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(Foto: AMS/ Petra Spiola)

Lage auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt bleibt nach wie vor angespannt

01. September 2015 | 11:47 Autor: AMS Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Bregenz (A) Die leichte konjunkturelle Erholung der Vorarlberg Wirtschaft schlägt sich nicht auf dem Arbeitsmarkt nieder. Durch das stetig steigende Arbeitskräfteangebot verschärft sich der Verdrängungswettbewerb zusehends.

Bei den Dienststellen des Vorarlberger Arbeitsmarktservice waren Ende August insgesamt 9.911 Personen arbeitslos vorgemerkt, weitere 1.859 nahmen an diversen Schulungsprogrammen teil. Die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten hat gegenüber dem Vorjahr um 428 (+4,5%) und die Zahl der Schulungsteilnehmer um 50 (+2,8%) zugenommen. Insgesamt waren damit 11.770 Menschen auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz; um 478 oder 4,2% mehr als im August des Vorjahres.

Mit dieser Zunahme an Jobsuchenden lag  Vorarlberg weiterhin deutlich unter dem Bundesschnitt von 8,1%. Besser als wir schnitten am Monatsende allerdings das Burgenland (+2,6%), Salzburg (+3,1%), Kärnten (+3,5%) und Tirol (+3,9%) ab.  Die Steiermark verzeichnete eine Zunahme von 4,6%, Niederösterreich von 6,9%, Oberösterreich von 8,0% und Wien von 12,8%. Bundesweit hat die Zahl der Jobsuchenden (arbeitslos Vorgemerkte und Schulungsteilnehmer/innen zusammengenommen) um 28.942 (+8,1%) auf nunmehr 384.585 zugenommen.

Die - vorläufige - Arbeitslosenquote (Schulungsteilnehmer/innen werden in dieser Quote nicht gezählt) lag am Monatsende österreichweit bei 8,4% und in Vorarlberg bei 5,9%.

Nach Altersgruppen betrachtet stellte sich die Situation in Vorarlberg bei unter 20-Jährigen mit einem Plus von 17 (+2,8%) am günstigsten dar. In der Altersgruppe der 20- bis 25-Jährigen waren gegenüber dem Vorjahr um 93 (+5,5%) und bei den 25- bis unter 50-Jährigen 105 (+1,6%) Personen mehr auf Jobsuche. Mit 10,6% (+263) musste die mit Abstand größte Zuwachsrate erneut bei den über 50-Jährigen  in Kauf genommen werden.

Nach Berufsgruppen nahm die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich vor allem in den Hilfsberufen (+145) überproportional zu. Merkliche Anstiege wiesen zudem noch die Fremdenverkehrs- (+60), Lehr-  und Kulturberufe (+51) sowie die Verkehrs- (+54) und Metallberufe (+45) auf. In den Handels- (-27) und Büroberufen (-10) und bei den TechnikerInnen (-12) haben sich die Vorgemerktenbestände hingegen etwas verringert.

Diese Verschiebungen führten dazu, dass sich die Arbeitslosigkeit innert Jahresfrist bei den Männern (+320 = +6,8%) deutlich stärker erhöhte als bei den Frauen (+108 = +2,3%).

Mit 6,6% (+166) wiesen die AusländerInnen wieder eine merklich höhere Zuwachsrate auf als mit 3,8% (+262) die InländerInnen.

Ende August 2015 waren beim AMS Vorarlberg insgesamt 1.763 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet; im Jahresvergleich verringerte sich der Bestand um 140 (-7,4%). Deutlich weniger Jobs standen dabei in den Fremdenverkehrsberufen (-69), Gesundheits- (-45), Metall- (-43), Hilfs- (-41) und Reinigungsberufen (-31) zur Verfügung; etwas mehr hingegen in den Bauberufen (+38).

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden war mit 236 (131 Burschen und 105) Mädchen) um 19 (-7,5%) niedriger als im August des Vorjahres. Diesen standen insgesamt 118 sofort verfügbare Ausbildungsplätze zur Verfügung.

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