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Städtepartnerschaft zwischen Dornbirn und Dubuque, USA - Historische Verbindung zwischen den beiden Städten

29. Juni 2011 | 08:18 Autor: Stadt Dornbirn Vorarlberg

Die Dornbirner Stadtvertretung hat in ihrer jüngsten Sitzung den Beschluss gefasst, mit der US-Amerikanischen Stadt Dubuque, Iowa, eine Städtepartnerschaft einzugehen.

Die beiden Städte verbindet in erster Linie die Geschichte. Rund 220 Dornbirnerinnen und Dornbirner sind Mitte des 19. Jahrhunderts nach Dubuque ausgewandert. Die Stadt am Mississippi war der wichtigste Brückenkopf der Dornbirner Emigration in die USA. Die Dornbirner haben in Dubuque, das ca. 300 km westlich von Chicago liegt, zahlreiche auch heute noch sichtbare Spuren hinterlassen. Der Partnerschaftsvertrag soll anlässlich eines für den Herbst oder das kommende Frühjahr geplanten Besuchs einer Delegation aus Dubuque in Dornbirn unterzeichnet werden.

Die historische Verbindung zwischen den beiden Städten ist seit längerem bekannt. Erst vor etwas mehr als  zwei Jahren wurden die Kontakte der beiden Städte aber intensiviert. Im Zuge der Einladungen der Drexel University nach Philadelphia machten zwei Dornbirner Delegationen einen Besuch am Mississippi. Die geschichtliche Verknüpfung aber auch Parallelen in der wirtschaftlichen Entwicklung haben sowohl in Dornbirn als auch in Dubuque dazu geführt, über eine engere Zusammenarbeit im Rahmen einer Städtepartnerschaft nachzudenken. Vom Stadtrat in Dubuque wurden die dafür notwendigen Beschlüsse bereits gefasst und der Partnerschaftsvertrag von Bürgermeister Roy Buol bereits unterzeichnet. Im Rahmen eines geplanten Besuchs einer Delegation aus Dubuque soll noch heuer die Gegenfertigung erfolgen.

Weitere Informationen zu Dubuque finden sich im Internet unter der Adresse:  http://www.cityofdubuque.org/

Dubuque und Dornbirn verbindet die Geschichte. Mitte des 19. Jahrhunderts sind rund 220 Dornbirnerinnen und Dornbirner nach Dubuque ausgewandert und haben die Entwicklung der Stadt erheblich mitgestaltet nachdem Josef Andrä Rhomberg als erfolgreicher Unternehmer in der Kleinstadt Arbeit und Unterkunft für neue Einwanderer aus seiner Heimatstadt anbieten konnte. Die „Rhomberg Avenue“ ist eine bedeutende Straße in Dubuque und der Name Rhomberg nach wie vor sehr angesehen.. Dubuque war damals ein wichtiger Brückenkopf für die Erschließung des amerikanischen Westens. Noch heute finden sich zahlreiche Zeugnisse aus dieser Zeit wie etwa die vielen Dornbirner Namen auf dem katholischen Friedhof in Dubuque.

Mit der Stadt Dubuque am Mississippi in Iowa bestanden schon vor einigen Jahren erste Kontakte. Dubuque war der Brückenkopf für Dornbirner Auswanderer nachdem Josef Andrä Rhomberg als erfolgreicher Unternehmer in der Kleinstadt Arbeit und Unterkunft für neue Einwanderer aus seiner Heimatstadt anbieten konnte. Die „Rhomberg Avenue“ ist eine bedeutende Straße in Dubuque und der Name Rhomberg nach wie vor sehr angesehen. Anlässlich des Besuchs der Dornbirner Delegation im Vorjahr wurden die Möglichkeiten einer Städtepartnerschaft zwischen Dornbirn und Dubuque angesprochen und in den vergangenen Wochen konkretisiert. Seitens der Stadt Dubuque wurde ein konkrete Anfrage bereits gestellt.

Die Geschichte der Auswanderer Vorarlbergs in die USA wurde vom Mag. Meinrad Pichler in seinem Buch „auswanderer“ wissenschaftlich aufgearbeitet. In den vergangenen Jahren wurde diese Arbeit ergänzt und ausgebaut. Mag. Meinrad Pichler hat heuer von der Stadt Dornbirn den Auftrag erhalten, eine Dokumentation der Dornbirner Auswanderer zu erstellen. Dabei wird den Kapiteln „Franz Martin Drexel“ und „Dubuque“ ein erheblicher Stellenwert eingeräumt werden. In den vergangenen Jahren gab es verschiedene Kontakte zwischen Dubuque und Dornbirn, unter anderem beschäftigte sich Altstadtrat Franz Albrich mit den Auswanderern aus Dornbirn in die USA und reiste selbst nach Dubuque.

Proklamation
Auf der Basis des Programms für Städtepartnerschaften, verwaltet durch „Sister Cities International“, vom Präsidenten der Vereinigten Staaten im Jahr 1956 initiiert, um die Freundschaft und das gegenseitige Verständnis zwischen den Vereinigten Staaten und anderen Nationen durch persönliche Kontakte zu fördern und um diese Ziele zu unterstützen, vereinbaren die Städte Dubuque, Iowa, USA und Dornbirn, Österreich durch eine Geste der Freundschaft und des guten Willens eine gemeinsame Kooperation im Rahmen einer Städtepartnerschaft zum gegenseitigen partnerschaftlichen, bildungs, wirtschaftlichen und kulturellen Nutzen.

Die Städte Dubuque, Iowa, und Dornbirn, Österreich verpflichten sich dadurch, sich im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten gegenseitig durch konkrete Austauschprojekte zu unterstützen und zu fördern.

Dubuque, Iowa, und Dornbirn, Österreich, erklären sich mit dieser Proklamation zu Partnerstädten und sie erklären ihre Absicht, diese Richtlinien auf unbestimmte Zeit gemäß den internationalen Gepflogenheiten für Städtepartnerschaften zu befolgen.

Proclamation
WHEREAS, the Sister City Program, administered by the Sister Cities International, was initiated by the President of the United States of America in 1956 to encourage greater friendship and understanding between the United States and other nations through direct personal contact; and

WHEREAS, in order to foster those goals, the people of Dubuque, Iowa, USA, and Dornbirn, Austria, in a gesture of friendship and goodwill, agree to collaborate for the mutual benefit of their communities by exploring educational, economic, and cultural opportunities; and

WHEREAS, we agree to support and encourage opportunities for mutually beneficial practical exchanges.

NOW THEREFORE, Dubuque, Iowa, and Dornbirn, Austria, do hereby proclaim themselves Sister Cities and declare their intent to abide by these guidelines indefinitely according to the Sister Cities International polices.


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