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Vor über 100 Zuhörern entwickelte sich beim DJW-Business Talk eine rege Diskussion über Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel.

DJW-Business Talk 2013: „Soziale Schwäche ist teuer“

12. Juni 2013 | 14:15 Autor: image3 Vorarlberg

Dornbirn (A) Förderungsmaßnahmen sollen nicht erst in der Lehre, sondern schon viel früher ergriffen werden – das Fazit des DJW-Business Talk gestern (Dienstag, 11. Juni) in Dornbirn war eindeutig. Sozial benachteiligte Kinder müssten schon in jungem Alter professionelle Begleitung erfahren. Zudem betonten die Experten auch die Wichtigkeit von Förder- und Arbeitsmaßnahmen wie den Dornbirner Jugendwerkstätten und forderten Änderungen im schulischen Umfeld.

„Jugendliche erlernen in der Schule meist nicht die Kompetenzen, welche sie fürs Leben brauchen“, erklärte Gastreferent Klaus Farin den über 100 Teilnehmern des DJW-Business Talk 2013 im Raiffeisenforum Friedrich-Wilhelm in Dornbirn. „Bei im Unterricht schwachen Schülern machen es sich Bildungsinstitutionen oft zu leicht. Diese Jugendlichen werden als blöd oder faul dargestellt. Eigentlich aber müsste man sich fragen, wieso Schulen es nicht schaffen, individuelle Fähigkeiten aus den Schülern herauszuholen – denn vorhanden sind sie ganz sicher.“ Diese Degradierung und der Mangel an erlernten Kompetenzen führe zu einem schwachen Selbstbewusstsein und infolge zu bekannten Problemen.

Dr. Alfons Bechter (PISA Vorarlberg) konnte mit einem Lösungsansatz aufwarten: „Wir brauchen ausgebildetes Personal, welches sozial benachteiligte Kinder schon vor der Schule zu fördern beginnt.“ Natürlich könne man Dreijährige nicht auf Sprach- und Sozialkompetenz testen, aber man könne ihnen eine Geschichte vorlesen und sich um sie kümmern, so der Bildungsexperte. Diese begleitenden Maßnahmen müssten, wenn nötig, auch bis ins Jugendalter fortgeführt werden, denn: „Wenn wir die Auswirkungen sozialer Schwächen nicht reduzieren, wird das teuer.“

Ganz im Sinne der dauerhaften Begleitung, Förderung und Unterstützung für Jugendliche fanden Maßnahmen und Institutionen wie die Dornbirner Jugendwerkstätten große Zustimmung in der Expertenrunde. DJW-Geschäftsführer Elmar Luger zeigte sich darüber sehr erfreut: „Für Jugendliche sind wir ein Sprungbrett und kein Abstellgleis. Es ist schön, dass wir auch so gesehen werden – das erleichtert unser tägliches Tun sehr.“ Auch sei Luger begeistert, zu sehen, wie viele wohlwollende und engagierte Mitstreiter er auf seinem Weg habe. Daraus nehme er „eine Menge neue Motivation“ mit.

Von den neuen Ansätzen der Experten zeigte sich auch Raiba-Marketingleiter Udo Reiner beeindruckt: „Wir freuen uns sehr, mit unserem Forum einen Raum zu haben, in dem so wichtige Impulse und Ideen vorgegeben werden.“ Die Suche nach kreativen Lösungen, der Jugend Leistung schmackhaft zu machen, sei jetzt unabdingbar.

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  • „Die Fähigkeiten der Jugendlichen müssen hervorgeholt werden“, sagte Gastreferent Klaus Farin auf dem DJW-Business Talk 2013
    uploads/pics/djw-businesstalk-2-vorarlberg-wirtschaftszeit.jpg

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