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Arbeitslosigkeit um 4,4% gestiegen: 13.927 Personen auf Jobsuche

01. Dezember 2014 | 10:12 Autor: AMS Vorarlberg Vorarlberg

Bregenz (A) Mit aktuell 11.041 arbeitslos vorgemerkten Personen weist das Arbeitsmarktservice Vorarlberg den höchsten Novemberwert seit dem Krisenjahr 2009 aus. Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit noch einmal um 470 oder 4,4% angestiegen.

Da diese Zunahme vor allem den Bereich Industrie und Gewerbes betrifft, sind davon mit einem Plus von 463 (+8,7%) fast ausschließlich Männer betroffen, bei Frauen hat die Arbeitslosigkeit mit +7 (+0,1%) gegenüber dem Vorjahr kaum zugenommen. Die Zahl der Schulungsteilnehmer/innen hat um 89 (-3,2%) leicht auf 2.886 (1.230 Männer und 1.656 Frauen) zugenommen.

Im Bundesländervergleich weist das Burgenland mit +0,9%, Kärnten mit +3,0%, Tirol und Vorarlberg mit jeweils +4,4% und die Steiermark mit +7,6% eine unterdurchschnittliche Zunahme der Arbeitslosigkeit aus. Oberösterreich mit +9,4% und Niederösterreich mit +9,8% liegen beim Plus an Arbeitslosen etwa im Bundesdurchschnitt und Salzburg mit +11,6% und vor allem Wien mit einem Plus von +15,9% weisen eine klar überdurchschnittlich negative Entwicklung aus.

Bundesweit beträgt der Anstieg der Arbeitslosigkeit 9,9%. Damit sind bundesweit 331.756 Personen arbeitslos vorgemerkt, und unter Einrechnung der Schulungsteilnehmer/innen sind Ende November 2014 insgesamt 407.206 Personen auf Jobsuche. Die Arbeitslosenquote liegt in Vorarlberg mit 6,8% deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 8,7%.

Nach Altersgruppen schneiden die unter 25-Jährigen (+38 bzw. +2,3%) relativ gut ab, bei den Perso-nen im Haupterwerbsalter (+76 bzw. +1,2%) hat die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg im Jahresvergleich nur wenig zugenommen. Problematisch ist aber nach wie vor die Zunahme bei Arbeitslosen über 45 (+296 bzw. +9,4%), zumal diese Personengruppe es besonders schwer hat, aus der Arbeitslosigkeit heraus wieder beruflichen Anschluss zu finden.
Im Jahresvergleich haben sich die Arbeitslosenbestände am stärksten in den Hilfsberufen (+282 bzw. +15,0%), in den Metall- und Elektroberufen (+97 bzw. +13,6%) sowie bei den Techniker/innen (+44 bzw. +14,4%) erhöht. Merklich weniger Vorgemerkte hingegen gibt in den Gastgewerbeberufen (-76 bzw. -3,2%) und in den Handelsberufen (-24 bzw. -2,2%).

Im Monat November verzeichneten die vier Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice Vorarlberg insgesamt 3.530 neue Zugänge in die Arbeitslosigkeit, das sind um 115 oder 3,4% mehr als im November des Vorjahres. 3.221 Personen, um 99 mehr als im November 2013, konnten aus der Arbeitslosenvormerkung genommen werden. Die durchschnittliche Vormerkdauer betrug 97 Kalendertage, um 14 Tage mehr als im Vorjahr.
Gerade für ältere Arbeitslose und für Menschen mit Vermittlungseinschränkungen wird es zunehmend schwierig, wieder aus der Arbeitslosigkeit hinein ins Berufsleben zu finden. Dem entsprechend hat sich auch die Zahl der von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Personen innerhalb der letzten 12 Monate ungefähr verdreifacht.

Erneut etwas günstiger als im Vorjahr stellt sich die Situation auf dem Stellenmarkt dar. Mit 1.524 sofort verfügbaren Stellenangeboten stehen aktuell um 127 (+9,1%) mehr Jobangebote zur Verfügung als vor einem Jahr.
Auf dem Lehrstellenmarkt stehen den 215 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden (121 Burschen und 94 Mädchen) insgesamt 198 sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber. Somit liegt die Zahl der Lehrstellensuchenden um 19 (+9,7%) und jene der sofort verfügbaren Lehrstellen um 39 (+24,5%) über dem Niveau des Vorjahres.

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