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LR Karlheinz Rüdisser, Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria und Hans Winter, Landesdirektor Firmenkunden Vorarlberg

Bank Austria präsentiert aktuelle Standortanalyse zu Vorarlberg: Goldener Westen: Vorarlberg steht an der Spitze der Bundesländer

14. Dezember 2012 | 15:03 Autor: Unicredit Vorarlberg

Bregenz (A) Die Vorarlberger Wirtschaft steht besser da als je zuvor: Musste im Jahr 2009 aufgrund der hohen Konzentration auf exportorientierte Industriebranchen eine überdurchschnittliche Verringerung der Wirtschaftsleistung verdaut werden, so hat das Bundesland rasch wieder auf den Wachstumspfad zurückgefunden.

Die Wirtschaftsleistung lag zum Jahresende 2011 bereits spürbar über dem Vorkrisenniveau und auch in diesem Jahr zählt Vorarlberg trotz der Konjunkturabschwächung zu den wachstumsstärksten Bundesländern. Vier Jahre nach der Erstausgabe der Standortbroschüre Vorarlberg hat die Bank Austria das westlichste Bundesland einer neuerlichen Standortanalyse unterzogen. „Das kleine Vorarlberg hat seine Größe unter Beweis gestellt und die anderen Bundesländer überholt: Als potenter Wirtschaftsstandort ist Vorarlberg damit in unserem Ranking zur Nummer eins in Österreich aufgestiegen und hat damit erstmals das traditionsreiche Industriebundesland Oberösterreich von der Spitze verdrängt“, fasst Hans Winter, Landesdirektor Firmenkunden Vorarlberg, das Ergebnis der aktuellen Bank Austria Standortanalyse zusammen. Die Standortattraktivität des Bundeslands Vorarlberg wurde dabei einem umfassenden Leistungscheck in den Bereichen Wohlstand, Arbeitsmarkt, Standort und Struktur unterzogen – einschließlich Bewertung seiner Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu den anderen Bundesländern.

Vorarlberg – der neue Spitzenreiter Österreichs dank Topwerten in allen Teilkategorien
Im Detail weist der Standort Vorarlberg – wie bereits in der ersten Ausgabe 2008 – bei den Teilbereichen Wohlstand und Arbeit den größten Vorteil gegenüber Gesamtösterreich auf. „Der Anstieg des BIP betrug zwischen 2000 und 2011 trotz des Rückgangs während der Krise durchschnittlich 2,2 Prozent, gegenüber 1,8 Prozent im Bundesdurchschnitt. Mit mehr als 38.800 Euro pro Kopf ist das Wohlstandsniveau in Vorarlberg das dritthöchste Österreichs“, so Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria. Auch der Vorarlberger Arbeitsmarkt hat die Wirtschaftskrise im Bundesländervergleich sehr gut überstanden und hat sich günstiger als in Gesamtösterreich entwickelt. „Zwar stieg die Arbeitslosigkeit seit Sommer 2012 wieder leicht an, dennoch bleibt die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2012 mit 5,6 Prozent auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig erreicht die Beschäftigung in Vorarlberg ein neues Allzeithoch von fast 150.000 Beschäftigten“, sagt Bruckbauer. Zurückzuführen ist diese recht günstige Situation am Arbeitsmarkt auf einen starken Dienstleistungsbereich und eine international sehr wettbewerbsfähige Sachgütererzeugung. Die jüngsten Beschäftigungstrends machen deutlich, dass Impulse für weitere strukturelle Modifikationen gesetzt und neue Entwicklungsmöglich¬keiten in bislang ungenutzten Wachstumsbranchen – vor allem im Dienstleistungssektor – aktiv wahrgenommen wurden.

Vorarlbergs Wirtschaft mit überdurchschnittlicher Dynamik
Das schwierige internationale Umfeld gekennzeichnet von einer rückläufigen Wirtschafts-entwicklung in mehreren europäischen Ländern hat auch der Vorarlberger Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2012 spürbar zugesetzt. Insbesondere der exportorientierte Sachgüterbereich verlor massiv an Schwung. Dennoch hielt sich der Produktionssektor des Ländles mit einem geschätzten Wachstum von knapp über 1 Prozent im Vergleich zu den meisten anderen österreichischen Bundesländern im Jahr 2012 gut. Die breite Aufstellung der Industrie – sowohl bezogen auf den Branchenmix als auch auf die Abnehmerländer – verschaffte Vorarlberg einen Vorteil gegenüber stärker konjunkturabhängigen Bundesländern. Vorarlberg wird damit in diesem Jahr voraussichtlich der Wachstumsspitzenreiter Österreichs sein. „Das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr wird mit 0,8 Prozent zwar spürbar über dem Österreichschnitt von 0,5 Prozent liegen, kann aber an die hohe Dynamik des Vorjahres von fast 3 Prozent erwartungsgemäß nicht anschließen“, so Hans Winter und ergänzt, „auch im nächsten Jahr sollte Vorarlberg aufgrund einer überdurchschnittlich schwungvollen Entwicklung der Sachgütererzeugung mit bis zu 1,5 Prozent wachsen und damit wieder unter den dynamischsten Regionen in Österreich sein.“

