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Die Projektleiterinnen Bettina Stachowitz und Christine Klas. (Bild: Juco)

Jugendcoaching - Berufliche Perspektiven für junge Menschen schaffen

10. April 2015 | 06:00 Autor: Dietmar Hofer / Anzeige Vorarlberg

Christine Klas (BIFO) und Bettina Stachowitz (dafür) helfen mit ihren Teams, Jugendlichen in der Berufswelt Fuß zu fassen. Im Gespräch mit der „Wirtschaftszeit“ erklären die beiden Projektleiterinnen, wie den jungen Menschen geholfen werden kann.

Wie sieht die Unterstützung der Jugendlichen konkret aus?

Christine Klas, BIFO: Wir setzen dort an, wo die jungen Menschen Hilfe brauchen. Das beginnt beim Zuhören und setzt sich bei der Erhebung des Ist-Zustandes fort. Wir schauen uns an, wo die Interessen und Stärken liegen und besprechen dann die nächsten Ziele. Die jungen Menschen haben auch die Möglichkeit, verschiedene Berufe kennenzulernen. Wir helfen Ihnen Schnuppertermine zu organisieren und unterstützen sie bei der Lehrstellensuche.

Dürfen sich auch Jugendliche melden, die nicht mehr in der Schule sind?
Christine Klas, BIFO: Ja, selbstverständlich! Alle Jugendlichen, die noch keinen Arbeitsplatz haben oder sich schwer tun, einen zu finden, sind willkommen. Auch jene Jugendlichen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie die Schule oder Lehre abbrechen werden oder diese bereits abgebrochen haben.
Bettina Stachowitz, dafür: Wir sprechen wirklich ALLE junge Menschen an, auch Jugendliche mit Benachteiligung und Beeinträchtigung.

Wo liegt der Hauptunterschied zwischen „dafür“ und „BIFO“?

Bettina Stachowitz, dafür: Die Jugendcoaches von „dafür“ betreuen schwerpunktmäßig Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf und sonstigen Einschränkungen. Im Normalfall bis zu einem Alter von 25 Jahren.
Christine Klas, BIFO: Unser Schwerpunkt liegt bei den Jugendlichen, die Gefahr laufen, Schule oder Lehre abzubrechen oder die überhaupt keine Ausbildung haben und auch nicht im Arbeitsleben stehen. Es ist aber egal, bei welcher Einrichtung man anruft. Es reicht, die Kontaktdaten und die jeweilige Vorgeschichte bekanntzugeben. Hauptsächlich werden die Kontakte ohnehin in den Schulen geknüpft.

Kann man das Jugendcoaching auch noch in Anspruch nehmen, wenn die Betreuung beendet wurde?
Christine Klas, BIFO: Sie können sich jederzeit wieder an ihren Jugendcoach wenden, wenn ein neues Problem auftaucht.

Muss man für das Jugendcoaching etwas bezahlen?
Bettina Stachowitz, dafür: Nein, das Jugendcoaching ist kostenfrei. Wir laden jedenfalls alle, die sich angesprochen fühlen, ganz herzlich ein, sich bei uns zu melden.

Fakten:

  • Das Projekt Jugendcoaching wird seit 2013 flächendeckend in ganz Österreich angeboten. In Vorarlberg sind die Organisationen BIFO und dafür zuständig. Im Vorjahr haben im Ländle 1890 Jugendliche das Angebot genützt. Heuer gab es bisher 839 Neuzugänge, darüber hinaus werden junge Menschen aus dem ersten Jahr weiter betreut.
  • Insgesamt haben seit Beginn 1140 junge Menschen das Jugendcoaching mit einer konkreten Perspektive beendet (Lehre oder überbetriebliches Ausbildungszentrum, weiterer Schulbesuch oder eine sonstige Qualifizierungsmaßnahme, Beschäftigung)

    Sozialministeriumservice - Landesstelle Vorarlberg

    Rheinstr. 32/3, 6900 Bregenz
    Österreich
    +43 5574 6838
    [email protected]sozialministeriumservice.at
    www.sozialministeriumservice.at

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    „dafür“ GmbH

    Markus-Sittikus-Straße 20, 6845 Hohenems
    Österreich
    +43 5576 20770
    [email protected]dafuer.at
    www.dafuer.at

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    BIFO - Beratung für Bildung und Beruf

    Bahnhofstraße 24 , 6850 Dornbirn
    Österreich
    +43 5572 31717-0
    [email protected]bifo.at
    www.bifo.at

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