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Der erste Schritt in die Arbeitswelt

13. Oktober 2014 | 06:00 Autor: Dietmar Hofer / Anzeige Vorarlberg, Startseite

Schnuppertage helfen Jugendlichen mit Benachteiligungen ihre Stärken und beruflichen Fähigkeiten zu entdecken. Für junge Menschen ist es oft nicht einfach, sich bereits im Vorfeld für die richtige Berufsausbildung zu entscheiden.

Besonders dann, wenn mentale oder physische Beeinträchtigungen oder auch für Jugendliche mit Migrationshintergrund ist der Weg in die Arbeitswelt vielfach mit zusätzlichen Hürden verbunden. Damit diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen ebenso die Chancen auf eine geeignete Lehrstelle oder eine sonstige Ausbildung erhalten, werden im Rahmen des Netzwerks für berufliche Assistenz (NEBA) spezielle Schnuppertage angeboten. Alle jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahre, die in Vorarlberg an einem NEBA-Programm (Jugend- oder Jobcoaching, Berufsausbildung- oder Arbeitsassistenz) teilnehmen, haben vom 10. bis 21. November die Möglichkeit, Berufe und Unternehmen kennenzulernen und sich für eine Lehrstelle zu empfehlen.

Nach der erfolgreichen ersten Auflage im vergangenen Jahr wird diese spezielle Aktion heuer zum zweiten Mal durchgeführt. Neu ist, dass die Jugendlichen bis zu drei Tagen in den teilnehmenden Betrieben, zu denen große Unternehmen ebenso zählen wie KMU’s, bleiben können. Dadurch erhalten sie einen umfangreichen Einblick in den Tätigkeitsbereich. Der längere Zeitraum ermöglicht auch ein Kennenlernen der Arbeitsabläufe sowie der Fähigkeiten, die es für den Wunschberuf braucht.  Die am Projekt teilnehmenden Jugendlichen können ihre Talente entfalten und unter Beweis stellen, aber auch feststellen, wo es noch Schwächen gibt. Anderseits bietet das längere Verweilen den Lehrlingsausbildern beziehungsweise den Personalverantwortlichen die Möglichkeit, sich ein umfangreiches Bild über die Lehrstelleninteressierten zu machen. Dabei kommt es nicht nur auf die beruflichen Qualifikationen an, sondern auch auf Charaktereigenschaften wie Fleiß, gutes Benehmen, Pünktlichkeit oder die Fähigkeit in einem Team zu arbeiten.

Da es für die heimischen Unternehmen aufgrund der demografischen Entwicklungen immer schwieriger wird, bieten diese speziellen Schnuppertage eine Gelegenheit, junge motivierte Kräfte zu finden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Netzwerkes für Berufliche Assistenz nehmen dabei als Vermitller und  Betreuer eine wichtige Rolle ein. Ist es doch ihr oberstes Anliegen, junge Menschen mit Benachteiligungen in die Arbeitswelt zu integrieren. Dass dies vielfach von Erfolg gekrönt ist, zeigen die jüngsten statistischen Auswertungen. So liegt die Beschäftigungsquote von begünstigten behinderten Personen liegt in Österreich bei 65 Prozent. Das ist ein internationaler Spitzenwert, in Deutschland sind es beispielsweise nur 52 Prozent.

Alles zu den Schnuppertagen unter www.neba.at/schnuppertage

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