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AMS Vorarlberg

Arbeitslosigkeit nach wie vor über dem Vorjahresniveau, Zuwachsrate aber deutlich niedriger als in den vorangegangenen Monaten

01. August 2014 | 10:01 Autor: AMS Vorarlberg

Bregenz (A) Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen veränderte sich gegenüber dem Vormonat nur unwesent-lich (+25 oder +0,3%) auf jetzt insgesamt 8.926 (4.508 Männer und 4.418 Frauen). Der Vergleich mit dem Vorjahr (+312 oder +3,6%) fällt aber erfreulicher aus als in den beiden vorangegangenen Monaten (+6,8% bzw. +6,6%). Auch im Bundesländervergleich (Österreich +11,6%) kann Vorarlberg auf die mit Abstand niedrigste Zuwachsrate verweisen.
 
In den anderen Bundesländern mussten wesentlich höhere Anstiege in Kauf genommen werden. Burgenland (+7,3%), Kärnten (+7,6%), Steiermark (+8,3%) und Salzburg (+8,9%) verbuchten noch einstellige Zuwachsraten, Tirol (+10,0%), Niederösterreich (+10,2%), Oberösterreich (+13,2%) und Wien (+15,8%) hingegen bereits zweistellige. Somit war bei uns mit 5,3% auch die Arbeitslosenquote wieder merklich niedriger als mit 7,3% im Österreich-Schnitt.
Von Arbeitslosigkeit sind bekanntermaßen gering qualifizierte Personen überproportional stark betrof-fen. 46% aller Vorgemerkten konnten keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss vorweisen. Darunter befanden sich verstärkt Ausländer/innen. Dem entsprechend hat die Arbeitslosigkeit bei Ausländer/innen auch überdurchschnittlich stark (+12,6% bzw. +269) zugenommen. Der Anstieg bei Inländer/innen betrug im Jahresabstand gerade einmal 0,7% (+43).

Nach Altersgruppen betrachtet schnitten die Jüngeren deutlich besser ab als die Älteren. Bei den unter 20-Jährigen erhöhte sich der Vorgemerktenbestand im Jahresvergleich um 2,2% (+6); dies vor allem deshalb weil die Zahl der Schulungsteilnehmer/innen hier um 13 niedriger war als im Juli 2013. Bei den 20 bis unter 25-Jährigen konnte im Vergleich zum Vorjahr sogar ein Rückgang (-30 = -2,7%) erreicht werden, obwohl sich auch hier die Schulungstätigkeit etwas (-7) verringert hat. Demgegenüber wiesen die 25- bis unter 45-Jährigen einen Anstieg um 3,5% (+143) und die über 45-Jährigen sogar einen um 6,2% (+193) auf.

Insgesamt nahmen Ende Juli 1.963 (965 Männer und 998 Frauen) vorgemerkte Personen – 55 oder 2,9% mehr als vor einem Jahr - an diversen Kursveranstaltungen teil.

Auch innerhalb der einzelnen Berufsgruppen hielten sich die Verschiebungen im Vergleich zum Vorjahr in Grenzen. Das größte Plus an Vorgemerkten verzeichneten hier mit 64 die Gaststättenberufe; dazu hat sicherlich auch der unbeständige und regnerische Sommer beigetragen. Danach folgten die Hilfsberufe (+58), die Techniker/innen (+52) sowie die Metall- (+45) und Reinigungsberufe (+40).

Der Stellenmarkt ist im Vergleich zum Vorjahr erneut günstiger. Mit 1.847 sofort verfügbaren Stellenangeboten stehen aktuell um 257 (+16,2%) mehr Jobangebote zur Verfügung als im Juli des Vorjahres. Dabei verfügten die Gaststätten- (+112) und Handelsberufe (+43) über die merklichsten Anstiege.
Auf dem Lehrstellenmarkt stellt sich die Situation gegenüber dem Vorjahr etwas zwiespältig dar. Einer-seits hat die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden um 63 (+36,6%) auf insgesamt 235 (136 Männer und 99 Frauen) zugenommen, andererseits hat sich aber auch die Zahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen um 44 (+41,1%) auf 151 erhöht.

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