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Alfred W. Moeckli, CEO der VP Bank Gruppe

Solides Halbjahresergebnis: VP Bank Gruppe erzielt höhere Erträge und senkt Kosten

27. August 2013 | 08:21 Autor: VP Bank Vorarlberg

Vaduz (FL) Die VP Bank Gruppe weist für das erste Halbjahr 2013 einen Konzerngewinn von CHF 28.3 Mio. aus. Im Vergleich zur Vorjahresperiode konnten die operativen Erträge erhöht und der Geschäftsaufwand dank strikter Kostendisziplin erneut gesenkt werden. Die starke Eigenkapitalbasis bietet ideale Voraussetzungen, um gezielt Wachstumschancen zu nutzen.

Die VP Bank Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2013 einen Konzerngewinn von CHF 28.3 Mio. In der Vorjahresperiode wurde ein nach IAS 19 revised (IAS 19R) angepasster Gewinn von CHF 34.3 Mio. erzielt, der aufwandseitig eine Einmalentlastung von CHF 22.8 Mio. – im Wesentlichen bedingt durch die Umstellung vom Leistungs- auf das Beitragsprimat der Treuhand-Personalstiftung – beinhaltete. Bereinigt um diesen Einmaleffekt erwirtschaftete die VP Bank Gruppe im ersten Halbjahr 2012 einen Konzerngewinn von CHF 11.4 Mio.

Höherer Bruttoerfolg
Im Vergleich zur Vorjahresperiode nahm der Bruttoerfolg um 1.7 Prozent von CHF 125.7 Mio. auf CHF 127.9 Mio. zu. Besonders erfreulich entwickelten sich das Zinsgeschäft mit einem Anstieg von 9.6 Prozent sowie das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einer Zunahme um 6.1 Prozent. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft ging von CHF 11.2 Mio. auf CHF 9.0 Mio. zurück und der Erfolg aus Finanzanlagen reduzierte sich von CHF 11.9 Mio. auf CHF 8.1 Mio.

Sinkender Geschäftsaufwand durch Kostendisziplin
Im ersten Semester 2013 sank der Personalaufwand, bereinigt um die Einmaleffekte von CHF 22.8 Mio. aus dem Vorjahr, um CHF 3.8 Mio. Der Sachaufwand konnte um 5.4 Prozent auf CHF 22.4 Mio. reduziert werden. Dank strikter Kostendisziplin wurden in praktisch allen Bereichen Einsparungen erzielt. Die Abschreibungen lagen 7.3 Prozent unter der Vorjahresperiode und betrugen CHF 13.4 Mio. Der Aufwand für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste konnte wesentlich reduziert werden und belief sich für das erste Semester 2013 auf CHF 1.2 Mio. Der Bildung von Kreditrückstellungen in der Höhe von CHF 2.9 Mio. standen Auflösungen nicht mehr benötigter Kreditrückstellungen in der Höhe von CHF 2.2 Mio. gegenüber. Dies widerspiegelt die konservative Ausleihungspolitik der gesamten VP Bank Gruppe und ist ein Beleg für die hohe Qualität der Kreditportfolios.

Zunahme der betreuten Kundenvermögen

Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe erhöhten sich gegenüber Ende 2012 um 1.1 Prozent von CHF 28.5 Mrd. auf CHF 28.8 Mrd. Die Marktbearbeitung in den Zielmärkten wurde weiter intensiviert und brachte merkliche Erfolge. Aufgrund der regulatorischen Veränderungen sowie eines grösseren Abflusses aus einem Drittfonds konnten diese Zuflüsse jedoch nicht vollständig die Abflüsse von betreuten Kundenvermögen kompensieren. Im ersten Halbjahr 2013 resultierte ein Netto-Abfluss von Kundengeldern in der Höhe von CHF 439 Mio. Die performancebedingte Vermögenszunahme betrug CHF 0.8 Mrd. (im Vorjahresvergleich: CHF 0.3 Mrd.). Die Custody-Vermögen reduzierten sich um 4.6 Prozent auf CHF 8.4 Mrd. Die Kundenvermögen einschliesslich der Custody-Vermögen betrugen per 30. Juni 2013 CHF 37.2 Mrd.

