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FLIR-Helikopter

SCHUTZ 2014: FLIR-Helikopter im Einsatz

16. Juni 2014 | 08:26 Autor: Christiane Mähr Vorarlberg

Auch in Vorarlberg tauschten im Juni etliche Milizsoldaten ihre Zivilkleidung gegen die Uniform, um an der größten Bundesheerübung dieses Jahres, der „Schutz 2014“, teilzunehmen. Ebenfalls im Ländle-Einsatz: einer von vier FLIR-Helikopter des Innenministeriums.

FLIR steht für Forward Looking Infrared – zu Deutsch: vorwärts gerichtetes Infrarotgerät, sprich Wärmebildkamera. Neben dieser Spezialkamera, die sich in einer 54 kg schweren Kugel befindet, dadurch frei in jede Richtung schwenkbar ist und auf kleinste Temperaturunterschiede reagiert, verfügt der leichte zweimotorige Mehrzweckhubschrauber zusätzlichen über einen 1.600 Watt starken Suchscheinwerfer. Diese und andere Sonderausstattungen, wie beispielsweise das sich in der Nase befindliche Wetterradar oder die Möglichkeit, Nachtsichtgeräte am Helm zu montieren, machen den FLIR-Helikopter voll nachteinsatztauglich. Dies ist etwa bei der Suche nach Abgängigen und Verschütteten sowie bei Fahndungen von großer Bedeutung, schließlich zählt in diesen Fällen jede Sekunde. Aber auch bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen ist der Polizeihubschrauber im Einsatz.

Factbox: FLIR-Helikopter

  • maximales Abfluggewicht: 2.910 kg
  • Reisefluggeschwindigkeit: 137 kts (254 km/h)
  • Besatzung: 2 Piloten (1 Pilot bei Tag / 2 Piloten bei Nacht) und ein FLIR-Operator (Techniker)
  • Instrumentierung: Dual Pilot IFR

Sonderausstattung:

  • SX 16 Searchlight
  • Wärmbildkamera: FLIR MX 15 (in HD Qualität)
  • Downlinksystem
  • Polizeitaktischer Arbeitsplatz
  • Wetterradar
  • Autopilot
  • Piloten sind mit Nachtsichtgeräten ausgestattet
  • Technische Daten:
  • max. Leistung der Triebwerk: 816 shp (OEI, 30 sec.)
  • max. Startleistung der Triebwerke: 667 shp
  • Flug/ Einsatzdauer (SL, ISA, 65 kts, max. Abfluggewicht): 3h 35min
  • Reichweite (SL, ISA, 124 kts, max. Abfluggewicht): 635 km
  • Triebwerke: 2 x PW206B2 mit FADEC, 2x 667 PS

Einsatzbereich (u.a)
Hauptsächlich bei Sucheinsätzen, aber auch bei Großveranstaltungen

    Landespolizeidirektion Vorarlberg

    Bahnhofstr. 45, 6900 Bregenz
    Österreich
    +43 59133 80 1100

    Details


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