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Philipp Gantner, Berufsausbildungsassistent und organisatorischer Leiter

Verlängerte Lehre oder Teilqualifikation als Ziel

26. April 2015 | 08:00 Autor: Dietmar Hofer / Anzeige Vorarlberg

Die Berufsausbildungsassistenz betreut in Vorarlberg rund 320 Jugendliche mit individuellen Unterstützungsansprüchen. Ziel ist es, dass sie eine Lehre oder eine Teilqualifikation abschließen.

Manche Jugendliche brauchen etwas mehr Zeit, um den theoretischen oder praktischen Inhalt einer Lehre bewältigen zu können. Für sie besteht die Möglichkeit, über die Verlängerte Lehre zum Abschluss zu kommen. Die Lehre kann dabei um ein oder sogar zwei Jahre verlängert werden. Dauerhafte Begleitung erhalten sie dabei von der Berufsausbildungsassistenz kurz BAS genannt. „Das Ziel der Begleitung und Unterstützung stellt ein anerkannter Ausbildungsabschluss dar, der den Jugendlichen zu einer nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt und gesellschaftlicher Teilhabe verhelfen soll“, erklärt der organisatorische Leiter Philipp Gantner, was hinter dem Projekt steckt.

Hohe Erfolgsquote
Die Hauptaufgabe der BAS liegt in der umfassenden Koordination, Organisation und Begleitung der Berufsausbildung der betreuten Jugendlichen. „Dies umfasst insbesondere die Unterstützung und Entlastung des Ausbildungsbetriebes, die Vernetzung mit der Berufsschule, der Schulbehörde und den Erziehungsberechtigten und beinhaltet alle notwendigen Aufgabenstellungen“, so Gantner. Diese reichen etwa von der Organisation von Nachhilfe, Krisenintervention, Prüfungsvorbereitung oder Schulung sozialer Kompetenzen.
Rund 320 junge Menschen werden derzeit von der Berufsausbildungsassistenz betreut. Tätig sind sie in rund 50 unterschiedlichen Lehrberufen. Erfreulich ist, dass der Großteil von ihnen – nämlich 86 Prozent - in den verschiedenen Unternehmen der freien Wirtschaft ihre Ausbildung absolviert. Im Detail: sie sind in über 250 Unternehmen in ganz Vorarlberg beschäftigt. Jährliche Evaluierungen zeigen, dass 70 Prozent  - also sieben von zehn Jugendlichen – nach Absolvieren einer Integrativen Berufsausbildung ihren Platz auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt gefunden haben.

Unternehmen profitieren
Ist das Ziel für einen erfolgreichen Lehrabschluss zu hoch, besteht die Möglichkeit durch eine Teilqualifikation die Anforderungen der Ausbildung individuell auf den Lehrling zuzuschneiden. Dabei konzentrieren sich die Ausbildungsinhalte auf die praktischen Fertigkeiten des jeweiligen Lehrberufes, während sich der schulische Teil der beruflichen Ausbildung auf die grundlegenden schulischen Anforderungen des Berufsbildes beschränkt. Die Teilqualifikation endet mit der Abschlussprüfung. Die Jugendlichen erhalten ein Zeugnis, in dem die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse bestätigt werden.
Für Philipp Gantner rentiert es sich für Unternehmen, diese Jugendlichen auszubilden.  „Die Betriebe profitieren mehrfach. Neben dem sozialen Aspekt  wird ein möglicher Mehraufwand in der Ausbildung finanziell abgegolten und die Unternehmen haben die Möglichkeit, sich dringend benötigte Fachkräfte aufzubauen.“

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