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Thomas Künzler, PhD ist neuer Leiter des Instituts für Medizinische Physik am Landeskranken- haus Feldkirch.

Herausfordernde Kombination von Naturwissenschaft und Medizin - Thomas Künzler, PhD neuer Leiter der Medizinischen Physik am LKH Feldkirch

23. Juli 2012 | 09:39 Autor: KHBG Vorarlberg

Feldkirch (A) „Mit Thomas Künzler konnten wir einen äußerst qualifizierten neuen Leiter für das Institut für Medizinische Physik gewinnen“, erklärt Dr. Gerald Fleisch, Direktor der Krankenhaus-Betriebs- gesellschaft. Künzler übernimmt die Leitung aufgrund der Pensionierung von Dr. Elmar Hillbrand mit 1. August. 

„Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns auch bei Dr. Hillbrand bedanken, der 40 Jahre lang im Landeskrankenhaus Feldkirch tätig war“, so Dr. Fleisch. Wie Dr. Hillbrand bringt auch sein Nachfolger Leidenschaft für die Physik mit. „Die Kombination von Naturwissenschaft und Medizin macht die Arbeit im Krankenhaus so interessant“, erklärt Thomas Künzler, PhD, der an der Technischen Universität Wien Physik studiert hat, bevor er am AKH Wien als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Strahlentherapie tätig war.

Spezialgebiet Strahlentherapie
Von dort wurde er von Dr. Hillbrand 2008 ans Landeskrankenhaus Feldkirch geholt, wo er die letzten vier Jahre als Medizinphysiker tätig war. Nebenbei arbeitete Künzler in dieser Zeit auf dem Spezialgebiet Strahlentherapie an seiner Doktorarbeit zum Thema „Präzisionsbestrahlung von Lungentumoren“, die er vor kurzem erfolgreich abgeschlossen hat.

Von der Diagnose bis zur Therapie
Als Leiter des Instituts für Medizinische Physik ist Thomas Künzler Chef von zehn MitarbeiterInnen, darunter fünf PhysikerInnen, vier HTL-TechnikerInnen und eine Sekretärin. Die Aufgaben seines Teams sind herausfordernd. „Wir sind Dienstleister für die Abteilungen Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie“, so Künzler. Die Arbeit umfasst sowohl die Qualitätssicherung radiologischer Geräte als auch die Therapieplanung bei Tumorerkrankungen, die gemeinsam mit den StrahlentherapeutInnen erfolgt.

„Anhand von CT-Schnittbildern erstellt der Physiker den Therapieplan und berechnet die Strahlendosis im Tumor bei gleichzeitiger Schonung des gesunden Gewebes“, erklärt Künzler. Auch in der Diagnose spielt die Physik eine wichtige Rolle. Hier übernimmt das Institut die Verantwortung der Qualitätsprüfung für Röntgengeräte, Computertomographen oder auch bei nuklearmedizinischer Bildgebung, um einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können.

Verantwortung für den Strahlenschutz
Darüber hinaus ist der Physiker auch Strahlenschutzbeauftragter des LKH Feldkirch. Als einziges Institut für Medizinische Physik in Vorarlberg koordiniert Künzler mit seinem Team die Qualitätskontrolle der Abteilungen für Radiologie an den anderen Landeskrankenhäusern.

Nachwuchssorgen
Obwohl die Abteilung im Moment vollzählig ist, plagen Künzler Nachwuchssorgen, denn es steht aufgrund von Pensionierungen ein Generationswechsel an. „Es gibt nicht viele, die Physik studieren und noch weniger, die anschließend in den medizinischen Bereich gehen“, bedauert der Institutsleiter die geringe Zahl an Medizinphysikern. „Dabei sind es gerade Naturwissenschaften wie Physik, die Erklärungen für das liefern, was um uns herum vorgeht.“

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