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Halbjahresergebnis der VP Bank Gruppe - Konzerngewinn von CHF 11.1 Mio

26. August 2014 | 08:05 Autor: VP Bank Liechtenstein

Vaduz (FL) Die VP Bank Gruppe weist für das erste Halbjahr 2014 einen Konzerngewinn von CHF 11.1 Mio. aus. Im Vergleich zur Vorjahresperiode konnte das Kundenvermögen gesteigert und der bereinigte Bruttoerfolg erhöht werden. Die starke Eigenkapitalbasis bietet eine solide Grundlage für eine Fortsetzung der nachhaltigen Wachstumsstrategie der VP Bank.

Die VP Bank Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2014 einen Konzerngewinn von CHF 11.1 Mio. In der Vorjahresperiode wurde ein Gewinn von CHF 28.3 Mio. erzielt, der auch Gewinne aus aufgegebener Geschäftstätigkeit von CHF 1.2 Mio. enthält. Das weiter rückläufige Zinsumfeld im Schweizer Franken verursachte nicht realisierte Verluste auf den Zinsabsicherungsgeschäften der VP Bank in der Höhe von CHF 8.4 Mio. (Vorjahresperiode: Bewertungsgewinne von CHF 8.2 Mio.), welche zum Rückgang des Konzernergebnisses führten. Ohne den Erfolg aus Zinsabsicherungsgeschäften beläuft sich der Halbjahresgewinn 2014 auf CHF 19.5 Mio. (Vorjahr, bereinigt auf Basis Gewinn aus fortgeführter Geschäftstätigkeit: CHF 18.9 Mio.). Da die VP Bank kein IFRS-Hedge-Accounting anwendet, erwartet sie somit bei gleichbleibendem Zinsniveau auch für das gesamte Geschäftsjahr 2014 einen im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich tieferen Konzerngewinn.

Bereinigter Bruttoerfolg gestiegen
Im Vergleich zum Berichtshalbjahr 2013 reduzierte sich der Bruttoerfolg um CHF 13.7 Mio. (minus 11.0 Prozent) auf CHF 110.6 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 124.2 Mio.). Bereinigt um die Effekte der Zinsabsicherungsgeschäfte (CHF 16.6 Mio.), konnte der Bruttoerfolg um 2.5 Prozent gesteigert werden. Der um die Zinsabsicherungsgeschäfte bereinigte Erfolg aus dem Zinsgeschäft erhöhte sich um 2.1 Prozent von CHF 39.0 Mio. im 1. Semester 2013 auf CHF 39.9 Mio. im Berichtshalbjahr. Die gesteigerten Kundenaktivitäten setzten sich im 1. Semester 2014 erfreulicherweise fort. Dadurch konnte der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft im ersten Halbjahr 2014 um 1.7 Prozent auf CHF 60.1 Mio. erneut gesteigert werden (Vorjahresperiode: CHF 59.0 Mio.). Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft wurde um 29.4 Prozent auf CHF 11.6 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 9.0 Mio.) gesteigert und der Erfolg aus Finanzanlagen reduzierte sich von CHF 8.1 Mio. auf CHF 6.9 Mio.

Erhöhter Geschäftsaufwand durch Wachstumsstrategie

Der Geschäftsaufwand stieg im Berichtshalbjahr 2014 gegenüber der Vorjahresperiode um CHF 4.5 Mio. von CHF 80.0 Mio. auf CHF 84.5 Mio. (plus 5.6 Prozent). Bedingt durch den höheren Personalbestand aufgrund der Übernahme von Mitarbeitenden im Zusammenhang mit dem Asset Deal mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt (International) SA stieg im ersten Semester 2014 der Personalaufwand gegenüber der Vorjahresperiode um CHF 3.3 Mio. Der Sachaufwand erhöhte sich primär durch gestiegene Honoraraufwendungen um 5.4 Prozent auf CHF 22.8 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 21.7 Mio.). Dank strikter Kostendisziplin konnte die VP Bank bei weiteren Positionen des Sachaufwandes Einsparungen erzielen.

Die Abschreibungen lagen CHF 1.3 Mio. (10.1 Prozent) über der Vorperiode und betrugen CHF 14.7 Mio., wobei diese Zunahme hauptsächlich auf die Abschreibungen auf den immateriellen Vermögenswerten im Rahmen des Asset Deals mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt (International) SA zurückzuführen ist. Der Aufwand für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste konnte wesentlich um CHF 0.9 Mio. reduziert werden und belief sich für das erste Semester 2014 auf CHF 0.3 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 1.2 Mio.). Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste für Kreditrisiken beliefen sich im Berichtsjahr auf CHF 1.0 Mio. Dies widerspiegelt die konservative Ausleihungspolitik der gesamten VP Bank Gruppe und ist ein Beleg für die hohe Qualität der Kreditportfolios.