Veräusserung der eigenen Treuhandgesellschaften
Der Verwaltungsrat der VP Bank Gruppe hat im Sommer 2012 entschieden, sich strategisch auf das mittlere Private-Banking-Segment sowie auf das Intermediärgeschäft zu fokussieren. Die Marktbearbeitung, der gesamte Vertrieb und sämtliche unterstützenden Einheiten werden auf die Zielkunden in den definierten Märkten in Europa und Asien ausgerichtet. Das primäre Ziel ist es, als Gruppe profitabel zu wachsen. Märkte, Kundensegmente sowie Produkte und Leistungen der VP Bank Gruppe werden dabei laufend einer genauen Analyse unterzogen.

Im Zuge der strategischen Ausrichtung hat der Verwaltungsrat beschlossen, sich von den eigenen Treuhandgesellschaften zu trennen. Die Tochtergesellschaft IGT Intergestions Trust reg. in Vaduz wird im Rahmen eines Management-Buy-outs aus der VP Bank Gruppe ausgelöst; sämtliche Mitarbeitende werden von der bestehenden Gesellschaft übernommen.

Die VP Bank Gruppe bereinigt ebenfalls die Strukturen ihrer Dachholding VP Bank and Trust Company (BVI) Limited in Tortola auf den British Virgin Islands, welche ein Joint Venture mit dem liechtensteinischen Allgemeinen Treuunternehmen (ATU) ist. Unter Vorbehalt der behördlichen Zustimmung wird die VP Bank Gruppe die VP Bank (BVI) Limited vollständig übernehmen und die übrigen Beteiligungen an das Allgemeine Treuunternehmen (ATU) übergeben.

Wechsel in der Geschäftsleitung der VP Bank (Schweiz) AG
Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die weitere Ausrichtung der Bankentochter in Zürich verlässt Marcel Tschanz nach zweijähriger Tätigkeit die VP Bank (Schweiz) AG. Der Verwaltungsrat und das Group Executive Management danken ihm für sein Engagement und wünschen ihm für seine Zukunft viel Erfolg. Vorbehältlich der Zustimmung der FINMA hat der Verwaltungsrat der VP Bank (Schweiz) AG Joachim Künzi zum neuen Chief Executive Officer (CEO) ernannt. Er wird diese Funktion per 1. Oktober 2013 übernehmen. Der 43-jährige Schweizer ist eine ausgewiesene Führungspersönlichkeit mit langjähriger Erfahrung im Finanzdienstleistungsbereich. Zuletzt war er als CEO der BHF-Bank (Schweiz) AG tätig. Mit seinem umfangreichen Know-how im Schweizer Markt kann er massgeblich zur erfolgreichen Weiterentwicklung der VP Bank (Schweiz) AG beitragen.

Unveränderte mittelfristige Ziele
An den mittelfristigen Zielen hält die VP Bank fest. Angestrebt wird ein Netto-Neugeldzuwachs auf Basis der betreuten Kundenvermögen von durchschnittlich 5 Prozent pro Jahr. Die Cost/Income Ratio soll 65 Prozent betragen und die Kernkapitalquote von 16 Prozent gehalten werden. Per 30. Juni 2013 betrug die Cost/Income Ratio 64.4 Prozent (im Vorjahresvergleich: 51.5 Prozent). Die Zunahme der Kosten resultiert aus der erwähnten Umstellung vom Leistungs- auf das Beitragsprimat der Treuhand-Personalstiftung. Mit einer Verbesserung der Tier 1 Ratio auf 20.7 Prozent, gegenüber 19.2 Prozent per 30. Juni 2012, verfügt die VP Bank Gruppe über ein sehr solides Kernkapital, das auch nach Einführung von Basel III im Branchenvergleich für ein hohes Mass an Stabilität und Sicherheit steht.

Ausblick
Das Kapitalmarktumfeld sowie das sich rasch ändernde regulatorische Umfeld stellen auch im zweiten Halbjahr 2013 grosse Herausforderungen dar. Die VP Bank Gruppe ist überzeugt, dass sie mit der weiteren Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen, der verstärkten Ausrichtung auf die Markt- und Kundenbedürfnisse sowie einem konsequenten Kostenmanagement eine nachhaltige Basis für die erfolgreiche Zukunft geschaffen hat. Mit der Übernahme der Private-Banking-Aktivitäten sowie des auf Private Banking bezogenen Fondsgeschäfts von der HSBC Trinkaus & Burkhardt (International) SA in Luxemburg hat die VP Bank Gruppe die Weichen gestellt, um im zweiten Semester eine positive Entwicklung im Neugeld zu verzeichnen. Gleichzeitig bietet die starke Eigenkapitalbasis ideale Voraussetzungen, um auch künftig attraktive Marktopportunitäten zu nutzen.

  • Joachim Künzi, VP Bank, Niederlassung Zürich
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