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Arbeitslosenzahlen in Vorarlberg seit eineinhalb Jahren niedriger als im jeweiligen Vergleichsmonat des Vorjahres (Foto: Paul-Georg Meister/pixelio.de)

Arbeitslosenzahlen in Vorarlberg seit eineinhalb Jahren niedriger als im jeweiligen Vergleichsmonat des Vorjahres

03. Juli 2017 | 11:49 Autor: Arbeitsmarktservice Vorarlberg Vorarlberg

Bregenz (A) Die gute wirtschaftliche Entwicklung wirkte sich in Vorarlberg auch auf den Arbeitsmarkt aus und seit dem Jänner 2016 lag die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen immer unter dem Niveau des jeweiligen Vorjahresmonats. Allerdings fiel der Rückgang bei den Arbeitslosen wesentlich geringer aus als die Zunahme bei den unselbstständig Beschäftigten, die ca. 3.000 betrug. Rein rechnerisch war aber in etwa die Hälfte dieses Anstiegs auf zusätzliche Arbeits-kräfte aus dem Ausland – vor allem aus den „neuen“ EU-Ländern – zurückzuführen.

Mit dem baldigen Beginn der  Hochsaison im Sommerfremdenverkehr verringerte sich der Bestand an vorgemerkten Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat nochmals um 661 (-6,8%) auf insgesamt 9.082 (4.746 Männer und 4.336 Frauen). Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem Minus von 81 oder 0,9%; bei den Männern um 66 (-1,4%) und bei den Frauen um 15 (-0,3%). Ohne die (konjunkturunabhängige) Entwicklung bei den bleibeberechtigten Flüchtlingen (+171 gegenüber dem Vorjahr) wäre dieser Vergleich noch merklich günstiger (-252 oder -2,8%) ausgefallen.

Der schon seit längerem anhaltende wirtschaftliche Aufschwung hat bei den Unternehmen zu einer großen Arbeitskräftenachfrage geführt und derzeit gibt es – unabhängig von der Qualifikation – für alle Personengruppen sehr gute Beschäftigungsmöglichkeiten.

Vorgemerkte mit gesundheitlichen Einschränkungen haben nach wie vor Probleme bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Rund 30% aller Arbeitslosen waren als solche codiert; bei den über 50-Jährigen sogar fast die Hälfte. Diese wiesen im Vorjahresvergleich auch als einzige Altersgruppe einen erwähnenswerten Anstieg (+46 oder +1,7%) auf. Um dem entgegenzuwirken werden im Rahmen der Aktion 20.000 Gemeinden oder gemeinnützigen Trägervereine und Unternehmen eine Lohnkostenförderung bis zu 100% erhalten, wenn sie langzeitarbeitslose Personen über 50 Jahre einstellen. "Wir hoffen, dass mit diesen zusätzlichen Jobangeboten die Zahl der Arbeitslosen auch in dieser Altersgruppe in den nächsten Monaten sinken wird", sagt Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. Die Aktion wurde am 1. Juli 2017 in der Modellregion Bezirk Bregenz gestartet.

Die in der Statistik zudem noch ausgewiesenen Anstiege bei den AusländerInnen sowie bei den unter 20-Jährigen waren hingegen auf die bereits erwähnte Entwicklung bei den Flüchtlingen zurückzufüh-ren.

Österreichweit reduzierte sich die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr um 5,0% (-16.025) auf insgesamt 303.944, wobei vor allem Tirol (-10,4%) und die Steiermark (-10,4%) überdurchschnittlich starke Rückgänge aufwiesen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich auch die Schulungsteilnahmen sehr unterschiedlich entwickelten.

In Vorarlberg nahmen am Monatsende zudem noch insgesamt 2.133 (1.038 Männer und 1.095 Frauen) Personen die unterschiedlichsten Schulungsangebote des AMS in Anspruch; an die 40% besuchten in diesem Zusammenhang eine längerfristige Höherqualifizierung und standen dem Arbeitsmarkt somit aktuell nicht zur Verfügung. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich die Schu-lungsteilnahmen um 70 oder 3,2%.

Die vorläufige Arbeitslosenquote (SchulungsteilnehmerInnen werden in dieser Quote nicht mit ge-zählt) lag am Monatsende in Vorarlberg mit 5,3% erneut deutlich unter dem österreichischen Schnitt von 7,6%.

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