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Saisonale Veränderungen beeinflussten die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wesentlich mit

02. Juni 2014 | 10:33 Autor: AMS Vorarlberg

Bregenz (A) Saisonbedingt verringerte sich die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen gegenüber dem letzten Monat um 567 (-5,5%) auf insgesamt 9.694 (4.914 Männer und 4.780 Frauen). Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Arbeitslosigkeit jedoch um 599 oder 6,6%.

Die Zuwachsrate hat somit innert eines Monats von 2,2% auf 6,6% zugenommen. In erster Linie ist dies aber nicht auf eine konjunkturelle Verschlechterung sondern auf eine Saisonverschiebung im Fremdenverkehr zurückzuführen.

Auf Grund der späten Osterfeiertage dauerte die Wintersaison heuer merklich länger; dadurch hat sich bei vielen Betrieben aber auch der Start in die Sommersaison verzögert. Bei der Betrachtung nach Berufsgruppen musste im Vergleich zum Vorjahr in den Gaststättenberufen (+141) der größte Anstieg in Kauf genommen werden. Erwähnenswerte Zunahmen ergaben sich zudem noch in den Büro- (+107), Hilfs- (+91), Reinigungs- (+66) und Handelsberufen (+49). Da die Anstiege vorrangig in den Dienstleistungsberufen erfolgten, war das Plus Ende Mai bei den Frauen mit 356 (+8,0%) deutlich höher als bei den Männern (+243 = +5,2%).

Nach wie vor sind gering qualifizierte Personen überproportional stark von Arbeitslosigkeit betroffen; über 47% aller Vorgemerkten wiesen keinen bzw. nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss auf. Unter diesen befanden sich verstärkt Ausländer und bei diesen hat auch die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich überdurchschnittlich stark zugenommen: die Inländer verzeichneten einen Anstieg um 4,3%, die Ausländer hingegen um 12,7%.
Auch nach Altersgruppen war die Entwicklung sehr unterschiedlich. Während die unter 20-Jährigen (-10 = -3,7%) noch auf einen leichten Rückgang verweisen konnten, musste bei den über 45-Jährigen ein Anstieg von 9,8% (+329) in Kauf genommen werden. Bei den 20 bis unter 25-Jährigen erhöhte sich der Vorgemerktenbestand um 1,9% (+21), bei den 25 bis unter 45-Jährigen um 5,9% (+259).

Am Monatsende-Stichtag nahmen zudem noch insgesamt 2.738 (1.207 Männer und 1.531 Frauen) Personen an diversen Schulungen des Arbeitsmarktservice Vorarlberg teil; zahlenmäßig ergab sich im Vergleich zum Vorjahr (-3) so gut wie keine Änderung.

Trotz des merklichen Anstiegs schnitt Vorarlberg im Bundesvergleich noch immer am besten ab. Ansonsten lag die Zuwachsrate in keinem anderen Bundesland unter der 10% Marke. Bundesweit nahm die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Mai 2013 um 15,5% zu; in Kärnten um 10,0%, im Tirol um 12,0%, in der Steiermark um 13,1%, im Burgenland um 13,2%, in Niederösterreich um 13,4%, in Salzburg um 15,2%, in Oberösterreich um 19,5% und in Wien um 19,7%.
Wie gewohnt war auch die (vorläufige) Arbeitslosenquote in Vorarlberg mit 6,0% merklich niedriger als mit 7,7% im österreichischen Schnitt.

Die Zahl der sofort verfügbaren Stellen war mit insgesamt 1.849 um 180 bzw. 8,9% niedriger als vor einem Jahr. Dabei standen merklichen Rückgängen in den Bau- (-140) und Metallberufen (-123) Zugänge in den Gaststätten- (+63) und Handelsberufen (+44) gegenüberüber.

Auf dem Lehrstellenmarkt blieb die Situation gegenüber dem Vorjahr ziemlich unverändert. Mit insgesamt 185 nahm die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden leicht (+11) zu, bei den sofort verfügbaren offenen Lehrstellen erhöhte sich der Bestand um 30 auf insgesamt 139.

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