Wachstumsmotor Industrie mit Vielfalt
Die Vorarlberger Industrie sorgt für wirtschaftlichen Schwung. „Der große Industriesektor von fast 30 Prozent der Wirtschaftsleistung war heuer für 40 Prozent des gesamten Wirtschafts-wachstums verantwortlich. Vor allem die Elektro- und die Elektronikbranche sowie der Bereich Metallwaren und Maschinenbau sind Zugpferde dieser Entwicklung. Dagegen verzeichnen arbeitsintensiven Branchen wie die Textilerzeugung einen Rückgang“, analysiert Bruckbauer. Die hohe Exportorientierung macht die Vorarlberger Wirtschaft zwar stärker von internationalen Einflüssen abhängig, dennoch ist diese einer der Wirtschaftstreiber. „Mit mehr als 60 Prozent des BIP hat Vorarlberg eine der höchsten Exportquoten Österreichs. Pro Kopf liegt die Exportquote bei rund 20.500 Euro und damit führt Vorarlberg die österreichische Rangliste an. ‚Made in Ländle’ ist weiterhin sehr begehrt und auch für nächstes Jahr darf Vorarlberg mit einer überdurchschnittlich schwungvollen Entwicklung der Sachgütererzeugung rechnen“, sagt Winter über die starke Exportorientierung.

Wirtschaftsstandort Vorarlberg strukturell modernisiert
Das Land Vorarlberg hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen gesetzt, um seine Standortqualitäten anzuheben und seine Wettbewerbsfähigkeit im nationalen und internationalen Vergleich zu erhöhen. Mit Erfolg: Gegenüber dem Österreichdurchschnitt hat Vorarlberg den bereits bestehenden strukturellen Vorteil noch weiter ausgebaut und den leichten Aufholbedarf bei der Standortqualität mittlerweile sogar in einen Vorsprung verwandeln können. Dazu Bruckbauer: „Vorarlberg präsentiert sich als vielseitig ausgerichtete Dienstleistungsgesell-schaft mit einem potenten Industriekern. Die Neupositionierung in technologisch höher entwickelten Bereichen mit verstärkter Innovationsaktivität bringt langfristig Vorteile – der Rückstand bei den unternehmensnahen Dienstleistungen hat sich bereits deutlich verringert.“ Mit der weiteren Fokussierung auf technologisch höherwertige Wirtschaftszweige liegt Vorarlberg jedenfalls richtig, ist doch die Forschungsquote mit 1,6 Prozent des BIP im Vergleich zu anderen Bundesländern noch auf einem sehr niedrigen Niveau. Durch die praxisnahe Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und den Leitbetrieben zeichnet Vorarlberg aber trotz unterdurchschnittlicher Mittelausstattung eine hohe Forschungseffizienz aus. So liegt das Land bei der Anmeldung neuer Patente in Relation zur Bevölkerung aktuell an der österreichischen Spitze.

„Standortbroschüre Vorarlberg“ – Ratgeber für Förderstrukturen
Transparente und effiziente Förderungen der öffentlichen Hand sind eine wichtige Ergänzung zur Abrundung der vorhandenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die neue Standortbroschüre enthält daher auch einen Überblick über die aktuelle Vorarlberger Förderlandschaft. Ungeachtet dessen, ob es sich um rein nationale Fördermaßnahmen oder um Förderungen mit EU-Kofinanzierung handelt: „Aus der Vielzahl an Förderungen können unsere Expertinnen und Experten den Vorarlberger Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite stehen und so die für sie maßgeschneiderte Fördervariante finden bzw. sie auch bei der Einreichung und Umsetzung unterstützen. Unser online abrufbarer, kostenloser Bank Austria Förderratgeber ermöglicht den raschen Durchblick im heimischen und internationalen Förderdschungel“, so Winter abschließend über das Service der Bank Austria beim Thema Förderungen.

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