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Weniger Arbeitslose als im Vorjahr (© Paul-Georg Meister/pixelio.de)

Weniger Arbeitslose als im Vorjahr

02. November 2016 | 13:26 Autor: AMS Vorarlberg Vorarlberg

Bregenz (A) Saisonbedingt (Freistellungen im Fremdenverkehr) erhöhte sich die Zahl der Jobsuchenden (vorgemerkte Arbeitslose plus SchulungsteilnehmerInnen) gegenüber dem Vormonat um 1.296 (+11,2%) auf insgesamt 12.902. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Vorarlberg aber noch immer auf ein leichtes Minus (-148 oder -1,1%) verweisen.

Der Aufwärtstrend der letzten Monate setzte sich somit fort. Allerdings nicht bei den Geringqualifizierten, den Älteren sowie bei Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen; hier hat sich die Situation durch den anhaltenden Verdrängungswettbewerb eher verschärft. Bernhard Bereuter, stv. Lande-geschäftsführer, setzt weiterhin auf die Eingliederungsbeihilfe. Mit der Lohnkostenförderung für Unternehmen sollen die Arbeitsmarktchancen für diese Personengruppen erhöht werden. Die Förderdauer und Förderhöhe wird im Einzelfall zwischen ArbeitgeberIn und AMS vereinbart.

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Bestand an vorgemerkten Arbeitslosen um 208 oder 2,0% auf insgesamt 10.435. Im selben Zeitraum erhöhte sich die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen um 60 (+2,5%) auf 2.467. Somit waren in Vorarlberg Ende Oktober 12.902 (6.513 Männer und 6.389 Frauen) Personen auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz.

Österreichweit waren dies am Monatsende insgesamt 411.951 Personen; um 1.097 oder 0,3% mehr als vor einem Jahr. Anstiege verzeichneten dabei nur die Bundesländer Niederösterreich (+2,8%), Wien (+2,3%) und Oberösterreich (+0,3%). Stärker als bei uns verringerte sich die Arbeitslosigkeit im Tirol (-6,7%), in Salzburg (-3,7%), in der Steiermark (-1,8%) und in Kärnten (-1,5%); ein leichtes Minus wies zudem noch das Burgenland (-0,4%) auf.

Auch die vorläufige Arbeitslosenquote (SchulungsteilnehmerInnen werden in dieser Quote nicht mit gezählt) lag in Vorarlberg am Monatsende mit 6,2% wieder deutlich unter dem österreichischen Schnitt von 8,6%.

Ungeachtet der zuletzt doch recht positiven Entwicklung darf aber nicht übersehen werden, dass die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg noch immer recht hoch ist; höhere Bestände mussten - abgesehen von den minimalen Verringerungen im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Jahren – nur im „Krisenjahr 2009“ ausgewiesen werden.

Mit den größten Problemen auf dem Arbeitsmarkt haben unverändert die ungelernten und gering qualifizierten Kräfte zu kämpfen. 47,7% aller Jobsuchenden konnten keinen bzw. nicht mehr als ei-nen Pflichtschulabschluss vorweisen. Darunter befanden sich überdurchschnittlich viele Auslände-rInnen: während sich die Zahl der Jobsuchenden hier um 5,4% (+215) erhöhte, verringerte sie sich bei InländerInnen um 4,0% (-363).

Schwierigkeiten zeichneten sich auch an den Altersrändern ab. So erhöhte sich die Zahl der Jobsu-chenden bei den unter 20-Jährigen im Vorjahresvergleich um 84 oder 11,5% und bei den über 50-Jährigen um 165 oder 5,3%. Keine bzw. ungenügende Ausbildung war das vorrangige Hindernis bei den vorgemerkten Jugendlichen. Bei den Älteren kamen noch vermehrt gesundheitliche Ein-schränkungen dazu. Außerdem verschärften die erschwerten Einstiegsbedingungen ins Pensionssys-tem die Situation hier noch zusätzlich.

Nach Berufsgruppen betrachtet standen bei den vorgemerkten Arbeitslosenmerkliche Reduzierun-gen in den Gaststätten- (-122), Büro- (-102) und Reinigungsberufen (-69), Zunahmen in den Hilfs- (+56) und Metallberufen (+45) gegenüber.

All diese Veränderungen führten dazu, dass sich die Zahl der Jobsuchenden innert Jahresfrist bei den Frauen um 217 (-3,3%) verringerte, während sie sich bei den Männern um 69 (+1,1%) erhöhte.

Positiv gestaltete sich auch die Entwicklung am Lehrstellenmarkt: 265 (15 weniger als vor einem Jahr) sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden standen insgesamt 400 (46 mehr als vor einem Jahr) sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber.

Deutlich zugenommen – um 437 oder 26,1% auf insgesamt 2.109 – hat im Jahresvergleich auch die Zahl der beim AMS Vorarlberg gemeldeten offenen Stellen.

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