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Arbeitslosigkeit auch in Vorarlberg weiter deutlich über Vorjahresniveau

01. Juli 2014 | 11:27 Autor: AMS Vorarlberg

Bregenz (A) Mit dem Beginn der Sommersaison im Fremdenverkehr verringerte sich die Zahl der vorgemerk-ten Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 793 (-8,2%) auf jetzt 8.901 (4.515 Männer und 4.386 Frauen). Im Vergleich mit dem Vorjahr erhöhte sich die Arbeitslosigkeit jedoch um 564 oder 6,8%, und mit 2.349 Schulungsteilnehmer/innen befanden sich um 29 Personen weniger in diversen Kursveranstaltungen als im Vorjahr.

Das im Bundesländervergleich überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum in Vorarlberg schlägt sich noch nicht auf dem Arbeitsmarkt nieder, der nach wie vor angespannt bleibt.

Dennoch weist Vorarlberg die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt aller Bundesländer auf. Im Bundesdurchschnitt hat die Arbeitslosigkeit nämlich um 16,2% zugenommen. Tirol (+10,0%), Kärnten (+11,2%), die Steiermark (+11,6%), Salzburg (+13,3%), das Burgenland (+13,6%) und Niederösterreich (+14,6%) liegen bei der Zunahme der Arbeitslosigkeit noch unterdurchschnittlich, Oberösterreich (+20,8%) und Wien (+21,3% deutlich darüber. Die Arbeitslosenquote  für Vorarlberg liegt mit 5,5% wieder merklich niedriger als mit 7,4% im bundesweiten Durchschnitt.

Von Arbeitslosigkeit sind - wie auch schon in den Vormonaten - vor allem gering qualifizierte Personen überproportional stark betroffen. Fast die Hälfte aller Vorgemerkten (48,6%) hat keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss. Darunter befanden sich verstärkt Ausländer/innen. Dem entsprechend hat die Arbeitslosigkeit bei Ausländer/innen auch überdurchschnittlich stark (+14,3%) zugenommen. Der Anstiegt bei Inländer/innen beträgt im Jahresabstand gerade einmal 4,1%.

Nach Berufsgruppen betrachtet erfolgten im Vergleich zum Vorjahr die stärksten Anstiege in den Hilfs- (+166 bzw. +9,4%), Metall- (+64 bzw. +9,8%)) und Reinigungsberufen (+45 bzw. +11,2%) sowie in den Technikerberufen/innen (+65 bzw. +24,0%).

Nach Altersgruppen ergab sich im Juni eine Veränderung bei den unter 20-Jährigen. Erstmals sind in dieser Altersgruppe wieder mehr Arbeitslose registriert wie im Vorjahr (+44 bzw. +18,3%). Grund dafür ist vor allem ein Rückgang bei den Schulungsteilnehmer/innen um 40 Jugendliche (-10,4%). In der Altersgruppe der 20-25-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr um 5,6% gestiegen, im Haupterwerbsalter (25 bis 45 Jahre) um 3,5% und in der Personengruppe der über 45-Jährigen um 10,6%.

Der Stellenmarkt ist im Vergleich zum Vorjahr wieder günstiger. Mit 2.106 sofort verfügbaren Stellenangeboten stehen aktuell um 448 (+27,0%) mehr Jobangebote zur Verfügung als im Juni des Vorjahres. Während in den Bauberufen weniger Stellenangebote vorhanden sind, sind es in den Metall- und Elektroberufen, im Handel, aber auch im Tourismus und in den Gesundheitsberufen aktuell deutlich mehr als im Juni 2013.

Auch auf dem Lehrstellenmarkt hat sich die Situation gegenüber dem Vorjahr etwas eingetrübt. Mit insgesamt 209 (113 Burschen und 96 Mädchen) sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden sind 36 oder 20,8% mehr auf Lehrstellensuche als im Vorjahr. Diesen Lehrstellensuchenden stehen mit 143 sofort verfügbaren offen Lehrstellen aber auch um 61 (+74,4%) mehr gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber als im Vorjahr.

    AMS Arbeitsmarktservice Vorarlberg, Bregenz

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