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Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung (© Paul-Georg Meister/pixelio.de)

Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung

14. Juni 2017 | 11:01 Autor: AMS Vorarlberg Vorarlberg

Bregenz (A) Die gute wirtschaftliche Entwicklung in Vorarlberg schlägt sich auf dem Arbeitsmarkt nieder. Die Beschäftigtenzahlen steigen, die Anzahl arbeitsloser Menschen sinkt kontinuierlich. Bis auf die über 50-Jährigen profitieren alle arbeitsuchenden Personen von dieser Entwicklung.  

Dynamik am Vorarlberger Arbeitsmarkt

Die Veränderungen der Arbeitslosenzahlen spiegeln jedoch kaum die hohe Dynamik wieder, die den heimischen Arbeitsmarkt charakterisiert.  Im Monat Mai haben sich beispielsweise 2.796 Personen neu beim AMS Vorarlberg arbeitslos vormerken lassen, 4.081 Personen sind abgegangen, davon rund  60 Prozent in Arbeit. Das zeigt, wie stark der Arbeitsmarkt in Bewegung ist und welchen Veränderungen der Bestand an arbeitslosen Menschen unterliegt. Rund die Hälfte aller Arbeitsplätze in Vorarlberg wird im Laufe eines Jahres neu besetzt. Hierzu zählen auch Arbeitsplätze, für die mehrmals im Jahr Personen eingestellt werden, wie beispielsweise in Saisonbranchen, Zeitarbeitsverhältnissen sowie Dienstverhältnissen, die in Probezeit gelöst und wieder neu besetzt werden. In Bundesländern, die vom Tourismus geprägt sind, ist die Fluktuationsrate durchschnittlich höher. Die starke Dynamik des Arbeitsmarktes zeigt sich auch an den unterschiedlichen Wegen in eine unselbstständige Beschäftigung. Im Jahr 2016 wechselten in Vorarlberg 17 Prozent aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis in ein anderes, 32 Prozent kamen vom AMS zu einer neuen Anstellung und 51 Prozent wechselten aus einer erwerbsfernen Position in ein Arbeitsverhältnis, wie beispielsweise  Präsenzdienst, Ausbildung, Wochengeldbezug, Selbstständigkeit oder geringfügige Beschäftigung.

Strukturelle Arbeitslosigkeit und 22 Millionen für Aus- und Weiterbildung
Arbeitslosigkeit hat unterschiedliche Gründe. Einer davon liegt in der strukturellen Beschaffenheit des Arbeitsmarktes und den regionalen Gegebenheiten. In einigen Branchen ist der Fachkräftemangel aufgrund der hohen Anforderungen an Beruf und Ausbildung höher als in anderen. Hinzu kommt die technische Ausrichtung bestimmter Arbeitsbereiche, die unter dem Schlagwort Industrie 4.0 zusammengefasst werden. Unter diesen Gesichtspunkten erklärt sich, dass das Angebot an Arbeitskräften nicht zur Gänze den Anforderungen der Wirtschaft entspricht. „Das AMS Vorarlberg investiert in die Aus- und Weiterbildung arbeitsuchender Menschen, um der strukturellen Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken“, sagt Bernhard Bereuter, Landesgeschäftsführer des AMS Vorarlberg. Effiziente Qualifizierungsmodelle, die auf die betrieblichen Anforderungen zugeschnitten sind, erfordern einen hohen Einsatz an finanziellen Mitteln. Für das Jahr 2017 hat das AMS Vorarlberg dafür eine Summe von rund 22 Millionen Euro eingeplant.

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