Die VP Bank (Schweiz) AG hatte Ende 2013 vorsorglich entschieden, am US-Programm zur Bereinigung des Steuerstreits der Schweizer Banken mit den Vereinigten Staaten in der Kategorie 2 teilzunehmen. Umfassende interne Abklärungen und externe Expertisen haben ergeben, dass die Voraussetzungen für eine weitere Teilnahme am US-Programm nicht gegeben sind. Daher hat sich die VP Bank aus dem US-Programm zurückgezogen und die gebildete Rückstellung per 30. Juni 2014 aufgelöst.

Zunahme der betreuten Kundenvermögen

Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe beliefen sich per 30. Juni 2014 auf CHF 31.4 Mrd. Gegenüber dem Wert per 31. Dezember 2013 von CHF 30.6 Mrd. bedeutet dies eine Zunahme von 2.7 Prozent. Im ersten Semester 2014 erzielte die VP Bank Gruppe einen Netto-Neugeldzufluss von CHF 236 Mio. gegenüber einem Netto-Abfluss an Kundengeldern von CHF 439 Mio. im ersten Halbjahr 2013. Die performancebedingte Vermögenszunahme betrug im 1. Halbjahr 2014 CHF 0.6 Mrd. (Vorjahr: CHF 0.8 Mrd.). Die Custody-Vermögen reduzierten sich um 5.0 Prozent auf CHF 8.6 Mrd. (31. Dezember 2013: CHF 9.0 Mrd.). Das Kundenvermögen einschliesslich der Custody-Vermögen betrug per 30. Juni 2014 CHF 40.0 Mrd. (31. Dezember 2013: CHF 39.6 Mrd.).

Standard & Poor’s bestätigt «A–» - Rating für die VP Bank
Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat den Ausblick der VP Bank per 30. April 2014 von «Stable» auf «Negative» festgelegt und per 8. August 2014 bestätigt. In ihrem Report hebt Standard & Poor’s jedoch die hervorragende Kapitalausstattung sowie die stabile Kundenbasis und Eigentümerstruktur der VP Bank hervor.

Konstante mittelfristige Ziele
Die mittelfristigen Ziele haben unverändert Gültigkeit. Die VP Bank strebt einen Netto-Neugeldzuwachs auf Basis der betreuten Kundenvermögen von durchschnittlich 5 Prozent pro Jahr an. Die Cost/Income Ratio soll 65 Prozent betragen und die Kernkapitalquote von mindestens 16 Prozent soll gehalten werden. Die Cost/Income Ratio per 30. Juni 2014 beträgt aufgrund rückläufiger Erträge und gleichzeitig erhöhter Kosten 76.4 Prozent (im Vorjahresvergleich: 64.4 Prozent). Mit einer gegenüber 30. Juni 2013 unveränderten Tier 1 Ratio von 20.7 Prozent verfügt die VP Bank Gruppe über ein sehr solides Kernkapital, das auch nach Einführung von Basel III im Branchenvergleich für ein hohes Mass an Stabilität und Sicherheit steht.

Ausblick
Die VP Bank Gruppe ist mit der Fokussierung der strategischen Ausrichtung sowie der Vereinfachung der Führungsstruktur für die künftigen Herausforderungen gut gerüstet. Über all diesen Themen und Massnahmen steht das primäre strategische Ziel der VP Bank, als Gruppe über die Aktivitäten in den Zielmärkten und Zielsegmenten profitabel und qualitativ zu wachsen und dabei die Eigenständigkeit zu bewahren. Ein stabiles Aktionariat und die solide Eigenkapitalbasis bilden hierfür ein solides Fundament.

«Die hohen Eigenmittel erlauben es der VP Bank, auch in Wachstum durch gezielte Akquisitionen zu investieren. Wir werden auch in Zukunft sich uns bietende Marktopportunitäten nutzen, sofern sie strategisch geeignet sind und kulturell zur VP Bank Gruppe passen», gibt Fredy Vogt, Präsident des Verwaltungsrates der VP Bank, die Wachstumsstrategie vor.

Weiterer wesentlicher Teil der Strategie ist die konsequente Weiterführung des gruppenweiten Kostenmanagements, das die VP Bank auch im 2. Halbjahr 2014 begleiten wird. Die sich daraus ergebenden Massnahmen sowie die Investitionen in künftige Ertragsquellen schaffen eine nachhaltige Basis für eine erfolgreiche Zukunft der VP Bank Gruppe.

    VP Bank AG

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