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Dr. Johannes Ortner (stv. Vorstandsvorsitzender Raiffeisenlandesbank Vorarlberg), Dir. Mag. Peter Brezinschek, Aufsichtsratsvorsitzender Dipl. Vw. Dr. Walter Hörburger sowie WP Dr. Jürgen Kessler (Leiter des Revisionsverbandes)

„Die Sonne scheint immer noch“

08. Juli 2011 | 09:31 Autor: Raiffeisenlandesbank Vorarlberg Vorarlberg

Konjunkturausblick, internationale Schuldenkrisen, Währungsentwicklungen: Die Vorarlberger Raiffeisen Funktionärs Genossenschaft lud zu einem spannenden Vortrag mit Dir. Mag. Peter Brezinschek, dem Chefanalytiker der Raiffeisenbank International, ins Panoramahaus Dornbirn.

Unter den aktuellen Aspekten wie EZB-Leitzinserhöhung, Griechenlandhilfen, Portugal-Downgrading oder der starken Konjunkturerholung in Deutschland war das Interesse am Vortrag des Finanzexperten entsprechend hoch. Gerade die positive Entwicklung unseres großen Nachbarn sei ein deutliches Signal, dass es nach den Krisenjahren auch aufwärts gehen kann. Peter Brezinschek: „Die Beschäftigung steigt, die Privaten geben mehr Geld aus, der Wohnungsbau verzeichnet starke Zuwachsraten – Deutschland ist und bleibt die Konjunkturlokomotive und auch Österreich profitiert derzeit leicht davon.“

Die Zwei-Klassenkonjunktur in der Eurozone bleibt aber nach Ansicht des Chefanalytikers weiterhin bestehen. Irland, Spanien, Italien, Portugal und Griechenland gelten zwar als Problemkinder, aber nur die beiden letzteren zeigen Wachstumsschwächen. „Das BIP von Griechenland und Portugal macht EU weit aber einen derart kleinen Teil aus, dass der Euro dadurch nicht gefährdet wird. Außerdem wissen wir aus der Vergangenheit, dass es bereits zahlreiche erfolgreiche Schuldenrückläufe gegeben hat.“

Wichtig sei nur, dass die Griechen auch aktiv am Prozess mitmachen: „Griechenland ist kein Schulden-, sondern ein Wachstumsproblem. Es fehlt an Produktivität, es wird mehr verteilt, als eingenommen. Es kann beispielsweise nicht sein, dass es nicht einmal 5.000 Personen dort gibt, die einen Steuerausgleich mit einem Einkommen von 100.000 Euro oder mehr machen.“ Den Ratingagenturen könne man in diesem Zusammenhang keinen Vorwurf machen: „Sie weisen wenigstens auf die Missstände hin, die politischen Ursprungs sind.“

Weitere Inhalte des Vortrags waren die Währungsentwicklung des Dollars und des Franken und das historisch niedrige Zinsniveau zurzeit. Brezinscheks optimistisches Fazit: „Der globale Konjunkturaufschwung ist intakt, wird aber durch die Ölpreisentwicklung, Inflationsängsten, dem Ende der Liquiditätsschwemme durch die Nationalbanken sowie der Schuldenkrise der Euroländer gefährdet. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: Es sind zwar Wolken am Himmel, aber noch dominiert das Blau. Und die Sonne scheint immer noch.“

Dr. Johannes Ortner (stv. Vorstandsvorsitzender Raiffeisenlandesbank Vorarlberg), Dir. Mag. Peter Brezinschek, Aufsichtsratsvorsitzender Dipl. Vw. Dr. Walter Hörburger sowie WP Dr. Jürgen Kessler (Leiter des Revisionsverbandes).

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