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(v.l.n.r.): Fink, Grabher, Schmid, Gasser, Ruess, Mayer, Burtscher und Sonderegger (Foto: Rotes Kreuz Vorarlberg)

Rotes Kreuz zieht erfolgreiche Bilanz von 2010

22. Juni 2011 | 11:29 Autor: Roters Kreuz Vorarlberg Vorarlberg

Am Dienstag, 21.06.2011, fand die 131. Generalversammlung des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband Vorarlberg statt. Vor rund 100 Gästen und Rotkreuzlern legte Vorarlbergs Rotkreuz-Präsident Siegi Gasser einen sehr aufschlussreichen und tiefe Einblicke eröffnenden Leistungsbericht vor.

Im Mittelpunkt standen die Vielfältigkeit der Rotkreuz-Arbeit und die zeitliche wie emotionale Belastung der eigenen Mitarbeiter und weniger die nackten Leistungszahlen. Dennoch gibt es eine Zahl, die immer wieder gefallen ist: 520.000. Das sind die Stunden, die von Mitarbeitern ehrenamtlich und somit unentgeltlich geleistet werden und nur aus einem Grund: Aus Liebe zum Menschen. Diese Stundenanzahl würde rund 300 Vollzeitbeschäftigten und einer Summe von 20 Millionen Euro entsprechen, würde es unsere 1.700 Ehrenamtlichen nicht geben. „Deshalb fordere ich im Jahr der Freiwilligentätigkeit, dass diese Freiwilligen einen eigenen Status erhalten. Sie sind es, die einerseits anderen Menschen helfen und andererseits für eine volkswirtschaftliche Entlastung sorgen,“ sagt Siegi Gasser.

Auch der  Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, Fredy Mayer, verleiht dieser Forderung Nachdruck: „Wir konnten erreichen, dass Spenden an das Rote Kreuz absetzbar sind und damit auch unseren Spendern entgegen kommen. Nun müssen wir uns auf unsere Freiwilligen konzentrieren und dafür sorgen, dass dieses hohe zeitliche und fachlich fordernde Engagement auch abgesetzt werde kann bzw. es zu einer Anrechnung auf die Pensionsjahre kommt.“

Landesrätin Greti Schmid betont: „Vorarlberg verfügt über ein zuverlässiges, leistungsfähiges und flächendeckendes Hilfs- und Rettungswesen, das auf starken regionalen Sicherheitsstrukturen gründet. Gut ausgebildete und hoch motivierte Rettungssanitäter leisten vor Ort im Ernstfall fachkundig und rasch Hilfe. Die hohe Qualität im Vorarlberger Rettungswesen verdanken wir zu einem sehr großen Teil dem unermüdlichen Einsatz der vielen freiwillig Engagierten, die ihre kostbare Freizeit in den Dienst der Gemeinschaft stellen.“

Denn die demografische Entwicklung, die Schwächung der Familienstrukturen, hohe Scheidungsraten und die sich ständig weiterentwickelnde medizinische Versorgung stellen eine Herausforderung für unsere Mitarbeiter dar. Besonders die ältesten und die Alleinstehenden brauchen unsere Dienstleistungen. Die Entwicklungen im Gesundheitswesen führen zu Belastungen finanzieller Art und zur Überbelastung der Freiwilligen. „Der Freiwilligkeit deshalb, weil die Ehrenamtlichen darauf angewiesen sind, dass sie nach einem unbezahlten Nachtdienst halbwegs einsatzfähig an ihren Arbeitsplatz – von dem sie und ihre Familie abhängig sind – zurückkehren können,“ weiß Siegi Gasser.

Bei dieser Generalversammlung wurden auch zwei Mitarbeiter – Werner Burtscher und Walter Ruess – in die Pension verabschiedet.

Zum Schluss präsentierte Dr. MMag. Lothar Allgäuer den von den
Wirtschaftsprüfungskanzleien testierten Jahresabschluss 2010 und bestätigte der Geschäftsleitung eine makellose, allen gesetzlichen und vereinsrechtlichen Erfordernissen entsprechende und auf Sparsamkeit ausgelegte Wahrnehmung ihrer Aufgaben.

    Österreichisches Rotes Kreuz - Landesverband Vorarlberg

    Beim Gräble 10, 6800 Feldkirch
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