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Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen

Vorarlbergs Betriebe blicken weiterhin optimistisch in die Zukunft - 70% der Vorarlberger Betriebe wollen in die Modernisierung investieren

25. September 2012 | 11:06 Autor: Dornbirner Sparkasse Vorarlberg

Dornbirn (A) Vorarlberger Unternehmen blicken weiterhin optimistisch in die Zukunft, wie eine aktuelle Umfrage von IMAS im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen belegt. Die repräsentative Studie hat Stimmungslage und Erwartungen von KMUs mit einem Jahresumsatz zwischen 1,5 Mio. und 175 Mio. EUR in Vorarlberg bzw. in ganz Österreich erfasst.

Knapp mehr als die Hälfte (51%) der Vorarlberger Unternehmer prognostizieren ihrem Betrieb in den nächsten drei bis fünf Jahren starkes Wachstum, etwas weniger (43%) glauben zumindest an eine unverändert stabile Geschäftsentwicklung. Zwei Drittel der Befragten (66%) rechnen österreichweit mit steigenden Umsätzen, 38% der Vorarlberger KMUs haben 2011 sogar die Mitarbeiterzahl erhöht. Der Finanzierungsbedarf bleibt weiterhin niedrig, lediglich 26% der österreichischen Betriebe planen in den kommenden zwei Jahren einen Kredit aufzunehmen.

Vorarlbergs KMUs weiterhin positiv gestimmt
Trotz der Negativmeldungen rund um Rezession und Kreditklemme bleiben die Vorarlberger KMUs positiv gestimmt. 51% glauben an das Wachstum des eigenen Betriebes. Das sind lediglich 2% weniger als im vergangenen Jahr. „Den Klein und Mittelbetriebe verdankt Österreich, dass es in Punkto Wirtschaftswachstum im europäischen Vergleich gut dasteht“, zeigt sich Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, über die Umfrageergebnisse erfreut. „Auch wenn die Wirtschaftsforscher kürzlich ein anderes Bild prognostizierten, rechnen die Vorarlberger Unternehmer weiterhin mit Wachstum.“

Wien, Vorarlberg und Tirol besonders zuversichtlich
Im Österreichvergleich blicken vor allem die Wiener positiv in ihre betriebliche Zukunft, 59% (+8% im Vergleich zum Vorjahr) rechnen mit einer gestärkten Marktposition. Aber auch im Westen Österreichs, in Vorarlberg (51%) und Tirol (49%), ist die Hälfte der Unternehmer zuversichtlich. Am pessimistischsten ist man im Burgenland, hier rechnen 10% mit einem Rückgang. Erfolgsfaktoren für die Zukunft sind vor allem Modernisierung, Kooperationen und neues qualifiziertes Personal.

Für mehr als zwei Drittel der befragten Vorarlberger (70%) ist die Modernisierung ihres Betriebs ein Schlüsselfaktor.  68% planen in den nächsten zwei Jahren dafür Investitionen ein. Durch Kooperationen mit anderen Unternehmen, die die eigene Wertschöpfungskette verlängern, wollen immerhin 53% wachsen. Positiv ist auch die Entwicklung in Punkto Personal zu sehen. Mehr als die Hälfte aller befragten Firmen (55%) betrachtet die Aufnahme neuer Mitarbeiter als wichtige Maßnahme für den wirtschaftlichen Erfolg. Überraschend auch die Expansionspläne: Etwa ein Fünftel der befragten Unternehmen (18%) wollen neue Betriebsstandorte gründen.

Finanzierungsbedarf nahezu unverändert
Diese Pläne wollen die KMUs aber hauptsächlich aus eigener Kraft umsetzen und organisch wachsen. Insgesamt sehen nur 26% der österreichischen Betriebe in den nächsten zwei Jahren einen Finanzierungsbedarf in Form eines Bankkredits, bei den größeren Unternehmen mit 5 bis 175 Mio. EUR Umsatz sind es 32%. Die geschätzte Kredithöhe liegt bei knapp der Hälfte dieser Betriebe unter 500.000 EUR. Diese Mittel sollen hauptsächlich zur Modernisierung (61%) eingesetzt werden, mit großem Abstand folgen Kundengewinnung sowie Rationalisierungsmaßnahmen (jeweils 16%). Die Kapitalbeschaffung über eine Stärkung der Eigenmittel zu erzielen, kommt nur für 45% in Frage.

2011 war für die Sparkassengruppe ein sehr starkes Jahr. Insgesamt wurden österreichweit 10,4 Mrd. EUR an frischen Krediten vergeben, das ist im Vergleich zum Jahr 2010 eine Steigerung um 33%. „Wir werden weiterhin in unsere langfristigen Kundenbeziehungen investieren und trotz deutlich verschärfter Rahmenbedingungen unseren Kunden ein verlässlicher Bankpartner sein“, so Böhler abschließend.

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