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(Bild: Petra Spiola)

Geringer Anstieg der Arbeitslosigkeit in Vorarlberg

01. März 2013 | 10:37 Autor: AMS Vorarlberg Vorarlberg

Bregenz (A) 9.275 Personen (5.378 Männer und 3.897 Frauen) waren Ende Februar 2013 bei den Geschäftsstellen des AMS Vorarlberg arbeitslos vorgemerkt. Gegenüber Februar 2012 hat die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg um 201 bzw. 2,2% zugenommen.

Der Anstieg ist bei den Männern (+2%) und Frauen beinahe gleich hoch (+2,5%). 1.994 Personen oder rund 22% aller Vorgemerkten haben bereits wieder eine Einstellzusage in der Tasche. 2.628 Personen befanden sich Ende Februar in diversen Schulungsprogrammen, um 147 bzw. 5,9% mehr als im Vorjahr.

Mit einem Plus von 2,2% verzeichnet Vorarlberg nach Tirol (+1,9%) den geringsten Anstieg aller Bundesländer. In Oberösterreich hat die Arbeitslosigkeit um 8,6% zugenommen, in Kärnten um 6,5%, in Burgenland und in Niederösterreich um 6,2%, in der Steiermark um 4,8%, in Wien um 4,3 und in Salzburg um 3,8%. Bundesweit hat die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Februar um 16.337 oder 5,3% auf  jetzt 326.401 zugenommen.

In Vorarlberg konnte bei der Zahl der Vorgemerkten bei den unter 20-Jährigen ein spürbarer Rückgang um 19,5% (-73 Arbeitslose) erreicht werden. Erstmals seit Juli 2012 verzeichnet das AMS Vorarlberg auch bei den 20- bis 25-Jährigen einen Rückgang (-50 Personen oder 4,2%). In dieser Altersgruppe wurden die Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote ausgeweitet. Derzeit nutzen bei den 20- bis 25-Jährigen 591 Personen (+104 oder 21,4%) mehr als im Februar 2012 die AMS-Schulungsangebote. Bei den Personen im Haupterwerbsalter (25-50 Jahre) sind aktuell um 165 Personen (+3%) mehr auf Jobsuche als im Vorjahr, bei den über 50-Jährigen um 159 Personen (+7,9%). „Trotz eines Wirtschaftswachstums von rund 1% und einer Erhöhung der Zahl der unselbstständig Beschäftigten (rund 1% gegenüber dem Vorjahr) erhöht sich die Zahl der Arbeitslosigkeit“, informiert Bernhard Bereuter, „Grund dafür ist, dass sich das Arbeitskräfteangebot noch stärker erhöht.“   

Weiterhin ungünstig sind die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt für ArbeitnehmerInnen in Hilfsberufen Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen aus Hilfsberufen ist um 132 bzw. 7,0% gestiegen. Aber auch bei den Büroberufen (+99 Arbeitslose bzw. 8,9%) und im Handel  (+53 Arbeitslose bzw. +5,7%) hat die Arbeitslosigkeit merklich zugelegt. In den Reinigungsberufen (-39 bzw. -9,6%), den Bauberufen (-25 bzw. -2,6%) und den Textilberufen (-33 bzw. -17,6%) hat die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr  abgenommen.
Der Anteil der Personen mit maximal Pflichtschulabschluss liegt bei 49,3%.

Mit 2.657 Neuzugängen in die Arbeitslosigkeit im Februar 2013 liegen die Zugänge (+52 bzw. +2%) nur leicht höher wie im Vorjahr. Aber auch die Abgänge aus dem Arbeitslosenregister haben sich gegenüber dem Februar 2012 um 196 oder 6,6% erhöht. Die Dynamik auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt bleibt weiterhin hoch. Die durchschnittliche Vormerkdauer liegt aktuell mit 85 Kalendertagen um drei Tage günstiger als im Vorjahr.

Das Stellenangebot hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,9% auf 1.687 sofort verfügbare Jobangebote verringert. Mehr freie Stellen gibt es in den Gesundheitsberufen (+48 bzw. +65%), in den Technikerberufen (+26 bzw. +18,6%) und  im Fremdenverkehr (+45 bzw. +28,8%). Dagegen haben die Jobangebote in den Hilfsberufen um 90 oder 57,3% stark abgenommen. Auch in den Bauberufen (-33 oder 16,8%) hat die Zahl der Jobangebote abgenommen.
Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden liegt mit insgesamt 249 (131 Burschen und 118 Mädchen) unter dem Niveau des Vorjahres (-13 oder -5%). Diesen Lehrstellensuchenden stehen 161 sofort verfügbare Ausbildungsplätze gegenüber. Während hier im Vorjahresvergleich 27 oder 14,4% sofort verfügbare Ausbildungsplätze weniger zur Verfügung stehen, sind es mit 1.733 Lehrstellenangeboten, die erst in den nächsten Monaten besetzt werden können um 17 (+1%) mehr.

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