen (-144 bzw. -30,4%), in den Büroberufen (-403 bzw. -25,9%) und in den Handelsberufen (-296 bzw. -23,7%). Ein leichter Anstieg der Vorgemerktenzahlen ist lediglich in den Tourismusberufen (+19 bzw. +1,0%) festzustellen, was aber im Wesentlichen auf Verschiebungen durch den Saisonverlauf zurückzuführen ist.

Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote liegt Ende Mai 2011 mit 2.027 um 516 bzw. 34,1% über dem Niveau des Vorjahres. Die stärksten relativen Zuwächse beim aktuellen Jobangebot sind in den Metall- und Elektroberufen (+165 bzw. +56,3%), in den Technikerberufen (+70 bzw. +67,3%) und in den Bauberufen (+70 bzw. +38,5 zu finden.

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden liegt gegenüber dem Vorjahr mit 192 (105 Burschen und 87 Mädchen) deutlich günstiger als im Vorjahr (-49 bzw. -20,3%). Diesen Lehrstellensuchenden stehen 116 sofort verfügbare Ausbildungsplätze gegenüber. Während gegenüber dem Vorjahr 10 sofort verfügbare Ausbildungsplätze bereit stehen, sind es aber bei den Ausbildungsplätzen, die erst ab dem Sommer zur Besetzung verfügbar sind, ein Plus von 268 bzw. 30,7%.

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