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Sehr zufriedenstellende Entwicklungen am Vorarlberger Arbeitsmarkt

02. Mai 2011 | 14:49 Autor: AMS Vorarlberg

Nach dem Ende der heuer sehr langen Saison im Vorarlberger Wintertourismus ist die Arbeitslosigkeit mit 9.440 beim AMS vorgemerkten Personen gegenüber dem Vormonat März zwar um 993 Personen angestiegen, gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres aber um 2.384 oder 20,2% gesunken. Vorarlberg verzeichnet damit erneut den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit aller Bundesländer. Das Jobangebot ist in Vorarlberg mit aktuell 1.906 Arbeitsangeboten und damit einem Plus von 41,3% im Bundesländervergleich am stärksten angestiegen.

Bundesweit hat die Arbeitslosigkeit gegenüber dem April 2010 um 13.375 oder 5,4% auf jetzt 236.304 abgenommen.  Die Abnahme betrifft alle Bundesländer mit Ausnahme von Wien. Den stärksten Rückgang verzeichnet wieder Vorarlberg (-20,2%), gefolgt von Oberösterreich (-14,6%), der Steiermark (-14,0%), Tirol (-10,7%), Salzburg (-8,0%), dem Burgenland (-6,9%), Niederösterreich (-5,0%) und Kärnten (-2,5%). In Wien sind die Arbeitslosenzahlen um 6,1% gestiegen.

2.559 Personen befinden sich in Vorarlberg Ende April 2011 in diversen Schulungsprogrammen, um 188 (-6,8%) weniger als zum Vergleichszeitpunkt im Vorjahr.

Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen ist in allen Altergruppen niedriger als im Vorjahr. Bei den unter 25-Jährigen sind in Vorarlberg aktuell um 517 Jugendliche (-24,6%) weniger vorgemerkt, bei den Personen im Alter von 25 bis 50 Jahren sind es um 1.597 (-21,8%) weniger, und in der Altersgruppe der über 50-Jährigen hat die Arbeitslosigkeit um 270 (-11,2%) abgenommen. Jüngere profitieren also deutlich mehr von der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt als die älteren Jahrgänge. Deshalb hat das AMS Vorarlberg schon im letzten Monat ein Förderprogramm aufgelegt. Unternehmen können bei der Einstellung von arbeitslosen Frauen ab 45 Jahren mit Lohnkostenzuschüssen gefördert werden. Anton Strini, der Landesgeschäftsführer des AMS Vorarlberg beklagt, dass dieses Förderprogramm von den Unternehmen bisher nur wenig in Anspruch genommen werde. Das AMS werde die Unternehmen in den nächsten Wochen verstärkt auf diese Fördermöglichkeit hinweisen.

Die Langzeitarbeitslosigkeit konnte weiter zurückgeführt werden. 127 Personen sind Ende April 2011 noch länger als 12 Monate ununterbrochen erfolglos auf Jobsuche. Das sind um 513 oder 80,2% weniger als noch im April 2010. Die durchschnittliche Vormerkdauer liegt jetzt bei 84 Kalendertagen und damit um 30 Tage oder 26,1% unter der im April des Vorjahres.

Nach beruflicher Ausrichtung ist die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich stark in den Metall- und Elektroberufen (-388 bzw. -34,8%), in den Bauberufen (-161 bzw. -27,8%), in den Technikerberufen (-93 bzw. -25,1%), in den Reinigungsberufen (-100 bzw. 22,9%) aber auch in den Büroberufen (-325 bzw. -21,3%) und auch in den Handelsberufen (-270 bzw. -23,1% zurückgegangen. Bedeutende Rückgänge der Arbeitslosigkeit sind auch in den Tourismusberufen (-362 bzw. -16,0%) und in den Hilfsberufen (-330 bzw. -16,7%) festzustellen.

Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote liegt Ende April 2011 mit 1.906 um 557 bzw. 41,3% über dem Niveau des Vorjahres. Die stärksten relativen Zuwächse beim aktuellen Jobangebot sind in der Industrie und im Gewerbe (+419 bzw. +60,6%) und in den technischen Berufen (+45 bzw. +37,2%) festzustellen. Zugenommen hat das Jobangebot aber auch in den Verwaltungs- und Büroberufen (+29 bzw. +31,9%) und in den Handels- und Verkehrsberufen (+36 bzw. +25,0%).

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden liegt gegenüber dem Vorjahr mit 214 (110 Burschen und 104 Mädchen) deutlich günstiger als im Vorjahr (-45 bzw. -17,4%). Diesen Lehrstellensuchenden stehen 132 und damit fast genau so viele, sofort verfügbare Ausbildungsplätze gegenüber wie im Vorjahr.

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