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(Bild: Petra Spiola)

Knapp 11 Prozent weniger Arbeitslose als im Vorjahr

02. August 2010 | 10:30 Autor: AMS Vorarlberg Vorarlberg
Ende Juli 2010 waren bei den Geschäftsstellen des AMS Vorarlberg insgesamt 9.065 Personen arbeitslos vorgemerkt. Gegenüber dem Juli des Vorjahres entspricht das einem Rückgang um 1.086 Personen bzw. 10,7%.

Die Arbeitslosigkeit bei den Männern ist dank der günstigen Entwicklung im Produktionsbereich um 15,1% zurückgegangen, bei den Frauen um 5,8%.  1.797 Personen befanden sich Ende Juli 2010 in diversen Schulungsprogrammen. Das sind um 129 oder 7,7% mehr als im Juli des Vorjahres.

Bundesweit hat die Zahl der Arbeitslosen um 20.728 oder 8,9% auf jetzt 211.659 abgenommen. Die Abnahme betrifft alle Bundesländer, am stärksten Salzburg (-19,7%), gefolgt von der Steiermark (-15,8%), Tirol
(-13,0%) und Kärnten (-12,7%). Auch in Vorarlberg liegt der Rückgang der  Arbeitslosigkeit mit  -10,7% deutlich über dem Bundesdurchschnitt. In Oberösterreich hat sich die Arbeitslosigkeit um 10,5% reduziert, im Burgenland um 10,3%, in Niederösterreich um 6,6% und in Wien um 2,4%.

Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen hat sich in allen Altergruppen reduziert. Bei den unter 25-Jährigen sind in Vorarlberg aktuell um 189 Jugendliche (-10,8%) weniger vorgemerkt als im Vorjahr, bei den Personen im Haupterwerbsalter (25 bis 50 Jahre) um 777 (-12,2%) weniger, und in der Altersgruppe der über 50-Jährigen hat die Arbeitslosigkeit um 120 (-5,9%) abgenommen. In allen Altersgruppen ist der Rückgang bei den Frauen deutlich geringer als bei Männern, die von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt stärker profitieren. Die Langzeitarbeitslosigkeit konnte mit dem Einsatz zielgerichteter arbeitsmarktpolitischer Projekte zwar seit dem Dezember 2009 mit einem Höchststand von 778 Langzeitarbeitslosen deutlich auf jetzt 542 gesenkt werden. Dennoch liegt die Zahl dieser Arbeitslosen, die bereits länger als ein Jahr vergeblich auf Arbeitssuche sind, noch um 123 höher als im Juli des Vorjahres. Diese Problematik wird deshalb auch noch in den nächsten Monaten einen Schwerpunkt der Aktivitäten des AMS bilden.

Die Arbeitslosigkeit ist in den meisten Berufsbereichen zurückgegangen. Überdurchschnittlich stark  in den Bekleidungs- (-46 bzw. -39,3%) und in den Textilberufen (-101 bzw. -34,0%), in den Metall- und Elektroberufen (-348 bzw. -29,9%), in den Verkehrsberufen (-103 bzw. -27,5%) und in den Bauberufen (-88 bzw. -20,3%). Auch die Zahl der vorgemerkten Personen in Hilfsberufen (-282 bzw. -14,4%) und jene in den Tourismusberufen (-109 bzw. -11,9%) hat überdurchschnittlich stark abgenommen. Dagegen hat die Arbeitslosigkeit in Büroberufen (+14 bzw. +0,9%) leicht und in den Lehr- und Kulturberufen (+25 bzw. +8,6%) doch deutlich zugenommen. In den Gesundheitsberufen sind jetzt sogar um 51 bzw. 18,4% mehr Personen arbeitslos vorgemerkt als im Vorjahr.

Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote liegt Ende Juli 2010 mit 1.654 um 702 bzw. 73,7% über dem Niveau des Vorjahres. In allen Berufsbereichen ist die Zahl der Jobangebote gegenüber dem Vorjahr gestiegen, in Berufsbereichen in der Industrie und im Gewerbe um  483 (+110,3%), im Handel um 43 (+34,1%), im Dienstleistungsbereich um 97 (+63,8%), in den technischen Berufen um 31 (+40,8%), in Büro und Verwaltung um 25 (+38,5%) und auch in den Gesundheitsberufen um 12 (+14,8%).

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist gegenüber dem Vorjahr mit 241 (127 Burschen und 114 Mädchen) leicht rückläufig (-8 bzw. 3,2%). Diesen Lehrstellensuchenden stehen 118 sofort verfügbare Ausbildungsplätze gegenüber, um 57 bzw. 32,6% weniger als im Juli 2009. Die Zahl der insgesamt verfügbaren Ausbildungsplätze (auch jene eingerechnet, die erst in den nächsten Monaten zu besetzen sind) ist gegenüber dem Vorjahr um 24 (+3,7) auf 666 angestiegen. Damit hat sich die Situation am Lehrstellenmarkt aber im letzten Monat leicht verschlechtert. Ende Juni lag das Lehrstellenangebot noch 13,0% über dem des Vorjahres.

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