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„Europa erkunden und erleben“

26. November 2010 | 08:25 Autor: BG Bregenz Vorarlberg
Maturanten des Gymnasiums Bregenz-Blumenstraße besuchen die EU und NATO.

„United in Diversity“ – ist einer der Leitsprüche der Europäischen Union. Diese Aussagen wollten wir auf ihren Wahrheitsgehalt und ihre Umsetzung in den höchsten Instanzen der EU untersuchen“, sagten sich die Maturantinnen und Maturanten des Gymnasiums Bregenz Blumenstraße und machten sich im Herbst 2010 in Begleitung der Professoren Christoph Jungblut und Gerold Amann auf den Weg nach Brüssel.

Die ersten Eindrücke waren beeindruckend – Parlament und Kommission zeigten sich sehr „united“. Dass allerdings auch die „diversity“ nicht zu kurz kommt, wurde schon sehr bald klar, als die Schüler in einer Lifeschaltung der laufenden Plenarsitzung des Parlaments beiwohnten: verschiedenste Sprachen, Menschen, Meinungen. Ebenfalls ein interessanter und sensibler Zusammenschluss wurde in Form der NATO vorgestellt; Politik und Militär sind dort auf das Engste verknüpft. Dass allerdings innerhalb von Europa große Unterschiede gegeben sind, die unter Umständen auch Konflikte auslösen, ist gut am Beispiel Belgien erkennbar, das seit Generationen einen Sprachenstreit führt, dessen Ende nicht in Sicht ist.

Sehr einig waren sich hingegen die Schüler, wenn es nach den interessanten und informativen Vorträgen und Führungen (auch über das Schlachtfeld von Waterloo und durch das Schiffshebewerk am Canal du Centre) gegen Abend dann ans Feiern und Erkunden Brüssels mit seinen vielen Biersorten und Shopping-Möglichkeiten ging.

Als besonders interessant gestaltete sich der Besuch im NATO-Hauptquartier. Österreich ist dort zwar nicht formelles Mitglied, jedoch politisch als auch militärisch vertreten. Es beteiligt sich im Rahmen des Programms Partnerschaft für den Frieden auch an gemeinsamen Manövern und friedenserhaltenden Maßnahmen. Den Schülern wurde dabei aufgezeigt, dass österreichische Truppen weltweit für den Frieden im Einsatz sind. Da die Schnittmenge von NATO-und EU-Mitgliedern sehr groß und der Nordatlantik-Vertrag auf ähnlichen Grundlagen wie die EU-Verträge basiert (Wahrung der westlich-liberalen Gesellschaftsordnung mit politischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Zusammenarbeit und Anerkennung demokratischer Prinzipien), ist es auch der EU insgesamt möglich, mit der NATO zusammenzuarbeiten, was wichtig ist, weil Europa selbst nur ansatzweise über gemeinsame Verteidigungsstrukturen verfügt.

Der Dank der Schülerinnen und Schüler für diese interessanten Einblicke gilt der Abteilung für Europaangelegenheiten und Außenbeziehungen der Vorarlberger Landesregierung für die Ermöglichung der Exkursion und den beiden Begleitern, den Professoren Christoph Jungblut und Gerold Amann.

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Bundesgymnasium Bregenz-Blumenstraße

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