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Positive wirtschaftliche Entwicklung schlägt sich weiterhin auf dem Arbeitsmarkt nieder(© Paul-Georg Meister/pixelio.de)

Positive wirtschaftliche Entwicklung schlägt sich weiterhin auf dem Arbeitsmarkt nieder

01. Juni 2017 | 11:19 Autor: AMS Arbeitsmarktservice Vorarlberg Vorarlberg

Bregenz (A) Jüngste Berechnungen des Wifo bestätigten, dass Vorarlberg im abgelaufenen Jahr auf das höchste Wirtschaftswachstum (+2,0%) aller österreichischen Bundesländer verweisen konnte. Erfreulicherweise schlug sich dies auch auf dem heimischen Arbeitsmarkt nieder und seit Ende Jänner 2016 war die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen immer niedriger als im jewei-ligen Vergleichsmonat des Vorjahres. So auch Ende Mai, wo das Minus mit 247 oder 2,5% sogar etwas höher war als in den Monaten seit Jahresbeginn.

Mit dem Beginn der Vorsaison im Fremdenverkehr, aber auch durch Arbeitsaufnahmen in den Außenberufen (Land- und Forstwirtschaft, Bau), verringerte sich Bestand an vorgemerkten Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 1.013 (-9,4%) auf insgesamt 9.743 (5.121 Männer und 4.622 Frauen).
Der saisonunabhängige Vergleich mit dem Vorjahr zeigt aber, dass von der positiven Entwicklung nicht alle Personen- und Berufsgruppen gleichermaßen profitieren konnten. Die Gründe dafür waren unterschiedlich.
Bei den über 50-Jährigen erhöhte sich die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vorjahr um 73 oder 2,5% auf insgesamt 3.042. Allerdings nahm in dieser Altersgruppe auch die Beschäftigung überdurchschnittlich stark zu. Hier wirkten sich vor allem die geänderten Einstiegsbedingungen ins Pensionssystem aus. Vielfach erschwerten aber auch gesundheitliche Einschränkungen die Vermittlungsbemühungen.

Nach Altersgruppen betrachtet verzeichneten zudem noch die unter 20-Jährigen ein leichtes Plus (+6 auf insgesamt 229). Rechnerisch war dies zur Gänze auf einen Anstieg bei den bleibeberechtigten Flüchtlingen zurückzuführen; im Jahresvergleich nahm der Arbeitslosenbestand hier um 20 auf insgesamt 32 zu.
Ähnlich verhielt es sich bei den AusländerInnen, wo sich die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vorjahr um 85 (+2,7%) auf insgesamt 3.229 erhöhte.

Mit dem Ziel einer rascheren Arbeitsmarktintegration erfolgt, in Vereinbarung mit dem Land Vorarlberg, die Betreuungseinbindung bei Flüchtlingen jetzt früher und dadurch waren hier überdurchschnittliche Anstiege zu verzeichnen. Ende Mai waren bei den Dienststellen des Vorarlberger Arbeitsmarktservice insgesamt 365 bleibeberechtigte Flüchtlinge arbeitslos vorgemerkt; um 112 oder 44,3% mehr als noch vor einem Jahr. Unter Berücksichtigung der SchulungsteilnehmerInnen sowie der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden erhöhte sich der Vorgemerktenbestand hier gegenüber dem Vorjahr sogar um 285 (+68,7%) auf insgesamt 700.

Nach Berufsgruppen betrachtet verzeichneten die -Metall (-86), Hilfs- (-82) und Büroberufe (-51) die merklichsten Abnahmen, während in den Handels- (+69) und Gesundheitsberufen (+48) erwähnenswerte Anstieg erfolgten. Dies hatte zur Folge, dass sich die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich bei den Männern (-162 = -3,1%) etwas stärker verringerte als bei den Frauen (-85 = -1,8%).

Österreichweit reduzierte sich die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr um 4,9% (-16.367) auf insgesamt 318.022, wobei die Steiermark (-10,3%), Burgenland (-8,3%), Kärnten (-7,4%), Oberösterreich
(-6,3%) und Tirol (-6,2%) überdurchschnittlich starke Rückgänge verzeichneten. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich auch die Schulungsteilnahmen unterschiedlich entwickelten.

Die vorläufige Arbeitslosenquote (SchulungsteilnehmerInnen werden in dieser Quote nicht mit ge-zählt) lag am Monatsende in Vorarlberg mit 5,8% erneut deutlich unter dem österreichischen Schnitt von 8,0%.

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