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Vernetzungstreffen in Vorarlberg (Foto: Rhomberg)

"Unternehmen für Familien" - Familienfreundlichkeit als Wirtschafts- und Standortfaktor für Vorarlberg unerlässlich

27. November 2015 | 15:49 Autor: BMFJ Startseite, Wien, Vorarlberg

Bregenz/Wien (A) „Familienfreundlichkeit ist längst nicht mehr nur eine Frage von sozialem Engagement, sondern von elementarer Bedeutung für den Wirtschafts-, Lebens- und Zukunftsstandort Vorarlberg“, erklärte Familien- und Jugendministerin Dr. Sophie Karmasin am 27. November 2015 im Rahmen eines Pressetermins in Bregenz.

Familienfreundlichkeit: Alles spricht dafür
Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie spielt für Bundesministerin Karmasin in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. „Familienfreundlichkeit ist der Schlüssel für Wachstum und die Zukunftsfähigkeit Österreichs. Aus diesem Grund habe ich vor wenigen Monaten die Initiative ‚Unternehmen für Familien‘ ins Leben gerufen. Sie soll dazu beitragen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einer Selbstverständlichkeit zu machen und Österreich bei diesem Thema an die Spitze Europas zu bringen“, so Karmasin. Das Ziel der Initiative ist damit klar definiert - deutliche Akzentsetzung für den Nutzen von Familienfreundlichkeit in der öffentlichen Diskussion. „Wir müssen die vielen positiven Erkenntnisse, die wir über den Nutzen von Familienfreundlichkeit in Wirtschaft und Gesellschaft sehen, durch Umsetzung gezielter Maßnahmen verstärkt auf den Boden bringen“, so Karmasin weiter.

Mehr als 170 Partner unterstützen bereits die Initiative
Seit Start der Initiative haben sich bereits mehr als 170 Partner aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung angeschlossen. Auch in Vorarlberg treten namhafte Unternehmen wie etwa die erfolgreiche Unternehmensgruppe Rhomberg für mehr Familienfreundlichkeit ein und leisten dazu einen aktiven Beitrag – freiwillig, aus Überzeugung und unter Einbindung der Mitarbeiter/innen.

Durch „Best Practices“, nationale und internationale Studien, Vernetzung und Austausch soll es zu einer gesteigerten Wahrnehmung des Themas bei Entscheidungsträger/innen in Unternehmen und Gemeinden kommen. In weiterer Folge sollen immer mehr familienfreundliche Maßnahmen umgesetzt werden, indem Unternehmen voneinander lernen und bewährte Projekte und Ansätze übernehmen können. Der Beitritt zum Netzwerk Unternehmen für Familien steht allen Unternehmen, Organisationen und Gemeinden offen und ist kostenlos möglich.

Klares Ja des Landes Vorarlberg zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
„Die Unterstützung und Förderung unserer Familien in allen Lebensbereichen ist eine zentrale Aufgabe. Viele Vorarlberger Unternehmen leisten bereits wertvolle Beiträge für eine familienfreundliche Arbeitswelt. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Balance zwischen Familie und Beruf gelingt. Diese Vereinbarkeit ist sowohl für Mütter als auch Väter von großem Interesse. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine gute Betreuung der Kinder“, so Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, der auf das starke Engagement Vorarlbergs diesbezüglich verweist.

Familienfreundlichster Betrieb
Das Land Vorarlberg räumt dem Thema Familie einen hohen Stellenwert ein, weil sie die Grundlage für ein gutes Miteinander und das Zusammenleben der Generationen bildet. Das Engagement zahlreicher Unternehmen sowie des Landes Vorarlberg spiegelt sich auch regelmäßig im Rahmen der Staatspreisverleihung „Familienfreundlichster Betrieb“ wider. Bei dieser bundesweiten Auszeichnung finden sich kontinuierlich besonders herausragende Vorarlberger Unternehmen und Organisationen in Top-Platzierungen.

