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Arbeitsmarkt startet gut ins Jahr 2011 – weniger Arbeitslose, mehr Jobangebote, Entspannung am Lehrstellenmarkt

02. Jänner 2011 | 13:17 Autor: AMS Vorarlberg Vorarlberg
Ende Dezember 2010 waren bei den Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice Vorarlberg 9.349 Per-sonen arbeitslos vorgemerkt, um 2.118 oder 18,5% weniger als im Dezember des Vorjahres. Damit weist Vorarlberg zum vierten mal in Folge wieder den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit aller Bundesländer aus.

Dieser Rückgang betrifft Männer (-1.406 bzw. -21,2%) stärker als Frauen (-712 bzw. -14,7%).  Mit 2.397 Personen in diversen Schulungsprogrammen war die Zahl der Schulungsteil-nehmer/innen fast gleich hoch wie im Vorjahr (-2 bzw. -0,1%).

Bundesweit hat die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Dezember 2009 um 10.492 oder 3,4% auf jetzt 302.279 abgenommen. Die Abnahme betrifft alle Bundesländer mit Ausnahme von Wien. Den stärksten Rückgang verzeichnet wieder Vorarlberg mit -18,5%, gefolgt von der Steiermark (-10,0%), Oberösterreich (-7,9%), Tirol (-7,2%) und Salzburg (-6,3%). Nur unterdurchschnittlich abgenommen haben die Arbeitslo-senzahlen in Kärnten (-2,8%), in Burgenland (-1,4%) und in Niederösterreich (-1,3%). In Wien ist die Arbeitslosigkeit mit +4,2% gegenüber dem Vorjahr dagegen angestiegen.
Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen ist in allen Altergruppen niedriger als im Vorjahr. Bei den unter 25-Jährigen sind in Vorarlberg aktuell um 501 Jugendliche (-25,4%) weniger vorgemerkt als im Vorjahr, bei den Personen im Haupterwerbsalter (25 bis 45 Jahre) um 997 (-17,4%) weniger, und in der Altersgruppe der über 45-Jährigen hat die Arbeitslosigkeit um 620 (-16,5%) abgenommen. In allen Altersgruppen ist der Rückgang bei den Frauen deutlich geringer als bei Männern, die von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt stärker profitieren.
Die Langzeitarbeitslosigkeit konnte gegenüber dem Vorjahr um 69,5% auf 237 Betroffene reduziert werden. Die durchschnittliche Vormerkdauer liegt jetzt mit aktuell 102 Kalendertagen 26 Tage unter dem Wert des Vorjahres.
Die Arbeitslosigkeit ist in allen Berufsbereichen geringer als im Vorjahr. Überdurchschnittlich stark abgenommen haben die Vormerkungen in den Metall- und Elektroberufen (-409 bzw. -30,9%), in den Verkehrsberufen (-132 bzw. -32,0%), in den Textil- (-101 bzw. -30,4%) und Bekleidungsberufen (-37 bzw. -31,1%), in den holzverarbeitenden Berufen (-51 bzw. -30,4%), in den Nahrungsmittelberufen (-34 bzw. -26,4%) und auch wieder in den Technikerberufen (-105 bzw. -25,9%). Die Arbeitslosigkeit in den Hilfsberufen ist ebenfalls überdurchschnittlich stark (-486 bzw. 21,5%) zurückgegangen. In den Han-delsberufen sind die Vorgemerktenzahlen um 213 (-17,8%), in den Büroberufen um 246 (-15,7%), in den Tourismusberufen um 88 (-10,9%) und in den Bauberufen um 65 (-6,6%) gesunken.

Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote liegt Ende Dezember 2010 mit 1.861 um 892 bzw. 92,1% über dem Niveau des Vorjahres. Der Hauptgrund für diesen außergewöhnlich starken Anstieg liegt aber in den Tourismusberufen, in denen zum Jahresende noch um 535 (+177,7%) mehr Stellen gemeldet sind als im Vorjahr. In den Metall- und Elektroberufen haben die Jobangebote um 93 (+68,9%) zugenommen und in den Handelsberufen um 32 (+51,6%). Auch die Nachfrage nach Hilfskräften hat sich gegenüber dem Dezember 2009 um 102 (+300,0%) stark erhöht.

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden liegt gegenüber dem Vorjahr mit 232 (112 Burschen und 120 Mädchen) deutlich günstiger als im Vorjahr (-97 bzw. -29,5%). Diesen Lehrstellensuchenden stehen 177 sofort verfügbare Ausbildungsplätze gegenüber, um 28 bzw. 18,8% mehr als im Dezember 2009.

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