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Auf großes Interesse stieß der diesjährige DJW-Business Talk, der gemeinsam mit der Raiba Dornbirn zum Thema „Die Jugend von heute. Deine Fachkraft von morgen“ veranstaltet wurde.

Invest in Qualifikation und Standort gegen drohenden Fachkräftemangel: Rund 80 Experten und Unternehmensvertreter diskutierten beim DJW-Business Talk

06. Juni 2012 | 13:51 Autor: image³ Vorarlberg

Dornbirn (A) Der Befund der Experten am Podium war eindeutig: Der Mangel an Fachkräften wird sich weiter verschärfen. Demgegenüber steht jetzt schon eine überall in der EU im Durchschnitt doppelt so hohe Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zu den gesamten Arbeitslosenzahlen. Lösungsansätze sehen daher mehr Investitionen in die Qualifikation von jungen Menschen, aber auch in den Standort Vorarlberg vor. Das ist zusammen gefasst die Kernaussage des DJW-Business Talks, der gemeinsam mit der Raiffeisenbank Dornbirn am Dienstag, 5. Juni im Raiffeisenforum in Dornbirn veranstaltet wurde. 

„In Vorarlberg sehen wir zudem eine geringe Akademikerquote sowie eine vergleichsweise hohe Quote von jungen Menschen ohne Pflichtschulabschluss“, so Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl von der Donau-Universität Krems in ihrem Vortrag. „Genau an diesem Punkt setzen wir von den Dornbirner Jugendwerkstätten (DJW) an. Unser Ziel ist es, Personen ohne Pflichtschulabschluss fit für den Arbeitsmarkt zu machen oder weiter zu qualifizieren“, sieht sich Elmar Luger, Leiter der DJW, und sein Team, auch wissenschaftlich im bereits jahrelangen Engagement bestätigt.

Jugendliche Motivlagen zu verstehen, werde in der heutigen Dynamik zwar immer schwieriger, sei aber für deren gelingende Integration in die Arbeitswelt unabdingbar, so die Experten. Dabei müsse man zunächst wissen, „wie die Jugendlichen ticken“, so MMag. Manfred Zentner vom Jugendforschungsinstitut. Die Top 3 der Erwartungen von Jugendlichen an den Beruf sind demnach: „Gute Bezahlung, ein sicherer Arbeitsplatz und ein Job, der auch Spaß macht“. Bildungssystem und Wirtschaft müssten diese Faktoren besser berücksichtigen, um dem Fachkräftemangel rechtzeitig entgegenzuwirken.

Bei den weiteren diskutierten Lösungsansätzen waren sich die geladenen Vorarlberg Experten vom Land, des AMS, der Bildungsinstitutionen und der Wirtschaft nahezu einig. Einerseits sollte im Bildungssystem vor allem viel mehr als bisher in die sprachliche Frühförderung, Ganztagsschulen, die Vorbereitung und die Gestaltung der Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt sowie die Qualifizierung in Kulturtechniken oder soziale Kompetenzen investiert werden. Andererseits müsse die Standortpolitik in Vorarlberg so gestaltet sein, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben und weiter geschaffen werden können.

Bereits zu Beginn des Business Talk nahmen die Veranstalter der DJW das Gütesiegel „Betriebliche Gesundheitsförderung“ des Gesundheitsministeriums entgegen. Damit werde die seit zehn Jahren bestehende Konzentration auf die Arbeitsrahmenbedingungen innerhalb der DJW gewürdigt. Unter anderem werde sehr viel Wert auf Gesundheitsförderung in einem ganzheitlichen Sinne und damit auch auf betriebliche Mitbestimmung gelegt, freute sich Elmar Luger über diese Auszeichnung.

Weitere Fotos zum Event finden Sie hier.

  • Mit großer Freude nahm das Team der Dornbirner Jugendwerkstätten das Gütesiegel „Betriebliche Gesundheitsförderung“ im Rahmen des DJW-Business Talks in Dornbirn entgegen.
    uploads/pics/121_klein.jpg

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