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Größte Fotovoltaik-Offensive des Landes bringt

28. September 2012 | 14:26 Autor: VKW Vorarlberg

Bregenz (A) 17 Prozent Sonnenstromzuwachs in Vorarlberg
Bürgerbeteiligungsmodell VKW-Sonnenstrom“Aktie“ im Rahmen eines Festaktes offiziell gestartet.

„Die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen ist die richtige Herangehensweise, um kommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu erhalten“, sagte Landeshauptmann Markus Wallner am Freitag in der Hauptverwaltung von illwerke vkw in Bregenz. Mit einem Festakt sind vor Ort die ersten, jüngst fertiggestellten Anlagen der bislang größten Fotovoltaik-Offensive in Vorarlberg offiziell in Betrieb genommen worden. Bürgerinnen und Bürger im Besitz einer VKW-Sonnenstrom“Aktie“ konnten sich umfassend informieren und "ihre" Anlagen besichtigen.

Mit Blick auf das ambitionierte Ziel des Landes, bis 2050 Energieautonomie zu erreichen, sei es wichtig, alle vorhandenen Ressourcen zur nachhaltigen Stromerzeugung sinnvoll zu nutzen, betonte der Landeshauptmann: „Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes und die Attraktivität und vor allem die Qualität unseres Lebensraumes wird maßgeblich auch vom Faktor Energie bestimmt. Ich bin zuversichtlich, dass die Menschen in Vorarlberg weiter aktiv und engagiert mitziehen, weil sie die Chancen und Perspektiven, die sich für das Land eröffnen, längst erkannt haben“. In Vorarlberg strahlt die Sonne pro Jahr so viel Energie auf eine Fläche von einem Quadratmeter, wie in hundert Litern Öl enthalten ist. Mit der VKW-Sonnenstrom“Aktie“ als innovativem Bürgerbeteiligungsmodell ermöglicht der Vorarlberger Energiedienstleister illwerke vkw auch jenen Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern, die über keine ausreichenden Dachflächen für die Montage einer Fotovoltaikanlage verfügen, die Energiezukunft aktiv mitzugestalten.

40 Anlagen an 21 Standorten
Bereits im August 2011 fiel der Startschuss für das landesweite Projekt mit dem Ziel, bis Ende 2012 insgesamt 40 Anlagen auf 21 verschiedenen Liegenschaften des Landes Vorarlberg, der VKW und der Vorarlberger Landeskrankenhaus Betriebsgesellschaft zu installieren. Dafür werden rund 40.000 m² Dachflächen mit rund 14.000 m² Fotovoltaik-Modulen ausgestattet. Die geplante Gesamtleistung der Anlagen beträgt im Endausbau rund 1.400 kWpeak. Die erwartete Jahreserzeugung von rund 1,4 Gigawattstunden entspricht dem Jahresverbrauch von rund 280 Haushalten (bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 5.000 kWh/Jahr.) Im Vergleich zum Auftaktjahr des Energiezukunft-Programms des Landes im Jahr 2009 steigt der Sonnenstromanteil damit um rund 17 Prozent.

Rund 300 Aktionäre erwarben rund 1.100 Anteile
Für rund 1.400 Euro konnten die Bürgerinnen und Bürger Anteile an der größten Fotovoltaikoffensive erwerben. Die VKW-Sonnenstrom“Aktie“ garantiert den Besitzern 20 Jahre lang Strom im Ausmaß von mindestens 450 kWh/Jahr – in sonnenreichen Jahren sogar noch mehr. „Das Bewusstsein der Menschen für nachhaltige Energieerzeugung ist in Vorarlberg besonders stark ausgeprägt“, so illwerke vkw Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer, „daher hat es uns nicht überrascht, dass innerhalb von wenigen Tagen bereits alle „Aktien“ vergriffen waren.“ Insgesamt rund 300 Aktionärinnen und Aktionäre erwarben rund 1.100 Anteile.

Ethisch-soziales Investment
Unter dem Motto „A sunnigs Mitanand“ beteiligte sich auch die Lebenshilfe Vorarlberg an dem landesweiten Projekt und ermöglichte 24 „Aktionärinnen“ und „Aktionären“ durch Anlagen auf den Werkstätten in Hörbranz und Langenegg ein ethisch-soziales Investment. Der Vertrieb der Lebenshilfe-VKW-Sonnenstrom“Aktien“ erfolgte mit Unterstützung der Raiffeisenbanken Leiblachtal und Vorderbregenzerwald. In den kommenden Jahren sollen weitere Anlagen entstehen.

17 Anlagen im Probebetrieb
Bereits heute sind 17 Anlagen im Probebetrieb und erzeugten bislang rund 62.500 Kilowattstunden umweltfreundliche Energie. Nach dem Probebetrieb bis Ende des Jahres werden die „Aktionärinnen“ und „Aktionäre“ ab 1. Januar 2013 erstmals von ihrer Investition profitieren.

Zusätzliche Fördergelder nach Vorarlberg geholt
Für das Bürgerbeteiligungsmodell VKW-Sonnenstrom“Aktie“ konnten OeMAG-Fördermittel aus dem Topf für größere Fotovoltaikanlagen nach Vorarlberg geholt werden. „Fotovoltaikanlagen von Privatpersonen werden aus einem anderen gesetzlichen Fördertopf gefördert. Die Fotovoltaik-Offensive hat also keinerlei Auswirkungen auf Fördergelder, die Privatpersonen für den Bau einer Anlage zur Verfügung stehen“, so illwerke vkw Vorstand Dr. Christof Germann.
Der österreichischen Klima- und Energiefonds stellt ein Kontingent für rund dreihundert neue private Fotovoltaikanlagen in Vorarlberg zur Verfügung, deren Errichtung zusätzlich vom Land und von der VKW-Ökostrom GmbH finanziell unterstützt wird. Insgesamt wurden schon mehr als 600 private Fotovoltaikanlagen in Vorarlberg mit VKW-Ökostrom-Förderung errichtet.

    vkw illwerke | Vorarlberger Kraftwerke AG

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