< Zurück zur Übersicht

Obmann der Vorarlberger Raiffeisen Geschäftsleitervereinigung Norbert Baschnegger, Vorstandsvorsitzender-Stv. Dr. Johannes Ortner, RLB-Vorstandsvorsitzender Betriebsökonom Wilfried Hopfner und Vorstandsdirektor der RLB Mag. Michael Alge.

Mit.Einander Vorarlberg gestalten

24. April 2012 | 14:03 Autor: Raiffeisenlandesbank Vorarlberg

Bregenz (A) Neben der Präsentation eines äußerst erfolgreichen Geschäftsjahres 2011 unterstrich der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, Betriebsökonom Wilfried Hopfner, bei der Bilanzpressekonferenz auch die hohe Bedeutung des Genossenschaftswesens.

Wilfried Hopfner stellte fest, dass die Vorarlberger Raiffeisenbanken zum 31. Dezember 2011 rund 10,5 Mrd. Euro an Kundengeldern verwaltet haben. Die Bilanzsumme ist um 4,3% auf knapp 11 Mrd. Euro angestiegen. Die konsolidierten Eigenmittel sind um 5,2% auf 814 Mio. Euro angestiegen und die Capital Ratio hat sich um 0,7 Prozentpunkte auf 13,3% verbessert.

Der Obmann der Vorarlberger Raiffeisen Geschäftsleitervereinigung Norbert Baschnegger verwies darauf, dass die Kundeneinlagen und die Eigenemissionen seit dem Jahr 2008 um 1 Mrd. Euro angestiegen sind. Damit wird das hohe Kundenvertrauen unterstrichen.

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg Neukredite in der Höhe von 855 Mio. Euro vergeben. Damit konnte der Kreditnachfrage vollumfänglich nachgekommen werden.

Trotz der Turbulenzen auf den Finanz- und Kapitalmärkten im vergangenen Jahr konnte auch der stv. Vorstandsvorsitzende der RLB, Dr. Johannes Ortner, nur Positives über die Situation in Vorarlberg berichten. „Es ist der Vorarlberger Raiffeisen Bankengruppe gelungen, unseren Liquiditätsbedarf und den gesamten Refinanzierungsbedarf im Heimatmarkt und auf den Kapitalmärkten abzudecken.“ Die Stimmung sei schlechter als die Lage, analysierte Dr. Ortner die regionale Wirtschaftssituation. „Die Vorarlberger Wirtschaft hat sich 2011 hervorragend geschlagen.“

Dass alle Geschäftsbereiche der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg positive und gute Ergebnisse erzielen konnte, stand im Mittelpunkt des Berichts von Mag. Michael Alge, Vorstandsdirektor der RLB. „Die positive Ertragslage in Kombination mit der guten Risikosituation führte bei uns zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftigkeit von 18,9 Millionen Euro und dieses liegt damit 19,6 Prozent über jenem des Vorjahres.“ Die Stärke der Vorarlberger Wirtschaft sei bemerkenswert: Heimische Unternehmen seien gut aufgestellt und verfügen über wettbewerbsfähige Produkte.

Internationales UNO-Jahr zum Erfolgsmodell Genossenschaften
Die Basis des Erfolgs der Vorarlberger Raiffeisen Bankengruppe liege nicht zuletzt an der genossenschaftlichen Rechtsform. „Sie ermöglicht es uns, mehr zu sein als eine Bank“, unterstrich Wilfried Hopfner deren Bedeutung. Grundprinzipien der Genossenschaften wie Förderung der Mitglieder, Selbstverwaltung, Hilfe zur Selbsthilfe und Solidarität stehen spätestens seit der Wirtschaftskrise wieder hoch im Kurs.

Mit aktuellen Statistiken machte er deutlich, weshalb auch die UNO mit dem internationalen Jahr der Genossenschaften den aktiven Zusammenschluss von Menschen weiter fördern will: In über 100 Ländern sind mehr als 800 Millionen Mitglieder in 900.000 Genossenschaften vereint (Österreich: 3,3 Mio. Mitglieder in 1.865 Genossenschaften, 1.600 davon im Raiffeisensektor, Vorarlberg mit 83.000 Raiffeisen-Mitgliedern) – eine „Erfindung“ aus dem 18. Jahrhundert erlebt seit Jahren einen regelrechten Boom.

„Kraft des gemeinsamen Tuns“
„Bei Raiffeisen geht es nicht um Gewinnmaximierung für einige wenige, sondern darum, für die Menschen und Unternehmen in der Region nachhaltige Leistungen zu erbringen“, erklärte Hopfner. „Getrieben von der Kraft des gemeinsamen Tuns wollen wir wie in der Vergangenheit auch zukünftig als verlässlicher und fairer Partner ,Mit.Einander’ den Lebens- und Wirtschaftsraum Vorarlberg gestalten.“ In diesem Zusammenhang stellte der Vorstandsvorsitzende der RLB auch das Raiffeisen-Projekt zum UNO-Jahr der Genossenschaften vor. Unter dem Titel „Allmeinde Vorarlberg“ entstand eine 30-minütige Dokumentation, die sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Genossenschaftswesens in Europa und im Speziellen in Vorarlberg beschäftigt.

„Gemeinsam mehr bewegen“
Mit einem historischen Vergleich begann der stv. Vorstandsvorsitzende der RLB, Dr. Johannes Ortner, seinen Bericht über die wirtschaftliche Entwicklung Vorarlbergs. War es einst Franz Michael Felder, der sich mit gleichgesinnten, ausgebeuteten Menschen zusammenschloss, um sich gegen das kapitalistische Monopol des „Käsegrafen“ Gallus Moosbrugger zu wehren, so drückt sich dieser Widerstand gegen die Finanzbranche heute etwa in der Occupy Wall Street-Bewegung aus. „Und genau deshalb ist es kein Zufall, dass wir das Jahr der Genossenschaft erleben, die für Eigeninitiative, Selbsthilfe und Selbstverantwortung steht“, so Ortner.

„Gemeinsam mehr bewegen“ steht deshalb hoch im Kurs – das sieht auch in Vorarlberg so aus. Dass Raiffeisen eben kein reines Bankinstitut, sondern mehr als eine Bank sei, bekräftigte Dr. Ortner mit erfolgreichen, von Raiffeisen unterstützten und nachhaltigen Projekten wie der VLOTTE (Elektromobilität), dem Vorarlberger Holzbau, dem Raiffeisen Reha-Zentrum im Montafon oder den Projekt- und Strukturgenossenschaften für Vorarlberger Gemeinden.

  • RLB-Vorstandsvorsitzender Betriebsökonom Wilfried Hopfner mit dem neuen Geschäftsbericht 2011
    uploads/pics/Pressefoto3.jpg

Raiffeisenlandesbank Vorarlberg reg.Gen.mbH

Rheinstr. 11, 6900 Bregenz
Österreich
+43 5574 405-0
[email protected]raiba.at
www.raiba.at

Details


< Zurück zur Übersicht