Auch heuer hat das Land in Kooperation mit dem Netzwerk für Beruf und Familie alle Vorarlberger Firmen, Institutionen und öffentlichen Einrichtungen zur Teilnahme an der Initiative "Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb" eingeladen. Der Bewerb hat sich in den letzten Jahren sehr gut bewährt, informiert Landesstatthalter Rüdisser: "Jeder neue Durchgang bringt wieder wertvolle Impulse für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Denn von familienfreundlichen Maßnahmen – ob das nun flexible Arbeitszeitmodelle, gezielte Möglichkeiten zum Wiedereinstieg, Jobsharing-Modelle, familienbewusste Serviceleistungen für Eltern oder Unterstützungsmaßnahmen bei der Organisation der Kinderbetreuung sind – profitieren beide Seiten: Unternehmer und Beschäftigte." Eine aktive betriebliche Familienförderung ist eine Investition in zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dementsprechend motiviert, einsatzfreudig und leistungsfähig an die Arbeit gehen, so Rüdisser.

30 Prozent mehr Teilnehmer
Der Preis "Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb" wird alle zwei Jahre vergeben. Teilnehmen können Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen sämtlicher Sparten in Vorarlberg. Alle teilnehmenden Betriebe, die die Mindestkriterien erfüllen, erhalten das Gütesiegel "Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb" und dürfen dieses für zwei Jahre führen. Die Zahl der teilnehmenden Betriebe ist in den letzten Jahren stark angestiegen: waren es 2013 noch 67 Bewerbungen, sind es heuer 96 Bewerbungen, davon 41 Neuanträge und 55 Anträge auf Rezertifizierung. 84 Betriebe erhalten das Gütesiegel. Die Verleihung der Auszeichnungen erfolgt Ende Jänner 2016.  Knapp 18.000 Menschen in Vorarlberg sind in den Unternehmen beschäftigt, die das Gütesiegel „Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb 2016-17“ erhalten werden.

In gutem Einklang
„Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in der modernen Arbeitswelt ein wichtiger Faktor. Wenn Job und Familienleben in Einklang gebracht werden können, dann zahlt sich das für alle aus – für den Arbeitgeber und für die Beschäftigten“, ist auch DI Hubert Rhomberg überzeugt. Der Geschäftsführer der Rhomberg Holding mit Sitz in Bregenz weiß, wovon er spricht. Denn das Unternehmen wurde bereits mehrfach vom Land Vorarlberg mit dem Gütesiegel „ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb“ prämiert.

So setzt Rhomberg auf eine Fülle an verschiedensten Maßnahmen, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Dazu gehören etwa flexible Arbeitszeitmodelle, Unterstützung der Mitarbeiter/innen in allen Lebensbereichen, familienorientierte Information oder etwa die Integration von karenzierten Mitarbeiter/innen.

„Familienfreundliche Maßnahmen sichern langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit, indem sie Arbeitskräfte im Unternehmen halten und ihre Arbeitsplatzzufriedenheit erhöhen. Das wiederum führt dazu, dass betriebsspezifisches Know-how nicht verloren geht“, so Hubert Rhomberg über die Relevanz von Familienfreundlichkeit für sein Unternehmen.

Vernetzungstreffen in Vorarlberg: Vernetzung schaffen – Ideen generieren
Für eine Zukunft mit mehr Kindern in Österreich ist es schlichtweg notwendig, dass Gesellschaft, Wirtschaft und Politik Familienfreundlichkeit als entscheidenden Wettbewerbsfaktor anerkennen und leben. Aus diesem Grund lud Bundesministerin Karmasin am 27. November 2015 zu einem Vernetzungstreffen mit Vertreter/innen der Vorarlberger Wirtschaft, Politik und Verwaltung bei der Rhomberg Holding. Das erfolgreiche Familienunternehmen mit Sitz in Bregenz ist in den Geschäftsbereichen Bau, Bahntechnik und Ressourcen international tätig und hat die Wichtigkeit von Familienfreundlichkeit selbst schon längst erkannt. Aus diesem Grund ist die Unternehmensgruppe Rhomberg auch Mitglied der Initiative „Unternehmen für Familien“.

    Amt der Vorarlberger Landesregierung

    Römerstr. 15, 6900 Bregenz
    Österreich
    +43 5574 511-0

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    Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

    Stubenring 1, 1011 Wien
    Österreich
    +43(0)1 71100-0

    Details

    Netzwerk „Unternehmen für Familien“

    Franz-Josefs-Kai 51, 1010 Wien
    Österreich
    +43 (0) 1 218 50 70-20
    [email protected]unternehmen-fuer-familien.at

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